Mittwoch, 26. Oktober 2016

Angela Merkel, die Blockflöte und die Junge Union

Wie wir alle in den letzten Tagen vernommen haben, ruft uns die Bundeskanzlerin zur Rettung des christlichen Abendlandes durch vermehrtes Singen von Weinachtsliedern und Gebrauch der Blockflöte auf. Eines vorweg: Ich bin ein großer Freund des deutschen Volksliedes und natürlich auch der Blockflöte. Die Äußerungen der Kanzlerin braucht man nicht weiter zu kommentieren. Derarter Quark ist einer Akademikerin in diesem Amte nicht würdig. 
Vielleicht sollte die Kanzlerin mit der Rettung des christlichen Abendlandes mal bei ihrer eigenen Partei anfangen. Wie von mehreren Augenzeugen berichtet wurde, haben sich ihre Sprößlinge von der Jungen Union bei der Sonntag-Vorabendmesse anläßlich ihres Deutschlandtages im Paderborner Dom gehörig danebenbenommen. Unter anderem haben da "Kommunikanten" an der Kommunionbank gestanden, die offensichtlich nicht wußten, was sie dort vorne eigentlich sollten und wegen ihres Benehmens vom Kommunionspender übergangen werden mußten. Offensichtlich haben die Mitglieder der Jugendorganisation ausgerechnet einer (angeblich) christlichen Partei nämlich so viel Ahnung vom Christentum wie die Kuh vom Sonntage.
Zurück zur Blockflöte: Wer hat denn die Volkslieder aus unseren Schulen verbannt? Warum wird an den Schulen keine Blockflöte mehr gebraucht? Warum kann kein Lehrer mehr Geige spielen, um seine Schüler zu begleiten? 
Frau Merkel, das waren Politiker, auch der CDU, die die deutsche Volkskultur aus unseren Schulen verbannt haben, vergessen Sie das nicht! Wenn ich mit anhören muß, welchen Blödsinn heutige Kindergartenkinder und Schüler in ihren Einrichtungen "singen", sträuben sich nicht nur mir die Nackenhaare. 
Erst das christliche Abendland über Jahrzehnte hinweg untergehen lassen und es dann mit der Blockflöte retten wollen, ich fasse es nicht!

Aber man soll ja nicht nur nörgeln. Für alle, die entgegen aller Hoffnung das deutsche Volksgut und das christliche Abendland (auch) auf diese Weise retten wollen, gibt es hier ein kleines, einfaches Weihnachtslied, das auch für Anfänger nicht zu schwer sein dürfte. Text und Melodie sind im Hochstift Paderborn mündlich seit dem frühen 19. Jahrhundert überliefert, Urheberrechte stehen nicht im Wege, und bis Weihnachten dürfte es dann fertig eingeübt sein!


Freitag, 7. Oktober 2016

7. Oktober: Rosenkranzfest, Maria vom Siege

Statt den Menschen das Geheimnis des heutigen Festtages näherzubringen, beschränkte sich der Kommentator der heutigen Morgenandacht auf WDR 2 darauf, sein Unverständnis darüber zu äußern, den Sieg in der Schlacht bei Lepanto 1571 der Fürbitte der Himmelskönigin und dem Sturm der Rosenkranzbeter zuzuschreiben. Weiteres möchte ich gerade in den Tagen einer schleichenden Islamisierung des Abendlandes nicht zu diesem unsäglichen Radiobeitrag sagen. Mehr zum heutigen Festgeheimnis ist bereits hier gesagt worden.
Die westliche Gesellschaft mit ihrer verfehlten, sogenannten "Religionsfreiheit" und ihren laizistischen Verfassungen, mit ihrer unheilvollen Trennung von Kirche und Staat, sie wird den Prozeß der islamisierung des Abendlandes nicht aufhalten können. Der Islam nutzt eben die Freiheiten der demokratischen Staaten, um sich selbst früher oder später an die Macht zu bringen. 
Jene, die lauthals schreiend und Parolen skandierend das "christliche Abendland" retten wollen, verfügen leider nur zu oft nicht über die intellektuellen Fähigkeiten dazu und haben selbst zum größten Teil leider kein gelebtes Christentum vorzuweisen, so sie denn überhaupt getauft sind. Was sie und ein Großteil unserer Gesellschaft verteidigen und erhalten wollen, ist nicht das christliche Abendland, sondern die dekadente westliche Wohlstandsgesellschaft. Man will nicht den Herrn in Europa an der Macht sehen, sondern ungestört in Sodom und Gomorrha weiterleben können.  
Was also kann das Abendland noch retten? Wohl nur das Gebet der stillen im Lande, jener, auf die kein Politiker je hört, die selbst von ihren bischöflichen Hirten nur belächelt werden, die aber den Rosenkranz nicht aus der Hand gelegt haben.
Indes, es gibt auch noch Bischöfe, die sehr wohl um die Macht eifrigen Gebetes wissen. Islamischer Terror überzieht heute wie vor fünfhundert Jahren die ganze Welt. Lesenswert, was ein afrikansicher Bischof über dieses Thema denkt.