Montag, 26. Dezember 2016

Nickfiguren

Meine Vorliebe für nickende Spendensammelfiguren ist ja bekannt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie groß auch hier die "Modellpalette" ist. Hier also, wie in jedem Jahr, weitere eifrige Sammler:








Anatomieprofessoren bitte wegschauen... Etwas mehr Mühe sollte man sich bei der bildhauerischen Ausarbeitung schon geben.


Eine Ordensschwester (Hl. Theresia vom Kinde Jesu?) als Begleitfigur ist eines der selteneren Motive.



Freitag, 23. Dezember 2016

Gesegnete Weihnachten!

Allen treuen Lesern meines zumeist ja doch etwas armseligen Geschreibsels wünsche ich von hier aus ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest!


Dienstag, 20. Dezember 2016

Islamischer Terrorismus und das Abendland

Spekuliert  und geredet wird zu diesem Thema sowieso schon zu viel. Wie schon oft in der Geschichte, ist sich das Abendland auch dieses Mal der Bedrohung nicht bewußt, will sie nicht wahrhaben oder verharmlost sie. Was kann "unsereins" tun? Ganz einfach: beten.



Weihe des Menschengeschlechtes an das heiligste Herz Jesu

V.: O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke gnädig auf uns herab, die wir in Demut vor Deinem Altare knien.
A.: Dein sind wir, Dein wollen wir bleiben.
V.: Damit wir aber noch inniger mit Dir verbunden werden, so weiht sich heute jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen. Viele haben Dich leider niemals erkannt, viele haben Deine Gebote verachtet und Dich von sich gestoßen.
A.: Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz.
V.: Sei Du, o Herr, König nicht nur der Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sondern auch der verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben.
A.: Gib, daß sie bald ins Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen.
V.: Sei Du auch König über die, welche durch Irrtum getäuscht oder durch Spaltung von Dir getrennt sind; rufe sie zum sicheren Hort der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück,
A.: auf daß bald eine Herde und ein Hirt werde.
V.: Sei Du der König aller, die im Dunkel des Heidentums oder des Islams befangen sind.
A.: Entreiße sie der Finsternis und führe sie zum Lichte Deines Reiches.
V.: Blicke endlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das so lange das auserwählte war.
A.: Das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, möge jetzt als Quell der Erlösung und des Lebens auch sie überströmen.
V.: Verleihe, o Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit. Schenke allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende bis zum anderen der gleiche Ruf erschalle:
A.: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil gekommen ist.
Ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.

Papst Pius XI 
 

Dienstag, 13. Dezember 2016

Nikolaus, Luther und Christkind



Mittwoch, 23. November 2016

Das Vaterland schafft sich tatsächlich ab

Viele Dinge im politischen Leben gehen im Alltag an einem vorbei, ohne daß man als normaler Bürger davon Notiz nimmt. So stieß ich im Blog von Frau Lengsfeld jüngst auf einen sehr lesenwerten Artikel.
Wir mir ist es wahrscheinlich vielen Menschen ergangen: Falls das Thema in den Tageszeitungen erwähnt wurde, hat man gar zu oft darüber hinweggelesen, da man irgendwann die Schlagworte "Flüchtlinge", "Migranten", "Integration" etc. etc. als so alltäglich wahrnahm, daß man derartige Artikel nicht mehr gelesen hat. Ganz ehrlich: Die Stichworte "one world" und "Globalisierung" sind für mich mittlerweile Horrorvorstellungen, nicht mehr und nicht weniger. Armes Deutschland.

Mittwoch, 9. November 2016

Weihetag der Lateranbasilika

Heute, 9.11.:
Weihetag der Erzbasilika zum Allerheiligsten Erlöser, Sankt Johann im Lateran zu Rom.
Hochamt in der außerordentlichen Form in Paderborn:
18.30 Uhr, Hoher Dom, Pfarrwinkel (Südliches Querhaus).


Mittwoch, 2. November 2016

Allerseelen

Paderborn, Hl. Messe in der außerordentlichen Form:

Heute um 18.30 Uhr gesungenes Requiem  für alle Armen Seelen im Fegefeuer. 

Hoher Dom, Pfarrwinkel (Südliches Querhaus). 

Vom 1. bis zum 8. November gewährt die Hl. Kirche einen besonderen Ablaß für die Armen Seelen im Fegefeuer. Die genauen Bedingungen finden sich hier.


1. Vor dir stehen wir mit Flehen, o Erbarmer, höchstes Gut!
Dir befehlen wir die Seelen * in der Sühnungsflammen Glut.

2. Blut und Leben hast gegeben * auch für sie in bittrer Pein.
Hab Erbarmen mit den Armen, laß sie bald erlöset sein!

3. Durch dein Leiden, bittres Scheiden * und durch deine Wunden rot*
Tilg die Schulden, heb das Dulden, reiß die Seelen aus der Not!

4. Schau die Plagen, hör die Klagen * in dem jammervollen Stand.
Nicht verweile, Trost erteile, reich zur Rettung deine Hand!

5. Laß sie fahren zu dem wahren * Vaterland der Ewigkeit;
Und genießen deines süßen * Friedens dort an deiner Seit‘!

6. Daß dort oben sie dich loben, lieben preisen jederzeit;
Und hinwieder ihrer Brüder * denken in der Seligkeit.

Sursum Corda, Ausgabe 1874-1948, Nr. 326
Mel. alternativ: "Herr gib Frieden dieser Seele".  



Bildquelle


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Angela Merkel, die Blockflöte und die Junge Union

Wie wir alle in den letzten Tagen vernommen haben, ruft uns die Bundeskanzlerin zur Rettung des christlichen Abendlandes durch vermehrtes Singen von Weinachtsliedern und Gebrauch der Blockflöte auf. Eines vorweg: Ich bin ein großer Freund des deutschen Volksliedes und natürlich auch der Blockflöte. Die Äußerungen der Kanzlerin braucht man nicht weiter zu kommentieren. Derarter Quark ist einer Akademikerin in diesem Amte nicht würdig. 
Vielleicht sollte die Kanzlerin mit der Rettung des christlichen Abendlandes mal bei ihrer eigenen Partei anfangen. Wie von mehreren Augenzeugen berichtet wurde, haben sich ihre Sprößlinge von der Jungen Union bei der Sonntag-Vorabendmesse anläßlich ihres Deutschlandtages im Paderborner Dom gehörig danebenbenommen. Unter anderem haben da "Kommunikanten" an der Kommunionbank gestanden, die offensichtlich nicht wußten, was sie dort vorne eigentlich sollten und wegen ihres Benehmens vom Kommunionspender übergangen werden mußten. Offensichtlich haben die Mitglieder der Jugendorganisation ausgerechnet einer (angeblich) christlichen Partei nämlich so viel Ahnung vom Christentum wie die Kuh vom Sonntage.
Zurück zur Blockflöte: Wer hat denn die Volkslieder aus unseren Schulen verbannt? Warum wird an den Schulen keine Blockflöte mehr gebraucht? Warum kann kein Lehrer mehr Geige spielen, um seine Schüler zu begleiten? 
Frau Merkel, das waren Politiker, auch der CDU, die die deutsche Volkskultur aus unseren Schulen verbannt haben, vergessen Sie das nicht! Wenn ich mit anhören muß, welchen Blödsinn heutige Kindergartenkinder und Schüler in ihren Einrichtungen "singen", sträuben sich nicht nur mir die Nackenhaare. 
Erst das christliche Abendland über Jahrzehnte hinweg untergehen lassen und es dann mit der Blockflöte retten wollen, ich fasse es nicht!

Aber man soll ja nicht nur nörgeln. Für alle, die entgegen aller Hoffnung das deutsche Volksgut und das christliche Abendland (auch) auf diese Weise retten wollen, gibt es hier ein kleines, einfaches Weihnachtslied, das auch für Anfänger nicht zu schwer sein dürfte. Text und Melodie sind im Hochstift Paderborn mündlich seit dem frühen 19. Jahrhundert überliefert, Urheberrechte stehen nicht im Wege, und bis Weihnachten dürfte es dann fertig eingeübt sein!


Freitag, 7. Oktober 2016

7. Oktober: Rosenkranzfest, Maria vom Siege

Statt den Menschen das Geheimnis des heutigen Festtages näherzubringen, beschränkte sich der Kommentator der heutigen Morgenandacht auf WDR 2 darauf, sein Unverständnis darüber zu äußern, den Sieg in der Schlacht bei Lepanto 1571 der Fürbitte der Himmelskönigin und dem Sturm der Rosenkranzbeter zuzuschreiben. Weiteres möchte ich gerade in den Tagen einer schleichenden Islamisierung des Abendlandes nicht zu diesem unsäglichen Radiobeitrag sagen. Mehr zum heutigen Festgeheimnis ist bereits hier gesagt worden.
Die westliche Gesellschaft mit ihrer verfehlten, sogenannten "Religionsfreiheit" und ihren laizistischen Verfassungen, mit ihrer unheilvollen Trennung von Kirche und Staat, sie wird den Prozeß der islamisierung des Abendlandes nicht aufhalten können. Der Islam nutzt eben die Freiheiten der demokratischen Staaten, um sich selbst früher oder später an die Macht zu bringen. 
Jene, die lauthals schreiend und Parolen skandierend das "christliche Abendland" retten wollen, verfügen leider nur zu oft nicht über die intellektuellen Fähigkeiten dazu und haben selbst zum größten Teil leider kein gelebtes Christentum vorzuweisen, so sie denn überhaupt getauft sind. Was sie und ein Großteil unserer Gesellschaft verteidigen und erhalten wollen, ist nicht das christliche Abendland, sondern die dekadente westliche Wohlstandsgesellschaft. Man will nicht den Herrn in Europa an der Macht sehen, sondern ungestört in Sodom und Gomorrha weiterleben können.  
Was also kann das Abendland noch retten? Wohl nur das Gebet der stillen im Lande, jener, auf die kein Politiker je hört, die selbst von ihren bischöflichen Hirten nur belächelt werden, die aber den Rosenkranz nicht aus der Hand gelegt haben.
Indes, es gibt auch noch Bischöfe, die sehr wohl um die Macht eifrigen Gebetes wissen. Islamischer Terror überzieht heute wie vor fünfhundert Jahren die ganze Welt. Lesenswert, was ein afrikansicher Bischof über dieses Thema denkt.


Mittwoch, 24. August 2016

Probleme beim Altarinzens

Der Altarinzens bereitet nicht nur den begleitenden Ministranten, sondern auch vielen Zelebranten oft Mühe und Schwierigkeiten. Zugegeben: Ganz einfach ist es tatsächlich nicht, zumal der Zlebrant bei den einzelnen Zügen ja auch noch zu beten hat. Mancherorts vereinfacht man den Vorgang, indem man die Ministranten nach Anreichung des Rauchfasses einfach an der Epistelseite des Altares "abstellt". Keine sehr gute Lösung. Kann man vom Zelebranten erwarten, daß er den Inzens ordentlich ausführt, so muß man auch seine korrekte Begleitung von den Ministranten erwarten können. Hier gibt es ein wenig Hilfestellung:
Link 1
Link 2


Warburg: Der Pfarrer und das Unkraut

Das kommt davon, wenn man sich nicht bücken will und Unkraut mit einem dieser sinnlosen Gasbrenner beseitigt:
Man setzt Terasse und Pfarrhaus in Brand!


Vielleicht... sollte man aber... dem Hochwürdigen Herrn eine Hl. Agatha für's Pfarrhaus schenken...
Also nur, falls er noch an die Wirkmächtigkeit unserer Heiligen glaubt. Wenn ich mir die Seite des "PV Warburg" so anschaue... Nun denn...


Auch könnte man ja zur Abwechslung mal wieder Agathazettel weihen und an das gläubige Volk verteilen. Falls noch mehr Warburger mit frei verkäuflicher Pyrotechnik für Heimwerker hantieren, dürfte das sinnvoll sein.


Montag, 22. August 2016

28. August: Meinolphustag in Böddeken

Am letzten Augustsonntag ist es wieder soweit: es ist Meinolphustag in Böddeken, d.h. eigentlich das Weihefest der ihm an seiner dortigen Geburtsstätte geweihten Kapelle.
Hier geht es zu einigen historischen Daten,
hier zu den alten Meinolphusliedern,
und hier schließlich gibt es  noch ein gemütvolles Gedicht, geschaffen von Pfarrer Ferdinand Heitemeyer zu Oesdorf, der sich auch um unser Diözesangesangbuch "Sursum Corda" Verdienste erworben hat.
Folgender Festablauf ist vorgesehen:

Die Pfarrgemeinde St. Jodokus Wewelsburg geht um 9 Uhr von der Pfarrkirche mit dem Musikverein in Prozession nach Böddeken.

Um 10 Uhr findet vor der Meinolphuskapelle das Festhochamt mit Festprediger Msgr. Ullrich Auffenberg statt.  

Nach der Messe ist Gelegenheit zum „Meinolphus-Plausch“ bei Bratwürstchen, Kaffee, Kuchen und kalten Getränken.

Zur Meinolfusfeier  ist  die  Verkehrsführung  auf der  Landstraße 751  von 9  bis 13 Uhr geändert.

Die Zufahrt auf der L 751 zur Kapelle erfolgt nur aus Richtung Kloster Böddeken. Von der Kreuzung Altenböddeken an ist die Landstraße in Richtung Kloster Böddeken gesperrt.

Donnerstag, 11. August 2016

Annentag: Nachlese

Hier nun die Nachlese zum Annentag.

Ich mache es mal so kurz wie möglich. 
Lichtenauer Prozession zieht mit Pfarrer, aber wieder einmal ohne Allerheiligstes. 
Aus 70 Gläubigen sind mittlerweile deren 20 geworden. Toller Absturz in nur 4 Jahren. 
Holtheimer Prozession hat 19 Gläubige, davon zwei auswärtige. Der für Holtheim zuständige "Pastor im Pastoralverbund" erwartet die Prozessionen in der Kapelle. Warum er die Holtheimer Prozession nie begleitet, obwohl dies von der Gemeinde gewünscht wird, entzieht sich der Kenntniss des Verfassers. An seiner körperlichen Verfassung kann die Nichtteilnahme nicht liegen. 
Obwohl Pastoralverbundstag, ist der dritte Geistliche des Verbundes garnicht da. Er macht unterdessen sein eigenes "Ding" in "seinen" Dörfern, obwohl laut amtlicher Propaganda sich der ganze PV in Amerungen versammeln soll. Na ja...
Das Hochamt beginnt. Eingangslied: "Lobe den Herren". Wie einfallslos.  Dafür funktioniert die Mikrophonanlage einwandfrei. "Weihrauch, der Weihrauch muß mal hierhin kommen!" erfährt die interessierte Schar der Gläubigen. Alle mehr oder weniger geflüsterten "Regieanweisungen" werden auf diese Weise die ganze Messe über ins gläubige Kirchenvolk transportiert.
Gloria: "Gott in der Höh sei Preis und Ehr". Paderborner Glorialieder gibt es anscheinend nicht. Die Nummer wird auch nicht angesagt. Also singe ich den Text, den ich als Kind aus dem Sursum Corda gelernt habe. Viele Ältere machen es ebenso. Dazwischen der Gesang einiger Profi-Konzilskatholikinnen, die alle Nummern aus dem neuen GL jetzt schon auswendig wissen. Sie gucken böse. Ihr Gesang fällt aber nicht großartig auf. Man trägt, wie dem Annentage angemessen, weiße Caseln (Polenware), liest aber die Messe vom x-wer-weiss-wievielten Sonntage im Jahreskreis.  Liturgischer Murks erster Güte. Das Volk bemerkt das Fehlen der Annenmesse sehr wohl und murrt. 
Predigt unter dem Motto: "Früher war alles besser". Herr Pfarrer macht uns allen klar, das früher eben nichts besser, sondern nur anders war. Beharren auf Traditionen ist etwas generell schlechtes. Sein Beispiel: Die Schützenvereine (die er ohnehin haßt wie die Pest), die in ihren Schützenmessen immer noch die Messe "Hier liegt vor Deiner Majestät" singen. Er bezeichnet den Text als einfach nur schrecklich und nennt die unbelehrbaren Orte Holtheim, Grundsteinheim und Kleinenberg auch gleich beim Namen. Was das ganze Gerede mit dem Annentag und der Verehrung der Hl. Mutter Anna zu tun hat, weiss wohl nur der Herr Pfarrer. Der Rest ist bedeutungsloser Pastoralsprech im Sinne der zurechtgeschusterten Pastoralvereinbarung und des "Zukunftsbildes" der Diözese.
Die Opfermesse dauert nur halb so lang wie die Vormesse, obwohl es in jener nur eine Lesung gab. 
Opferungslied: "Was uns die Erde Gutes spendet". Klar, was anderes als diese Pantheistenhymne können die meisten Blaskapellen ja auch nicht mehr spielen. Billig und gut halt...
Sanctus: Choralsanctus vom Kirchenchor, endlich mal nicht der olle Schubert. 
Kanon: recht vorkonziliar... Man beginnt mit den Wandlungsworten, alles andere hat man schon leise unterm Sanctus gebetet. 
Beim Pater noster müssen sich alle bei den Händen nehmen. Ich murmele in meine Umgebung: "Wer mich anpackt, hat blaue Augen!" Das wirkt. Zehn Holtheimer stehen wie eine Wand, wir alle fassen uns nicht an. Beim Friedensgruß dasselbe Spektakel. Wieder ohne uns.
Zur Kommunionspendung wurden die Kommunionhelfer von Meßdienern mit roten Regenschirmen begleitet. Früher hatte man für sowas Fähnchen...
Ein Regenschirm nähert sich dem Pfarrer. Dieser, dank Mikrophon für alle gut verständlich: "Nein, ich teile nicht aus. Ich hab doch meine Allergie, da setz ich mich lieber hier hin." Zur Kommunionspendung singen wir "Christen singt mit frohem Herzen", wieder ohne Nummernangabe. Nur gut, daß die Sänger im Kirchenvolk die alten Lieder noch auswendig können.
Vor dem letzten Segen wird uns noch schnell ein syrisch-katholischer Flüchtling vorgestellt, der im Dorfe untergekommen ist und um den sich einige Freiwillige aus der Kirchengemeinde kümmern. Der arme Kerl kam mir so etwas von vorgeführt vor. Habe mir immer vorstellen müssen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich dort vor 500 Gläubigen meine frisch erworbenen Sprachkennnisse unter Beweis stellen müßte. Schluck...
Zum Schluß durften wir dann sogar mit Ansage der Nummer drei Strophen "Mutter Anna, Dir sei Preis!" singen. Wie gütig.
Über die anschließende weltliche Feier gibt es nichts zu berichten. Sie war wie immer: kulinarisch ausgewogen und feuchtfröhlich.
Den Helfern für den kirchlichen und weltlichen Teil der Feier muß hier einmal ein Lob ausgesprochen werden: Um Kapellenschmuck und Logistik aller Art hatten sich alle ganz vorbildlich gekümmert.
Nun denn: wir hoffen also auf bessere Zeiten. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.


Dienstag, 2. August 2016

Annentag 2016 in Amerungen

Da auf der Heimatseite des Pastoralverbundes Lichtenau wieder einmal weniger als Nichts zum Annentage zu finden ist, wollen wir ihn wenigstens hier ankündigen.
Aber der Annentag ist doch in Brakel" werden jetzt viele sagen. Sicherlich, das stimmt. Der Brakeler Annentag ist sogar "ein wenig" größer als der in Amerungen. Dafür ist "unser" Annentag aber seit 1670 nachweisbar, die Brakeler Kirmess gibt es erst seit etwa 1755.
Beide Annentage sind alt und ehrwürdig. Da der oberwaldische ja in den Medien mehr präsent ist, geht es heute also um den Annentag in Amerungen im Unterwaldischen.
Amerungen ist Filialgemeinde der Pfarrei St. Kilian in Lichtenau und hat heute genau 0 Einwohner und eine hübsche Barockkapelle, die der Hl. Mutter Anna geweiht ist. Folgendes Programm ist für den Annentag vorgesehen:

8.00 Uhr Auszug der Lichtenauer Prozession ab Pfarrkirche.
8.30 Uhr Auszug der Holtheimer Prozession ab Pfarrkirche, im Pfarrbrief fälschlich als "Pilgerweg mit meditativen Einlagen" gekennzeichnet. Keine Angst: Wie mir versichert wurde, beten wir die alten Gebete und singen die altbekannten Lieder, wie immer schon üblich. Experimente wird es keine geben, da die Geistlichkeit die Begleitung der Prozession seit Jahren verweigert und uns stattdessen an der Kapelle erwartet. 

9.30 Uhr  Festhochamt an der Annenkapelle in Amerungen.

Anschließend gemütliches Beisammensein am Annenberge. Für das leibliche Wohl in Form von Speis und Trank ist reichlich gesorgt. Das Blasorchester Lichtenau sorgt für Unterhaltung.

Montag, 4.8.:
8.00 Uhr: Hochamt an der Annenkapelle in Amerungen;
anschließend Frühstück und gemütliches Beisammensein am Annenberge.
Montag, 8. August 2016:

8.00 Uhr Hochamt an der Annenkapelle, 

anschließend Frühstück und gemütliches Beisammensein. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.  

Besonderer Dank von dieser Stelle aus schon einmal an die vielen fleißigen Helfer, die den alten Heimattag von Soratgau und Sintfeld trotz aller widrigen Umstände nicht untergehen lassen, obwohl er der Geistlichkeit offenbar seit Jahren ein ziemlicher Dorn im Auge ist.

Weitere Informationen und Bilder gibt es hier. 






 

 

 

 

 

Leider zieht die Lichtenauer Prozession nun schon seit 2012 Allerheiligstes zur Kapelle. Warum man diese 300-jährige Tradition aufgegeben hat, erschließt sich den Gläubigen nach wie vor  nicht. Die Begründungen dafür sind mehr als fadenscheinig, zumal drei Priester im Pastoralverbund sind, die diese Aufgabe übernehmen könnten. Hochwürdige Geistlichkeit: Was 300 Jahre ging, geht auch heute! In Brakel geht das schließlich auch. Die Begründung, Prozessionen mit dem Allerheiligsten vor der Hl. Messe seien vom Konzil verboten worden, ist nachgeradezu dä...(zensiert). Als nächste Begründung gab man an, Aussetzungsämter seien heute auch nicht mehr erlaubt und nach der Prozession sei auch nicht der Segen gegeben worden. Erstens war das Allerheiligste unter dem Hochamt immer in der Kapelle ausgesetzt, das Amt wurde aber draußen gesungen (also kein Aussetzungsamt!), und zweitens hindert den Hochwürdigen Herrn Pfarrer ja niemand daran, das Allerheiligste vor dem Hochamt zu reponieren. Der Hochaltar verfügt schließlich über einen Tabernakel. Drittens wurde die Prozession bis zur Liturgiereform natürlich immer mit dem sakramentalischen Segen beschlossen, wie es sich gehört. Den Segen abgeschafft und damit liturgische Unkorrektheiten geschaffen hat man erst in den letzten 35 Jahren.
Nun denn, die geistlichen Herren kommen und gehen seit Jahrhunderten, der Annentag aber bleibt. 
So bleibt den Gläubigen aus dem Soratgau immer noch die Hoffnung auf bessere Zeiten. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

Amerungen

Amerungen, trautes Fleckchen Heimaterde, in der Altenau lieblichem Grunde,
stilles Kapellchen am Waldesrande, wieder bist Du in aller Munde.
 
Da, wo saftige Wiesen sich dehnen, lag einst ein Dörfchen mit sonnigen Breiten,
bis es versank und Wüstung wurde, in dem dunklen Gewoge der Zeiten.
 
Deines Namens hehren Klang konnte die Zeit Dir nicht rauben,
frohe Urständ ward Dir beschieden aus der Väter tieffrommem Glauben.
 
Anna, die heilige Mutter und Frau, ward zu besonderem Schutz Dir gegeben,
daß in Zucht, in Liebe und Treue rings erblühe das dörfliche Leben.
 
Fromme Pilger nahen in Scharen, knien in Andacht vor Deinem Bild.
Sei ihnen allen, Mutter der Gnade, mit Deiner Tochter Helferin mild!
(Heinrich Rüthing, 1954)