Montag, 23. November 2015

Hl. Katharina von Alexandrien (25.11.)

25. November:
Katharina v. Alexandrien Jungfrau und Märtyrin, III. Klasse, rot.
Paderborn, Hoher Dom (Krypta):
18.30 Uhr Hochamt in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.



Montag, 16. November 2015

18. November: Weihetag der Basiliken St. Peter u. Paul zu Rom

18. November 2015
Weihefest d. Basiliken St. Peter u. Paul zu Rom
In Dedicatione Basilicarum Ss. Petri et Pauli App.
3. Klasse.
Paderborn, Hohe Domkirche: 
18.30 Uhr Hochamt in der außerordentlichen Form in der Krypta.



1. Ein Haus voll Glorie schauet / weit über alle Land,
aus ew'gem Stein erbauet / von Gottes Meisterhand.
Gott! Wir loben dich. Gott! Wir preisen dich.
O laß im Hause dein / uns all geborgen sein!

2. Gar herrlich ist's bekränzet / mit starker Türme Wehr,
und oben hoch erglänzet / des Kreuzes Zeichen hehr.
Gott! Wir loben dich…

3. Wohl tobet um die Mauern / der Sturm in wilder Wut;
das Haus wird's überdauern, auf festem Grund es ruht.
Gott! Wir loben dich…

4. Ob auch der Feind ihm dräue, anstürmt der Hölle Macht:
Des Heilands Lieb und Treue / auf seinen Zinnen wacht.
Gott! Wir loben dich…

5. Dem Sohne steht zu Seite / die reinste der Jungfraun;
um sie drängt sich zum Streite / die Kriegsschar voll Vertraun.
Gott! Wir loben dich.

6. Viel tausend schon vergossen / mit heil'ger Lust ihr Blut;
die Reihn stehn fest geschlossen / in hohem Glaubensmut.
Gott! Wir loben dich…

7. Auf eilen liebentzündet / auch wir zum heil'gen Streit;
der Herr, der's Haus gegründet, uns ew'gen Sieg verleiht!
Gott! Wir loben dich…



Meßtexte für den heutigen Tag:


Introitus (1 Mos. 28, 17)
Terribilis est locus iste: hic domus Dei est et porta cæli: et vocabitur aula Dei. (Ps. 83, 2-3) Quam dilecta tabernacula tua, Domine virtutum! Concupiscit, et deficit anima mea in atria Domini.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Terribilis est (usque ad Ps.).
Voll Schauer ist dieser Ort. Gottes Haus ist hier und die Pforte des Himmels; sein Name ist: Wohnung Gottes. (Ps.83,2-3) Wie lieb ist Deine Wohnung mir, o Herr der Himmelsheere! Verlangend nach dem Haus des Herrn verzehrt sich meine Seele. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. So wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Voll Schauer (bis zum Ps.). 
Gloria
Kirchengebet:
Deus, qui nobis per singulos annos hujus sancti templi tui consecrationis reparas diem, et sacris semper mysteriis repræsentas incolumes: exaudi preces populi tui, et præsta; ut, quisquis hoc templum beneficia petiturus ingreditur, cuncta se impetrasse lætetur. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.Gott, alle Jahre erneuerst Du uns den Weihetag dieses Deines heiligen Tempels und lässest uns stets wohlbehalten der Feier der heiligen Geheimnisse beiwohnen; erhöre die Bitten Deines Volkes und gewähre, daß jeder, der diesen Tempel betritt, um Wohltaten zu erflehen, voll Freuden all seine Bitten erfüllt sehe. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.
Lesung (Apoc. 21, 2-5)
Lectio libri Apocalypsis beati Joannis Apostoli. In diebus illis: Vidi sanctam civitatem Jerusalem novam descendentem de cælo a Deo, paratam sicut sponsam ornatam viro suo. Et audivi vocem magnam de throno dicentem: Ecce, tabernaculum Dei cum hominibus, et habitabit cum eis. Et ipsi populus ejus erunt, et ipse Deus cum eis erit eorum Deus: et absterget Deus omnem lacrimam ab oculis eorum: et mors ultra non erit, neque luctus neque clamor neque dolor erit ultra, quia prima abierunt. Et dixit, qui sedebat in throno: Ecce, nova facio omnia.
In jenen Tagen sah ich die heilige Stadt, das neue Jerusalem (das himmlische Jerusalem, dessen Abbild das Gotteshaus ist), aus dem Himmel von Gott herniedersteigen, ausgestattet wie eine Braut, die sich geschmückt hat für ihren Bräutigam. Und ich hörte eine gewaltige Stimme vom Throne her sprechen: «Seht, das Zelt Gottes bei den Menschen, Er wird bei ihnen wohnen; sie werden Sein Volk sein, und Gott selbst wird unter ihnen sein als ihr Gott. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Der Tod wird fürder nicht mehr sein, noch Trauer noch Klage noch Schmerz; denn das Frühere ist vergangen.» Und Der auf dem Throne saß, Er sprach: «Seht, Ich mache alles neu.»
Graduale
Locus iste a Deo factus est, inæstimabile sacramentum, irreprehensibilis est. V Deus, cui astat Angelorum chorus, exaudi preces servorum tuorum.
Alleluja, alleluja. V (Ps. 137,2) Adorabo ad templum sanctum tuum: et confitebor nomini tuo.
Alleluja.
Dieser Ort ist von Gott geschaffen, ein unschätzbares Geheimnis; kein Fehl ist an ihm. Gott, umgeben vom Chore der Engel, erhöre das Flehen Deiner Diener.
Alleluja, alleluja. V (Ps. 137,2) Zu Deinem heiligen Tempel hin mich wendend, bet ich an und preise Deinen Namen. Alleluja.
Evangelium (Luc. 19, 1-10)
Sequentia sancti Evangelii secundum Lucam. In illo tempore: Ingressus Jesus perambulabat Jericho. Et ecce, vir nomine Zachæus: et hic princeps erat publicanorum, et ipse dives: et quærebat videre Jesum, quis esset: et non poterat præ turba, quia statura pusillus erat. Et præcurrens ascendit in arborem sycomorum, ut videret eum; quia inde erat transiturus. Et cum venisset ad locum, suspiciens Jesus vidit illum, et dixit ad eum: Zachæe, festinans descende; quia hodie in domo tua oportet me manere. Et festinans descendit, et excepit illum gaudens. Et cum viderent omnes, murmurabant, dicentes, quod ad hominem peccatorem divertisset. Stans autem Zachæus, dixit ad Dominum: Ecce, dimidium bonorum meorum, Domine, do pauperibus: et si quid aliquem defraudavi, reddo quadruplum. Ait Jesus ad eum: Quia hodie salus domui huic facta est: eo quod et ipse filius sit Abrahæ. Venit enim filius hominis quærere et salvum facere quod perierat.
In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und zog durch die Stadt. Da war ein Mann mit Namen Zachäus. Er war Oberzöllner und reich. Gern hätte er gesehen, wer Jesus sei, aber es war ihm nicht möglich wegen der Volksmenge; denn er war klein von Gestalt. Darum lief er voraus und stieg auf einen wilden Feigenbaum, um Ihn zu sehen; denn dort mußte Er vorbeikommen. Als nun Jesus an den Ort kam, schaute Er empor, sah ihn und sprach zu ihm: «Zachäus, steig eilends herab; denn heute muß Ich in deinem Hause bleiben.» Sogleich stieg er herab und nahm Ihn mit Freuden auf. Darüber murrten alle, die es sahen, und spachen: «Bei einem Sünder ist Er eingekehrt! » Zachäus aber trat vor den Herrn hin und sprach: «Sieh, Herr, die Hälfte meines Besitzes gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so erstatte ich es vierfach.» Jesus sprach zu ihm: «Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil auch er [der Hausherr] ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren war.»
Offertorium (1 Chron. 29, 17 u. 18)
Domine Deus, in simplicitate cordis mei lætus obtuli universa; et populum tuum, qui repertus est, vidi cum ingenti gaudio: Deus Israel, custodi hanc voluntatem.
Herr, Gott, in meines Herzens Einfalt hab ich alles freudig dargebracht; mit übergroßer Freude seh ich auch Dein Volk, das hier versammelt ist. Gott Israels, erhalte diesen Eifer.
Stillgebet:
Annue, quæsumus, Domine, precibus nostris: ut, dum hæc vota præsentia reddimus, ad æterna præmia, te adjuvante, pervenire mereamur. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.
Wir bitten Dich, o Herr: neige Dich zu unsrem Flehen und laß uns, da wir diese Weihegaben hier darbringen, mit Deinem Beistand zum ewigen Lohne gelangen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.
Gewöhnliche Præfation:
Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: per Christum, Dominum nostrum. Per quem majestatem tuam laudant Angeli, adorant Dominationes, tremunt Potestates. Cæli cælorumque Virtutes ac beata Seraphim socia exsultatione concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admitti jubeas, deprecamur, supplici confessione dicentes:
Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: durch Christus, unsern Herrn. Durch Ihn loben die Engel Deine Majestät, die Herrschaften beten sie an, die Mächte verehren sie zitternd. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Seraphim feiern sie jubelnd im Chore. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen:
Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.
Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!
Communio (Matth. 21, 13)
Domus mea domus orationis vocabitur, dicit Dominus: in ea omnis, qui petit, accipit; et qui quærit, invenit, et pulsanti aperietur.
«Mein Haus soll heißen: Haus des Gebetes», so spricht der Herr. «Dort empfängt jeder, der bittet; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.»
Postcommunio
Deus, qui de vivis et electis lapidibus æternum majestati tuæ præparas habitaculum: auxiliare populo tuo supplicanti; ut, quod Ecclesiæ tuæ corporalibus proficit spatiis, spiritualibus amplificetur augmentis. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.
Gott, Du bereitest Deiner Majestät eine ewige Wohnung aus lebendigen, auserlesenen Steinen; so hilf Deinem flehenden Volke, und laß Deine Kirche, wie sie sich räumlich entfaltet, auch durch geistiges Wachstum sich weiten. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.











 

Donnerstag, 12. November 2015

Zwei Formen des einen Ritus, oder zwei Riten?

"Diese zwei Ausdrucksformen der "Lex orandi" der Kirche werden aber keineswegs zu einer Spaltung der "Lex credendi" der Kirche führen; denn sie sind zwei Anwendungsformen des einen Römischen Ritus. (...)"
(Moto proprio "summorum pontificum")

Mir fällt es immer sehr schwer, dies zu glauben, wenn ich derartige Bilder sehe:

Ordentliche Form

Außerordentliche Form 

beide Male dieselbe Pfarrkirche. 

Dienstag, 10. November 2015

Islamkunde für Kommunionhelfer und Lektoren

Folgendes war jüngst in den Verkündigungen des Pastoralverbundes Dunkelwald, irgendwo in den tiefen Wäldern unseres Westfalenlandes gelegen, zu lesen:

(...) „Der Islam- eine fundamentalistische Religion oder eine Religion im Dialog?“, - In diesem Jahr ist aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation in der unsere Gemeinden etwas hilflos stehen Frau Hamideh Mohagheghi eingeladen, uns Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Christentum und Islam zu erschließen. Frau Mohagheghi stammt aus dem Iran. Sie ist Muslima und lehrt als wissenschaftliche Mitarbeiterin für islamische Theologie an der Universität in (...)

Dieser Text gehörte zu einer Einladung an die Kommunionhelfer und die Lektoren des Pastoralverbundes zu einem Umerziehungstermin Weiterbildungsabend im Pfarrheim. Nun, vielleicht hätte man besser einen Katechismusabend angeboten. Dann würden nämlich solche Fragen, wie sie vor einiger Zeit ein Kommunionhelfer an den Verfasser dieser Zeilen richtete, nicht mehr vorkommen. Er fragte seinerzeit:
"Du, xy, weißt Du eigentlich, warum wir Kommunionhelfer bei dem neuen Pastor bei der Kommunion keinen Wein zu trinken kriegen?"
Meine Antwort, daß er dort noch niemals Wein zu trinken bekommen habe, verstand er nicht. Als ich es ihm dann genauer erklärte, meinte er nur:
"Ach so, ja aber, das ist ja nur so symbolisch gemeint..."
Auch das mußte ich wieder verneinen, glaube aber, daß die seinerzeitige Laienkatechese meinerseits bei ihm nichts bewirkt hat.

Mittwoch, 4. November 2015

Requiem für alle Armen Seelen

Paderborn, Krypta des Hohen Domes:
Heute um 18.30 Uhr Requiem für alle Armen Seelen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. 






1. Tag des Zornes Schreckensstunde, flammend sinkt die Welt zugrunde *
nach Sybill und Davids Munde.
2. Welch ein Grau‘n wird sein und Beben, wird der Richter niederschweben,
strenge Rechnung zu erheben.
3. Die Posau’n im Wundertone * ruft die Toten jeder Zone *
Aus dem Grab herauf zum Throne.
4. Schaudernd sehen Tod und Leben * sich die Kreatur erheben,
Antwort im Gericht zu geben.
5. Und alsbald wird aufgeschlagen * jenes Buch, wo eingetragen *
Steh’n des Weltgerichtes Klagen.
6. Sitzt der Richter dann und richtet, wird, was dunkel ist, gelichtet,
keine Schuld bleibt ungeschlichtet.
7. Weh, was wird‘ ich Armer sagen, wen um Schutz zu bitten wagen,
da Gerechte selber zagen?
8. König schrecklicher Gewalten, frei ist deiner Gnade Schalten:
Huldvoll wolle mich erhalten!
9. Jesu, uns zum Heil erkoren, denk, für mich wardst du geboren,
laß mich einst nicht geh’n verloren.
10. Hast gesucht mich unter Plagen, bist ans Kreuz für mich geschlagen,
nicht umsonst sei dies getragen!
11. Strenger Richter, laß mich finden * hier Verzeihung meiner Sünden,
eh dein Tag sie wird ergründen!
12. Seufzend steh‘ ich schuldbefangen, Scham bedecket meine Wangen;
Gott, laß Gnade mich erlangen!
13. Du, der einst vergab Marien, der dem Schächer noch verziehen,
Hoffnung hast auch mir verliehen.
14. Zwar nicht würdig ist mein Flehen, doch laß mich Erbarmen sehen,
ew’gem Feuer mich entgehen.
15. Unter deinen treuen Knechten, abgesondert von den Schlechten,
laß mich steh’n zu deiner Rechten.
16. Stürzet dein gerecht‘ Verdammen * die Verworf’nen in die Flammen,
ruf mit Sel’gen mich zusammen.
17. Tiefgebeugt ich zu dir schreie, ganz das Herz zerknirscht von Reue:
sel’ges Ende mir verleihe!
18. Tag der Thränen, Tag der Wehen! Wann der Mensch hervor wird gehen *
Aus dem Staub und Rechnung stehen.
19. Herr, verschone! Gott, verzeihe! Milder Jesu, Herrscher du,
gib den Toten ew’ge Ruh, Amen.