Freitag, 17. Juli 2015

Altenau: Aufstand der Ministranten

Seien wir ehrlich: kennt jemand von uns die kleine bayerische Pfarrkuratie Altenau? Wir alle wohl nicht, und das wäre auch vermutlich so geblieben wenn, ja wenn nicht die dortigen "Meßbuben" sich jetzt auf gleich sogar einen Platz in der "Süddeutschen Zeitung" und diversen anderen Gazetten erobert hätten. Dazu brauchten die Herren Meßdiener nicht einmal viel anzustellen, wie man beim "Kreuzknappen" nachlesen kann. Sie haben ganz einfach im Sinne  des Zweiten Vatikanischen Konziles mündige Katholiken sein wollen und haben als solche dem Herrn Pfarrer gesagt, daß sie in ihren Reihen keine Ministrantinnen haben möchten und ihren Dienst zu quittieren sich gezwungen sähen, wenn er die eine bislang vorhandene Aspirantin in Dienst nehmen sollte. Es bleibt festzustellen, daß, entgegen landläufiger Meinung, Mädchen zum Ministrantendienst neuerdings zugelassen werden können, aber nicht zugelassen werden müssen. Man sage mir jetzt nicht, daß wir ja froh sein müssen, die Mädel zu haben, da wir sonst keine Ministranten hätten. Ich durfte mehrfach beobachten, daß die Zahl der Ministranten erst von jenem Zeitpunkte an abnahm, als die Mädchen kamen. Ich würde mich als 14-jähriger Ministrant auch nicht von einer rumzickenden 17-jährigen Oberministrantin anmaulen lassen.
Das klingt herausfordernd und polarisierend, ich weiß. So soll es aber auch klingen, wir lieben auf dem Dorf eine klare Sprache. Und vor den Jungs aus Altenau ziehe ich hiermit ganz tief den Hut:
Das habt ihr gut gemacht, bleibt standhaft, Jungs!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen