Donnerstag, 19. März 2015

19. März: Fest des Hl. Joseph

Leider ist ja das Fest des Hl. Joseph fast nirgendwo mehr öffentlicher Feiertag. Traurig, daß es auch im Leben der meisten heutigen Pfarrgemeinden keinerlei Rolle mehr spielt. Das soll uns hier aber nicht abhalten, sein Fest gebührend zu begehen. Anbei zwei Lieder aus unserem Diözesangesangbuch (Ausgabe 1874), die aber fast deutschlandweit bekannt sind bzw. waren...


1. Joseph, dem die höchsten Güter Gott der Vater anvertraut,
des Erlösers treuer Hüter,Bräutigam der Gottesbraut.
Du Beschirmer frommer Seelen,die ihr Heil dir anbefehlen,
du, der Kirche Schutzpatron, fleh' für uns an Gottes Thron!

2. Joseph, sieh, von allen Seiten wird die Kirch' des Herrn bedroht;
Satan und sein Anhang streiten wider Gott und sein Gebot!
Blick, o Schutzpatron hernieder,schirm der Kirche Haupt und Glieder:
nimmst du sie in deine Hut, rast umsonst der Feinde Wut.


3. Joseph, führe die Verirrten wieder auf den rechten Pfad.
O, beschütze Herd und Hirten, wenn Gefahr und Drangsal naht.
Schirm der Unschuld zarte Blüten, wenn ringsrum die Stürme wüten,
reich uns deine Vaterhand, wenn wir gehn ins Heimatland!
Text: Duderstadt 1724
Weise: "Alles meinem Gott zu Ehren"



1. Joseph, Davids Sohn geboren, Bräutigam der Jungfrau rein,
Jesus hat dich auserkoren und bestellt zum Vater sein,
treuer Joseph, mir auch biete deine väterliche Hand
und beständiglich behüte mich, dein Kind, vor Sünd uns Schand!

2. Da vom Heilgen Geist empfangen, Gottes Wort in Fleisch sich hüllt,
ward dein Herz vor Angst und Bangen wegen deiner Braut erfüllt,
bis im Traum des Engels Lehre, dich von aller Furcht befreit:
gib, daß sich in Freuden kehre meine Furcht und Traurigkeit!

3. Als die Jungfrau auserkoren in dem Stall zur kalten Nacht
uns das Heil der Welt geboren, hast das Kind du treu bewacht.
Oh, mit welcher Glut der Liebe pflegtest du der Jungfrau Sohn!
Oh, erfleh mir gleiche Triebe, du mein heil'ger Schutzpatron!

4. Als Herodes, zornentzündet, strebte nach des Kindes Tod,
hat's der Engel dir verkündet, dir geholfen aus der Not;
nach Ägypten bist geflohen, mit viel Müh und Traurigkeit:
wenn auch mir Gefahren drohen, sei zu meinem Schutz bereit!

5. Da du nun zurückgekommen aus Ägypten in dein Land,
hast in Nazareth genommen, alte Wohnung, alten Stand;
dieser Ort dem Kind gebühret, das von Lilien wird ernährt:
ach, daß auch mein Herz gezieret wäre dieses Kindes wert!

6. Als zwölfjährig, Gott zu ehren, Jesus in dem Tempel blieb,
suchtest ihn mit heißen Zähren, zeigtest väterliche Lieb;
meine Seel' ich dir befehle, gleiche Treu erzeige mir,
daß ich niemals mich verfehle, meinen Jesus nie verlier!

7. Da nach so vollbrachtem Leben sich der Tod dir stellte ein,
haben liebvoll dich umgeben Jesus und Maria rein:
ach, mit Jesus und Maria, wann ich sterbe, ruf mir zu,
und mit Jesus und Maria führ mich einst zur ew'gen Ruh!

Text: Wilhem Nacatenus, 1662, Fassung aus dem "Sursum Corda", Ausgabe 1874-1948.
Weise: "Nordstern", 1671

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