Freitag, 27. März 2015

Gedächtnis der 7 Schmerzen Mariens

Zum heutigen Tage:

Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen,
als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer, schneidend unter Todesschauer,
jetzt das Schwert des Leidens ging.

Welch ein Schmerz der Auserkornen, da sie sah den Eingebornen,
wie er mit dem Tode rang.
Angst und Jammer, Qual und Bangen, alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.

Ist ein Mensch auf aller Erden, der nicht muß erweichet werden,
wenn er Christi Mutter denkt,
wie sie, ganz von Weh zerschlagen, bleich da steht, oh'n alles Klagen,
nur ins Leid des Sohns versenkt?


Ach, für seiner Brüder Schulden sah sie ihn die Marter dulden,
Geißeln, Dornen, Spott und Hohn;
sah ihn trostlos und verlassen an dem blutgen Kreuz erblassen,
ihren lieben, einz'gen Sohn.

O du Mutter, Brunn der Liebe, mich erfüll mit gleichem Triebe,
daß ich fühl die Schmerzen dein;
daß mein Herz, im Leid entzündet, sich mit deiner Lieb verbindet,
um zu lieben Gott allein.

Drücke deines Sohnes Wunden, so wie du sie selbst empfunden,
heilge Mutter, in mein Herz!
Daß ich weiß, was ich verschuldet, was dein Sohn für mich erduldet,
gib mir Teil an seinem Schmerz!

Laß mich wahrhaft mit dir weinen, mich mit Christi Leid vereinen,
so lang mir das Leben währt!
An dem Kreuz mit dir zu stehen, unverwandt hinaufzusehen,
ist’s, wonach mein Herz begehrt.

O du Jungfrau der Jungfrauen, woll auf mich in Liebe schauen,
daß ich teile deinen Schmerz,
daß ich Christi Tod und Leiden, Marter, Angst und bittres Scheiden
fühle wie dein Mutterherz!

Alle Wunden, ihm geschlagen, Schmach und Kreuz mit ihm zu tragen,
das sei fortan mein Gewinn!
Daß mein Herz, von Lieb entzündet, Gnade im Gerichte findet,
sei du meine Schützerin!

Mach, daß mich sein Kreuz bewache, daß sein Tod mich selig mache,
mich erwärm sein Gnadenlicht,
daß die Seel sich mög erheben frei zu Gott im ewgen Leben,
wann mein sterbend Auge bricht!

Textfassung: Heinrich Bone, Einheitslied für alle Bistümer (ab 1916)



Montag, 23. März 2015

25. März: Mariä Verkündigung

Am 25. März ist das Fest Mariä Verkündigung. 
I. Klasse, Kommemoration des Wochentages, Präfation von der allerseligsten Jungfrau
(et Te in Annuntiatione).

Achtung! Geänderter Meßort in Paderborn: 
18.00 Uhr: Hochamt (vetus ordo) in der Kapuzinerkirche 
(Bildungshaus Liborianum, An den Kapuzinern 5-7) in Paderborn.

Die Kirche liegt in unmittelbarer Nähe zum Dom.




19.30 Uhr: Fastenansprache zum Thema "Leben braucht Orientierung" im Hohen Dom. Referentin: Bettina Schmidt, Gemeindereferentin ausPaderborn.
Die traditionellen Fastenpredigten sind in diesem Jahr durch Ansprachen ersetzt, die mit dem Thema "Fastenzeit" eher wenig zu tun haben und großteils auch durch Zivilpersonen gehalten werden. Nähere Gründe dafür sind mir nicht bekannt.

Donnerstag, 19. März 2015

19. März: Fest des Hl. Joseph

Leider ist ja das Fest des Hl. Joseph fast nirgendwo mehr öffentlicher Feiertag. Traurig, daß es auch im Leben der meisten heutigen Pfarrgemeinden keinerlei Rolle mehr spielt. Das soll uns hier aber nicht abhalten, sein Fest gebührend zu begehen. Anbei zwei Lieder aus unserem Diözesangesangbuch (Ausgabe 1874), die aber fast deutschlandweit bekannt sind bzw. waren...


1. Joseph, dem die höchsten Güter Gott der Vater anvertraut,
des Erlösers treuer Hüter,Bräutigam der Gottesbraut.
Du Beschirmer frommer Seelen,die ihr Heil dir anbefehlen,
du, der Kirche Schutzpatron, fleh' für uns an Gottes Thron!

2. Joseph, sieh, von allen Seiten wird die Kirch' des Herrn bedroht;
Satan und sein Anhang streiten wider Gott und sein Gebot!
Blick, o Schutzpatron hernieder,schirm der Kirche Haupt und Glieder:
nimmst du sie in deine Hut, rast umsonst der Feinde Wut.


3. Joseph, führe die Verirrten wieder auf den rechten Pfad.
O, beschütze Herd und Hirten, wenn Gefahr und Drangsal naht.
Schirm der Unschuld zarte Blüten, wenn ringsrum die Stürme wüten,
reich uns deine Vaterhand, wenn wir gehn ins Heimatland!
Text: Duderstadt 1724
Weise: "Alles meinem Gott zu Ehren"



1. Joseph, Davids Sohn geboren, Bräutigam der Jungfrau rein,
Jesus hat dich auserkoren und bestellt zum Vater sein,
treuer Joseph, mir auch biete deine väterliche Hand
und beständiglich behüte mich, dein Kind, vor Sünd uns Schand!

2. Da vom Heilgen Geist empfangen, Gottes Wort in Fleisch sich hüllt,
ward dein Herz vor Angst und Bangen wegen deiner Braut erfüllt,
bis im Traum des Engels Lehre, dich von aller Furcht befreit:
gib, daß sich in Freuden kehre meine Furcht und Traurigkeit!

3. Als die Jungfrau auserkoren in dem Stall zur kalten Nacht
uns das Heil der Welt geboren, hast das Kind du treu bewacht.
Oh, mit welcher Glut der Liebe pflegtest du der Jungfrau Sohn!
Oh, erfleh mir gleiche Triebe, du mein heil'ger Schutzpatron!

4. Als Herodes, zornentzündet, strebte nach des Kindes Tod,
hat's der Engel dir verkündet, dir geholfen aus der Not;
nach Ägypten bist geflohen, mit viel Müh und Traurigkeit:
wenn auch mir Gefahren drohen, sei zu meinem Schutz bereit!

5. Da du nun zurückgekommen aus Ägypten in dein Land,
hast in Nazareth genommen, alte Wohnung, alten Stand;
dieser Ort dem Kind gebühret, das von Lilien wird ernährt:
ach, daß auch mein Herz gezieret wäre dieses Kindes wert!

6. Als zwölfjährig, Gott zu ehren, Jesus in dem Tempel blieb,
suchtest ihn mit heißen Zähren, zeigtest väterliche Lieb;
meine Seel' ich dir befehle, gleiche Treu erzeige mir,
daß ich niemals mich verfehle, meinen Jesus nie verlier!

7. Da nach so vollbrachtem Leben sich der Tod dir stellte ein,
haben liebvoll dich umgeben Jesus und Maria rein:
ach, mit Jesus und Maria, wann ich sterbe, ruf mir zu,
und mit Jesus und Maria führ mich einst zur ew'gen Ruh!

Text: Wilhem Nacatenus, 1662, Fassung aus dem "Sursum Corda", Ausgabe 1874-1948.
Weise: "Nordstern", 1671

Mittwoch, 18. März 2015

Mittwoch nach dem 4. Fastensonntag

Mittwoch nach dem 4. Fastensonntag, III. Klasse, Präfation für die Fastenzeit.  In Konvent und Stillmessen Kommemoration des Hl. Cyrill von Jerusalem.     


18.00 Uhr: Hl. Messe (vetus ordo) in der Krypta des Hohen Domes in Paderborn.

19.30 Uhr: Fastenansprache zum Thema "Leben braucht Begleiter" im Hohen Dom. Referent: Marcel Bohnenkamp, Bahnhofsmission Bielefeld.

Die traditionellen Fastenpredigten sind in diesem Jahr durch Ansprachen ersetzt, die mit dem Thema "Fastenzeit" eher wenig zu tun haben und großteils auch durch Zivilpersonen gehalten werden. Nähere Gründe dafür sind mir nicht bekannt.


Cyrill von Jerusalem

S. Cyrillus, Ep. Hierosol. et Doctor Ecclesiae, (18. März). Dieser hl. Cyrillus, Bischof (Patriarch) von Jerusalem und Kirchenlehrer, wurde gegen das J. 315 zu Jerusalem oder doch in der Umgegend dieser Stadt geboren und verlegte sich frühzeitig auf das Studium der heil. Schriften, mit denen er solche Vertrautheit hatte, daß seine Reden viele Anspielungen auf verschiedene Stellen derselben enthalten. Vom Bischofe Maximus im Jahre 345 zum Priester geweiht, erhielt er den Auftrag, dem Volke das Wort Gottes vorzutragen und jene, die sich zum Empfange der heil. Taufe vorbereiteten, zu unterweisen. Mehrere Jahre versah Cyrillus das Amt eines Katecheten, bis er um das Jahr 350 dem Bischofe Maximus auf dem bischöflichen Stuhle von Jerusalem nachfolgte. Der Anfang seines Episkopats ist in der Geschichte durch das Wunder der Erscheinung eines großen Lichtkreuzes, welches sich vom Kalvarienberge bis zum Oelgarten verbreitete, berühmt, und sollte di


Cyrill von Jerusalem

S. Cyrillus, Ep. Hierosol. et Doctor Ecclesiae, (18. März). Dieser hl. Cyrillus, Bischof (Patriarch) von Jerusalem und Kirchenlehrer, wurde gegen das J. 315 zu Jerusalem oder doch in der Umgegend dieser Stadt geboren und verlegte sich frühzeitig auf das Studium der heil. Schriften, mit denen er solche Vertrautheit hatte, daß seine Reden viele Anspielungen auf verschiedene Stellen derselben enthalten. Vom Bischofe Maximus im Jahre 345 zum Priester geweiht, erhielt er den Auftrag, dem Volke das Wort Gottes vorzutragen und jene, die sich zum Empfange der heil. Taufe vorbereiteten, zu unterweisen. Mehrere Jahre versah Cyrillus das Amt eines Katecheten, bis er um das Jahr 350 dem Bischofe Maximus auf dem bischöflichen Stuhle von Jerusalem nachfolgte. Der Anfang seines Episkopats ist in der Geschichte durch das Wunder der Erscheinung eines großen Lichtkreuzes, welches sich vom Kalvarienberge bis zum Oelgarten verbreitete, berühmt, und sollte di

Cyrill von Jerusalem

S. Cyrillus, Ep. Hierosol. et Doctor Ecclesiae, (18. März). Dieser hl. Cyrillus, Bischof (Patriarch) von Jerusalem und Kirchenlehrer, wurde gegen das J. 315 zu Jerusalem oder doch in der Umgegend dieser Stadt geboren und verlegte sich frühzeitig auf das Studium der heil. Schriften, mit denen er solche Vertrautheit hatte, daß seine Reden viele Anspielungen auf verschiedene Stellen derselben enthalten. Vom Bischofe Maximus im Jahre 345 zum Priester geweiht, erhielt er den Auftrag, dem Volke das Wort Gottes vorzutragen und jene, die sich zum Empfange der heil. Taufe vorbereiteten, zu unterweisen. Mehrere Jahre versah Cyrillus das Amt eines Katecheten, bis er um das Jahr 350 dem Bischofe Maximus auf dem bischöflichen Stuhle von Jerusalem nachfolgte. Der Anfang seines Episkopats ist in der Geschichte durch das Wunder der Erscheinung eines großen Lichtkreuzes, welches sich vom Kalvarienberge bis zum Oelgarten verbreitete, berühmt, und sollte dieses Wunder dem hl. Bischof offenbar zeigen, daß die Leidensnachfolge des obersten Hirten der Völker, der zu Jerusalem das schwere Kreuz getragen hat, sein Antheil werden und er seinerseits Trost im Kreuze suchen soll. Und ein aus dem Kreuze geschöpfter Muth war ihm auch nothwendig vom Anfange bis zum Ende seiner bischöflichen Laufbahn, die eine überaus leidensvolle war. Schon seine Erhebung auf den bischöflichen Stuhl von Jerusalem wurde von seinen Feinden als unrechtmäßig angegriffen, wofür er jedoch später den Trost hatte, seine Wahl von der zweiten ökumenischen Synode zu Constantinopel (381) anerkannt zu sehen. Er mußte, der Gewalt weichend, seinen Bischofssitz verlassen, wahrte jedoch sein Recht durch die Berufung auf ein allgemeines Concil, und erhielt gastfreundliche Aufnahme beim Bischofe Silvanus von Tarsus. Die Synode von Seleucia, auf der über 160 Bischöfe versammelt waren, sprach zu seinen Gunsten, und er konnte aus der Verbannung zurückkehren, während sein Feind, Bischof Acacius von Cäsarea, abgesetzt wurde; allein dieser eilte an den Hof des arianischgesinnten Kaisers Constantius, und erwirkte einen neuen Verbannungsbefehl gegen ihn. Durch Decret seines Nachfolgers, des Apostaten Julian, kehrte Cyrillus nach Jerusalem zurück, und war hier Augenzeuge, wie Gott die Plane seiner Feinde vereitelte. Denn als auf die Einladung des Kaisers Julian die Juden nach Jerusalem eilten und die heil. Stadt wieder aufbauen wollten, brachen beim Legen der Fundamente Feuerflammen aus der Erde und vereitelten das Unternehmen. Während der kurzen Regierung des Kaisers Jovian blieb der hl. Cyrillus ungestört bei seiner Heerde; aber unter seinem Nachfolger, dem Arianer Valens, der alle von Constantius verbannten oder abgesetzten Bischöfe wieder verbannte oder absetzte, wurde auch er zum drittenmal ins Exil geschickt (367), das bis zum Todesjahr des Kaisers Valens (368) dauerte. Endlich konnte er unter Kaiser Gratian wieder zu seiner Heerde zurückkehren und an derselben nach Kräften für die Erhaltung des Friedens arbeiten. Zum letzten Male zeigt ihn die Geschichte auf der obenerwähnten zweiten allgemeinen Synode , die im Jahre 381 zu Constantinopel wider die Semiarianer und Macedonianer gehalten wurde, und erfolgte nach gewöhnlicher Angabe sein Tod am 18. März 386, nachdem er seiner Kirche 35 Jahre vorgestanden, von denen er 19 auf seinem Sitze zu Jerusalem und 16 im Exil zugebracht hatte. Wo er während der letzten 11 Jahre seiner Verbannung gelebt hatte, ist unbekannt. Die Griechen und Lateiner verehren ihn am 18. März, welcher sein Sterbetag war. Unter seinen hinterlassenen Schriften sind die Katechesen, die er an die Taufkandidaten hielt, die berühmtesten.


Cyrill von Jerusalem

S. Cyrillus, Ep. Hierosol. et Doctor Ecclesiae, (18. März). Dieser hl. Cyrillus, Bischof (Patriarch) von Jerusalem und Kirchenlehrer, wurde gegen das J. 315 zu Jerusalem oder doch in der Umgegend dieser Stadt geboren und verlegte sich frühzeitig auf das Studium der heil. Schriften, mit denen er solche Vertrautheit hatte, daß seine Reden viele Anspielungen auf verschiedene Stellen derselben enthalten. Vom Bischofe Maximus im Jahre 345 zum Priester geweiht, erhielt er den Auftrag, dem Volke das Wort Gottes vorzutragen und jene, die sich zum Empfange der heil. Taufe vorbereiteten, zu unterweisen. Mehrere Jahre versah Cyrillus das Amt eines Katecheten, bis er um das Jahr 350 dem Bischofe Maximus auf dem bischöflichen Stuhle von Jerusalem nachfolgte. Der Anfang seines Episkopats ist in der Geschichte durch das Wunder der Erscheinung eines großen Lichtkreuzes, welches sich vom Kalvarienberge bis zum Oelgarten verbreitete, berühmt, und sollte dieses Wunder dem hl. Bischof offenbar zeigen, daß die Leidensnachfolge des obersten Hirten der Völker, der zu Jerusalem das schwere Kreuz getragen hat, sein Antheil werden und er seinerseits Trost im Kreuze suchen soll. Und ein aus dem Kreuze geschöpfter Muth war ihm auch nothwendig vom Anfange bis zum Ende seiner bischöflichen Laufbahn, die eine überaus leidensvolle war. Schon seine Erhebung auf den bischöflichen Stuhl von Jerusalem wurde von seinen Feinden als unrechtmäßig angegriffen, wofür er jedoch später den Trost hatte, seine Wahl von der zweiten ökumenischen Synode zu Constantinopel (381) anerkannt zu sehen. Er mußte, der Gewalt weichend, seinen Bischofssitz verlassen, wahrte jedoch sein Recht durch die Berufung auf ein allgemeines Concil, und erhielt gastfreundliche Aufnahme beim Bischofe Silvanus von Tarsus. Die Synode von Seleucia, auf der über 160 Bischöfe versammelt waren, sprach zu seinen Gunsten, und er konnte aus der Verbannung zurückkehren, während sein Feind, Bischof Acacius von Cäsarea, abgesetzt wurde; allein dieser eilte an den Hof des arianischgesinnten Kaisers Constantius, und erwirkte einen neuen Verbannungsbefehl gegen ihn. Durch Decret seines Nachfolgers, des Apostaten Julian, kehrte Cyrillus nach Jerusalem zurück, und war hier Augenzeuge, wie Gott die Plane seiner Feinde vereitelte. Denn als auf die Einladung des Kaisers Julian die Juden nach Jerusalem eilten und die heil. Stadt wieder aufbauen wollten, brachen beim Legen der Fundamente Feuerflammen aus der Erde und vereitelten das Unternehmen. Während der kurzen Regierung des Kaisers Jovian blieb der hl. Cyrillus ungestört bei seiner Heerde; aber unter seinem Nachfolger, dem Arianer Valens, der alle von Constantius verbannten oder abgesetzten Bischöfe wieder verbannte oder absetzte, wurde auch er zum drittenmal ins Exil geschickt (367), das bis zum Todesjahr des Kaisers Valens (368) dauerte. Endlich konnte er unter Kaiser Gratian wieder zu seiner Heerde zurückkehren und an derselben nach Kräften für die Erhaltung des Friedens arbeiten. Zum letzten Male zeigt ihn die Geschichte auf der obenerwähnten zweiten allgemeinen Synode , die im Jahre 381 zu Constantinopel wider die Semiarianer und Macedonianer gehalten wurde, und erfolgte nach gewöhnlicher Angabe sein Tod am 18. März 386, nachdem er seiner Kirche 35 Jahre vorgestanden, von denen er 19 auf seinem Sitze zu Jerusalem und 16 im Exil zugebracht hatte. Wo er während der letzten 11 Jahre seiner Verbannung gelebt hatte, ist unbekannt. Die Griechen und Lateiner verehren ihn am 18. März, welcher sein Sterbetag war. Unter seinen hinterlassenen Schriften sind die Katechesen, die er an die Taufkandidaten hielt, die berühmtesten.


Cyrill von Jerusalem

S. Cyrillus, Ep. Hierosol. et Doctor Ecclesiae, (18. März). Dieser hl. Cyrillus, Bischof (Patriarch) von Jerusalem und Kirchenlehrer, wurde gegen das J. 315 zu Jerusalem oder doch in der Umgegend dieser Stadt geboren und verlegte sich frühzeitig auf das Studium der heil. Schriften, mit denen er solche Vertrautheit hatte, daß seine Reden viele Anspielungen auf verschiedene Stellen derselben enthalten. Vom Bischofe Maximus im Jahre 345 zum Priester geweiht, erhielt er den Auftrag, dem Volke das Wort Gottes vorzutragen und jene, die sich zum Empfange der heil. Taufe vorbereiteten, zu unterweisen. Mehrere Jahre versah Cyrillus das Amt eines Katecheten, bis er um das Jahr 350 dem Bischofe Maximus auf dem bischöflichen Stuhle von Jerusalem nachfolgte. Der Anfang seines Episkopats ist in der Geschichte durch das Wunder der Erscheinung eines großen Lichtkreuzes, welches sich vom Kalvarienberge bis zum Oelgarten verbreitete, berühmt, und sollte dieses Wunder dem hl. Bischof offenbar zeigen, daß die Leidensnachfolge des obersten Hirten der Völker, der zu Jerusalem das schwere Kreuz getragen hat, sein Antheil werden und er seinerseits Trost im Kreuze suchen soll. Und ein aus dem Kreuze geschöpfter Muth war ihm auch nothwendig vom Anfange bis zum Ende seiner bischöflichen Laufbahn, die eine überaus leidensvolle war. Schon seine Erhebung auf den bischöflichen Stuhl von Jerusalem wurde von seinen Feinden als unrechtmäßig angegriffen, wofür er jedoch später den Trost hatte, seine Wahl von der zweiten ökumenischen Synode zu Constantinopel (381) anerkannt zu sehen. Er mußte, der Gewalt weichend, seinen Bischofssitz verlassen, wahrte jedoch sein Recht durch die Berufung auf ein allgemeines Concil, und erhielt gastfreundliche Aufnahme beim Bischofe Silvanus von Tarsus. Die Synode von Seleucia, auf der über 160 Bischöfe versammelt waren, sprach zu seinen Gunsten, und er konnte aus der Verbannung zurückkehren, während sein Feind, Bischof Acacius von Cäsarea, abgesetzt wurde; allein dieser eilte an den Hof des arianischgesinnten Kaisers Constantius, und erwirkte einen neuen Verbannungsbefehl gegen ihn. Durch Decret seines Nachfolgers, des Apostaten Julian, kehrte Cyrillus nach Jerusalem zurück, und war hier Augenzeuge, wie Gott die Plane seiner Feinde vereitelte. Denn als auf die Einladung des Kaisers Julian die Juden nach Jerusalem eilten und die heil. Stadt wieder aufbauen wollten, brachen beim Legen der Fundamente Feuerflammen aus der Erde und vereitelten das Unternehmen. Während der kurzen Regierung des Kaisers Jovian blieb der hl. Cyrillus ungestört bei seiner Heerde; aber unter seinem Nachfolger, dem Arianer Valens, der alle von Constantius verbannten oder abgesetzten Bischöfe wieder verbannte oder absetzte, wurde auch er zum drittenmal ins Exil geschickt (367), das bis zum Todesjahr des Kaisers Valens (368) dauerte. Endlich konnte er unter Kaiser Gratian wieder zu seiner Heerde zurückkehren und an derselben nach Kräften für die Erhaltung des Friedens arbeiten. Zum letzten Male zeigt ihn die Geschichte auf der obenerwähnten zweiten allgemeinen Synode , die im Jahre 381 zu Constantinopel wider die Semiarianer und Macedonianer gehalten wurde, und erfolgte nach gewöhnlicher Angabe sein Tod am 18. März 386, nachdem er seiner Kirche 35 Jahre vorgestanden, von denen er 19 auf seinem Sitze zu Jerusalem und 16 im Exil zugebracht hatte. Wo er während der letzten 11 Jahre seiner Verbannung gelebt hatte, ist unbekannt. Die Griechen und Lateiner verehren ihn am 18. März, welcher sein Sterbetag war. Unter seinen hinterlassenen Schriften sind die Katechesen, die er an die Taufkandidaten hielt, die berühmtesten.


Cyrill von Jerusalem

S. Cyrillus, Ep. Hierosol. et Doctor Ecclesiae, (18. März). Dieser hl. Cyrillus, Bischof (Patriarch) von Jerusalem und Kirchenlehrer, wurde gegen das J. 315 zu Jerusalem oder doch in der Umgegend dieser Stadt geboren und verlegte sich frühzeitig auf das Studium der heil. Schriften, mit denen er solche Vertrautheit hatte, daß seine Reden viele Anspielungen auf verschiedene Stellen derselben enthalten. Vom Bischofe Maximus im Jahre 345 zum Priester geweiht, erhielt er den Auftrag, dem Volke das Wort Gottes vorzutragen und jene, die sich zum Empfange der heil. Taufe vorbereiteten, zu unterweisen. Mehrere Jahre versah Cyrillus das Amt eines Katecheten, bis er um das Jahr 350 dem Bischofe Maximus auf dem bischöflichen Stuhle von Jerusalem nachfolgte. Der Anfang seines Episkopats ist in der Geschichte durch das Wunder der Erscheinung eines großen Lichtkreuzes, welches sich vom Kalvarienberge bis zum Oelgarten verbreitete, berühmt, und sollte dieses Wunder dem hl. Bischof offenbar zeigen, daß die Leidensnachfolge des obersten Hirten der Völker, der zu Jerusalem das schwere Kreuz getragen hat, sein Antheil werden und er seinerseits Trost im Kreuze suchen soll. Und ein aus dem Kreuze geschöpfter Muth war ihm auch nothwendig vom Anfange bis zum Ende seiner bischöflichen Laufbahn, die eine überaus leidensvolle war. Schon seine Erhebung auf den bischöflichen Stuhl von Jerusalem wurde von seinen Feinden als unrechtmäßig angegriffen, wofür er jedoch später den Trost hatte, seine Wahl von der zweiten ökumenischen Synode zu Constantinopel (381) anerkannt zu sehen. Er mußte, der Gewalt weichend, seinen Bischofssitz verlassen, wahrte jedoch sein Recht durch die Berufung auf ein allgemeines Concil, und erhielt gastfreundliche Aufnahme beim Bischofe Silvanus von Tarsus. Die Synode von Seleucia, auf der über 160 Bischöfe versammelt waren, sprach zu seinen Gunsten, und er konnte aus der Verbannung zurückkehren, während sein Feind, Bischof Acacius von Cäsarea, abgesetzt wurde; allein dieser eilte an den Hof des arianischgesinnten Kaisers Constantius, und erwirkte einen neuen Verbannungsbefehl gegen ihn. Durch Decret seines Nachfolgers, des Apostaten Julian, kehrte Cyrillus nach Jerusalem zurück, und war hier Augenzeuge, wie Gott die Plane seiner Feinde vereitelte. Denn als auf die Einladung des Kaisers Julian die Juden nach Jerusalem eilten und die heil. Stadt wieder aufbauen wollten, brachen beim Legen der Fundamente Feuerflammen aus der Erde und vereitelten das Unternehmen. Während der kurzen Regierung des Kaisers Jovian blieb der hl. Cyrillus ungestört bei seiner Heerde; aber unter seinem Nachfolger, dem Arianer Valens, der alle von Constantius verbannten oder abgesetzten Bischöfe wieder verbannte oder absetzte, wurde auch er zum drittenmal ins Exil geschickt (367), das bis zum Todesjahr des Kaisers Valens (368) dauerte. Endlich konnte er unter Kaiser Gratian wieder zu seiner Heerde zurückkehren und an derselben nach Kräften für die Erhaltung des Friedens arbeiten. Zum letzten Male zeigt ihn die Geschichte auf der obenerwähnten zweiten allgemeinen Synode , die im Jahre 381 zu Constantinopel wider die Semiarianer und Macedonianer gehalten wurde, und erfolgte nach gewöhnlicher Angabe sein Tod am 18. März 386, nachdem er seiner Kirche 35 Jahre vorgestanden, von denen er 19 auf seinem Sitze zu Jerusalem und 16 im Exil zugebracht hatte. Wo er während der letzten 11 Jahre seiner Verbannung gelebt hatte, ist unbekannt. Die Griechen und Lateiner verehren ihn am 18. März, welcher sein Sterbetag war. Unter seinen hinterlassenen Schriften sind die Katechesen, die er an die Taufkandidaten hielt, die berühmtesten.


Dienstag, 17. März 2015

17. März: Hl. Gertrud von Nivelles

Die Hl. Gertrud von Nivelles wurde 626 geboren. Ihre Eltern waren Pippin der Ältere (580-640), der Stammvater der Karolinger, und Iduberga (Ida, Itta, + 652), eine französische Herzogstocher. Auch ihre Mutter und die Geschwister Begga (+ 694) und Allowin (Ordensname: Bavo, + 653) gelangten zur Ehre der Altäre. Gertrud lehnte eine Heirat ab und wurde 652 Äbtissin des Klosters von Nivelles in Belgien, Gründung und Witwensitz ihrer Mutter. Selbst hoch gebildet, bemühte sich Gertrud um die Mädchenbildung, ließ liturgische Bücher aus Rom kommen und berief irische Mönche als Theologen. Gertrud von Nivelles starb am 17. März 655.

Nach der Überlieferung vertrieb sie durch ihr Gebet Mäuse und Ratten und rettete dadurch eine Ernte. Eine Ballade aus dem 14. Jahrhundert erzählt, Gertrud habe einen Ritter, der sich dem Teufel verschrieben hatte, gerettet, indem sie ihm Johanneswein reichte. Dieser Wein wurde am Tag des Evangelisten Johannes (27. Dezember) vom Priester gesegnet. Mit dem Genuß verband sich der Glaube, Johannesminne helfe gegen alles Böse, wie Zauberei, Gespenster, Hexen und den Teufel. Auch weitere wunderbare Begebenheiten wurden ihr nachgesagt: Sie rettete ihr Kloster vor einer Feuersbrunst, heilte Lahme und Blinde und erweckte ein ertrunkenes Kind zum Leben.

Ihr Fest wird am 17. März gefeiert. Im Mittelalter wurden häufig Spitäler nach ihr benannt, da sie für Kranke, Pilger und Gefangene sorgte. Man schrieb ihr die Beherbergung der Seelen nach dem Tod zu, ehe sie der hl. Michael wog.
Darstellungen zeigen die Hl. Gertrud als Äbtissin mit einem Stab, auf den Mäuse (auch als Symbol des Teufels gedeutet) klettern, mit Spinnrocken oder Katze.

Die hl. Gertrud ist die Patronin der Armen, der Feld- und Gartenfrüchte, Gärtner, Gefangenen, Herbergen, Krankenhäuser, Pilger, Reisenden und Witwen; gegen Fieber, Ratten- und Mäuseplage.

Bräuche haben mit der Legende zu tun, dass Gertruds Gebet Mäuse und Ratten vertrieb. Gertrudiswasser und Gertrudiszettel sollten Schädlinge von den Feldern fernhalten. „Zu Gertrud beißt die Maus den Spinnfaden ab“, sagte man, um zu betonen, daß die Zeit der Winterarbeit im Haus vorbei war und die Feldarbeit begann. Oder auch: „Gertraud führt die Kuh zum Kraut, das Ross zum Zug, die Bienen zum Flug“. An ihrem Tag gesegneten Wein, die Gertrudenminne, trank man beim Abschiednehmen oder zur Versöhnung. Das Gertrudenbüchlein erreichte im 17. und 18. Jahrhundert hohe Auflagen als Andachtsbuch. Da sie auf dessen Titelbild ein Kleid mit Zauberzeichen trug, fand es auch Verwendung als Zauberbuch zum Schatzheben und für Beschwörungen.

Quellen:
Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 276 f.
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin 1927/1987. Bd 3 /Sp. 699 f.
Hiltgart L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Stuttgart 1970. S. 228f.
Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen (Bearb. Josef Gelmi). Innsbruck 1988. S. 319f.
Alle heiligen Zeiten. Lieder und Texte im Jahreskreis. Atzenbrugg 2010

Mittwoch, 11. März 2015

Mittwoch nach dem 3. Fastensonntag

Mittwoch nach dem 3. Fastensonntag, III. Klasse, Präfation für die Fastenzeit.      


18.00 Uhr: Hl. Messe (vetus ordo) in der Krypta des Hohen Domes in Paderborn.

19.30 Uhr: Fastenpredigt zum Thema "Leben braucht Heimat" im Hohen Dom. Prediger: Diakon Heine, Rüthen.



Mittwoch, 4. März 2015

Mittwoch nach dem 2. Fastensonntag


Mittwoch nach dem 2. Fastensonntag, III. Klasse.      
In Konvent- und stillen Messen Kommemoration des Hl. Casimir (III. Klasse) und des Hl. Papstes Lucius (IV. Klasse). 

18.00 Uhr: Hl. Messe (vetus ordo) in der Krypta des Hohen Domes in Paderborn.

19.30 Uhr: Fastenpredigt zum Thema "Leben braucht Teilhabe" im Hohen Dom. Prediger: H.H. Pfarrer Schocke, Dortmund.