Mittwoch, 25. Februar 2015

Quatember-Mittwoch


Quatember-Mittwoch in der Fastenzeit. 
18.00 Uhr Hl. Messe (vetus ordo) in der Krypta des Hohen Domes in Paderborn.

19.30 Uhr im Dom Fastenansprache zum Thema "Leben braucht Schutz" von Brigitte Badke, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Tobit Paderborn und Mitarbeiterin im Sozialdienst des Hospizes "Mutter der Barmherzigkeit" in Paderborn.

Die Quatember sind jährlich viermal drei Tage (Quatembermittwoch, der Quatemberfreitag und der Quatembersamstag), welche am Beginn der vier Jahreszeiten liegen: Die Winterquatember werden nach dem 3. Adventssonntag, die Frühlingsquatember nach dem 1. Fastensonntag, die Sommerquatember in der Pfingstwoche und die Herbstquatember nach dem 3. Sonntag im September gefeiert. Ein alter Merkspruch lautet: „Nach Asche, Pfingsten, Kreuz (Kreuz-erhöhung, 14. September), Luzei (Fest der hl. Luzia, 13. Dezember) gedenke, dass Quatember sei.“

Die Einführung der Quatembertage geht auf den hl. Papst Calixtus I. († 222) zurück, der dadurch die apostolische Überlieferung des Fastens am Mittwoch, Freitag und Samstag bewahren wollte.

Es gab zuerst nur drei Quatemberzeiten, die nach den drei Ernten von Getreide, Öl und Wein als Erntedankfest gefeiert wurden.  Der hl. Papst Leo der Große († 461) fügte die Quatembertage in der Fastenzeit hinzu.

Die liturgischen Wurzeln der Quatemberfeier reichen bis ins Alte Testament zurück und sind stark von uralten jüdischen Festen und Bräuchen geprägt. Insbesondere die Herbstquatember haben bis heute den Charakter einer Erntedankfeier bewahrt.

Früher brachten die Gläubigen an den Quatembertagen ihren Zehnten als Opfer für die Kirche und für die Armen dar. Einen bleibenden Sinn haben die Quatembertage auch heute, wenn sie für uns durch Fasten und Almosen Tage der Läuterung und geistlichen Erneuerung sind.

Seit dem hl. Papst Gelasius I. († 496) wurde es üblich, die Feier der Quatember mit der Spendung der heiligen Weihen zu verbinden. Am Quatembermittwoch fand in Rom der Stationsgottesdienst stets in  Santa Maria Maggiore statt, um die Weihekandidaten dem Schutze Mariens zu empfehlen. 

Der gleiche Ritus wiederholte sich am Quatemberfreitag in der Kirche der hll. Zwölf Apostel, in der die Gebeine der hll. Apostel Philippus und Jakobus ruhen. Hier wurden die Weihekandidaten jenen Heiligen empfohlen, deren Stelle sie auf Erden zu vertreten hätten.

Den Abschluß fand die Quatemberwoche mit einer Vigil am Grab des hl. Apostels Petrus. Dies sollte an die Nacht erinnern, die Christus vor der Wahl seiner Apostel betend auf dem Berge verbracht hat.  Noch heute legt es sich nahe, gerade an diesen Tagen besonders für die Priester und um geistliche Berufungen zu beten.




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