Mittwoch, 12. November 2014

Jugendhaus Hardehausen

Das Jugendhaus Hardehausen, untergebracht im dortigen, einstigen Zisterzienserkloster, möchte seine aus den 1960ger Jahren stammende Kirche umgestalten. Die romanische Klosterkirche fiel leider nach der Säkularisation preußischer Barbarei zum Opfer.
Die jetzige Kirche in Hardehausen ist gewiß nicht schön, aber sie hat wenigstens den Vorteil, noch einen erhöhten Chrobereich und einen vernünftigen, genügend großen Altar zu haben. Das wird nach einem Umbau gewißlich nicht mehr so sein, die Lage wird sich also weiter verschlechtern. Wenn ich mir das Planbild anschaue, überkommt mich das Gruseln. Der vorgebaute "Betonraum" scheint mir in die Grundfläche der mittelalterlichen Klosterkirche (also in einen archäologisch schützenswerten Bereich) hineinzuragen. Zudem steht in unmittelbarer Nähe die mittelalterliche und architektonisch seltene Michaelskapelle ("Arme-Seelen-Kapelle") mit Beinhaus. Beton meets Gothic? Na Mahlzeit. Das ganze sieht nach arger Geldverbrennerei aus.
Über die geistliche bzw. liturgische Notwendigkeit eines solchen Umbaus will ich mich hier nicht auslassen, das ist an anderer Stelle bereits ganz trefflich geschehen.

1 Kommentar:

  1. Der Architekt hat, wie man seiner Homepage entnehmen kann, auch schon das "Forum St. Liborius" in Paderborn hinter der Gaukirche sowie die Renovierung im Hildesheimer Dom mit zu verantworten…
    Statt "Beton meets Gothik" könnte man auch sagen "Alt meets Häßlich".

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