Freitag, 28. November 2014

Islam erobert europäischen Fußball

Die schleichende Islamisierung des ehemals christlichen Abendlandes geht munter weiter. Mehr dazu gibt es beim Kreuzknappen zu lesen.

Montag, 24. November 2014

Taufgedenken in der pastoralen Praxis

Taufandenken sind im heutigen Devotionalienhandel nicht immer einfach zu bekommen. Auch ist das Gedächtnis an die eigene Taufe bei den meisten Christen nicht (mehr) sehr ausgeprägt. Dieser Tage fiel mir nun ein recht schönes Taufandenken in die Hände, welches sich leicht reproduzieren läßt und durch seine hübsche Gestaltung besticht. Es sei der Leserschaft daher nicht vorenthalten. 


Donnerstag, 20. November 2014

Anregungen für die Ministrantenpastoral

Für die Ministrantenarbeit nicht unentbehrlich, aber, wie ich finde, sehr hilfreich:

http://www.catholicextension.org/blog/2014/10/16/father-peter-1943-cutouts-booklet-catholic-extension

Und so sieht es dann aus, wenn man in die praktische Anwendung einsteigt:

http://offerimustibidomine.blogspot.de/2014/11/in-strict-agreement-with-all-rules-of.html


Mittwoch, 19. November 2014

Der Mond ist aufgegangen: Totengebet modern

Totenbeten war in unserem kleinen, abgeschiedenen Dorfe eigentlich immer ganz einfach: Bis es 1966 eine Totenhalle an der Kirche gab, betete man an den drei Abenden vor der Beerdigung im Trauerhaus mit den Nachbarn am Sarge den schmerzhaften Rosenkranz, gefolgt vom Ame-Seelen-Gesätz*. 
Mit Einführung besagter Totenhalle wurde das Beten in die Kirche verlegt, erfolgte aber nur noch einmal am Abend vor dem Begräbnis. Als Ende der 1990iger Jahre die Vorbeterin, bei der das Beten auch "bestellt" wurde, verstarb, verschäfte sich die Situation. Man suchte nicht nach einer Nachfolgerin, sondern  einige Damen des "Müttervorstandes" übernahmen das Geschäft. Ab sofort wurde kreativ gestaltet: Gesätze wurden nur halb gebetet, Lieder eingestreut, etc. Besagtes Arme-Seelen-Gesätz war ab sofort tabu. Vor etwa 3 Jahren nun wurde das Totenbeten durch eine im Orte wohnende studierte Theologin und Organistin, sowie durch einige ihrer Bekannten übernommen. Seither sinkt das Niveau bedenklich. Statt für den Verstorbenen zu beten, ergeht man sich großteils in meditativen, aber bedeutungslosen Texten. Der Rosenkranz wird überhaupt nicht mehr gebetet, da ihn "die Leute als langweilig empfinden und das so ja auch schöner ist, mit mehr Abwechslung." Aha. Gestern nun war wieder Totenbeten. Mit 90 Jahren war mein Nachbar und unser aller Gastwirt in die Ewigkeit gegangen, der übrigens Zeit seines Lebens trotz der Gastwirtschaft nie in der Kirche fehlte.
Schon vor Beginn der "Veranstaltung" hatte der "große Plumps" stattgefunden. Die kirchlich nicht mehr sozialisierte Familie und Verwandschaft sowie der Rest der nicht gerade zahlreichen AnwesendInnen hatte sich gesetzt und blieb auch während des gesamten Totenbetens einschließlich des Singens bequem sitzen. Zwischen Altar und Tabernakel stand auf einer Staffelei ein riesiges Photo des Verblichenen, angestrahlt von einem Bodenscheinwerfer. Das ist so eine Masche unseres neuen Beerdigungsunternehmers, mit der er den rührselig veranlagten Leuten ohne liturgischen Sensus das Geld aus der Tasche zieht. 
So jagte nun eine Meditation über Leben und Leben lassen und Abschied nehmen die andere. Besonders unangenehm ist folgendes: die Theologen-Organistin und ihre Gehilfin nehmen ein Funk-Microphon mit auf die Orgelbühne und beten von dort oben. So wird man des Vorbeters nicht ansichtig, die Stimme kommt "aus dem off" und man meint die ganze Zeit, eine stimmungsvolle Radiosendung zu hören. Schlimm. Obwohl das neue Gotteslob in hiesiger Erzdiözese über einen gut sortierten Diözesananhang mit Arme-Seelen-Liedern verfügt, wurden sie bis auf das unvermeidliche "Wir sind nur Gast auf Erden" nicht mehr gesungen. Dafür erprobte die theologisch vorgebildete Organistin zwei neue merkwürdige Lieder aus dem Stammteil, die keiner konnte und mitsang. Gesang kam sowieso nur von der Restgemeinde, die Anverwandtschaft saß und schwieg vor sich hin. "Jesu Dir leb ich", war wahrscheinlich als Zuckerstückchen für die Ewiggestrigen gedacht. Nachdem man dann auch noch den letzten Grundsatz der Totenliturgie gänzlich vergessen hatte und  "uns der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist" mit der Stimme aus dem off gesegnet hatte**, kam das Schlußlied. Bislang immer das von allen eifrig gesungene "Herr, gib Frieden dieser Seele!" Nun denn, diesmal wurde es nicht gesungen. Dafür sang man "DER MOND IST AUFGEGANGEN", Strophe 5 bis 7! Daß der Gesang mehr als kläglich war, konnte mich nicht mehr trösten. 
Jedweder katholische Sensus ist in unserer Kirche infantiler Beliebigkeit gewichen. 
Man tut gut daran, seine eigene Beerdigung bis ins kleinste Detail vorzuplanen. Vor dem sogenannten "Seelenamt" am heutigen Nachmittage fürchte ich mich jetzt schon...

* Das Arme-Seelen-Gesätz wird dem schmerzhaften Rosenkranz angehängt und hat folgendes, leicht verändertes Ave-Maria:
"Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit Dir. Du bist gebendeit unter den Frauen, und gebendeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus, der sich der Armen Seelen erbarmen wolle. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für die Armen Seelen im Fegefeuer, auf daß sie bald erlöset werden."

** Nachkonziliare Unsitte, am Ende von Requiem und anderen Totenliturgien den Segen zu spenden. Aller Segen gehört in diesen Liturgien den Armen Seelen zugewendet. Früher sagte man: "Den Armen Seelen nicht den Segen stehlen." Beim Totenbeten kann grundsätzlich kein Segen gegeben werden, da es Laien abhalten. Auch die erwähnte Form "segne uns" ist definitiv nicht zulässig!

19. November: Fest der Hl. Elisabeth von Thüringen

Zum heutigen Festtage habe ich mal ein wenig in der Bilderkiste gekramt:


Mittwoch, 12. November 2014

Jugendhaus Hardehausen

Das Jugendhaus Hardehausen, untergebracht im dortigen, einstigen Zisterzienserkloster, möchte seine aus den 1960ger Jahren stammende Kirche umgestalten. Die romanische Klosterkirche fiel leider nach der Säkularisation preußischer Barbarei zum Opfer.
Die jetzige Kirche in Hardehausen ist gewiß nicht schön, aber sie hat wenigstens den Vorteil, noch einen erhöhten Chrobereich und einen vernünftigen, genügend großen Altar zu haben. Das wird nach einem Umbau gewißlich nicht mehr so sein, die Lage wird sich also weiter verschlechtern. Wenn ich mir das Planbild anschaue, überkommt mich das Gruseln. Der vorgebaute "Betonraum" scheint mir in die Grundfläche der mittelalterlichen Klosterkirche (also in einen archäologisch schützenswerten Bereich) hineinzuragen. Zudem steht in unmittelbarer Nähe die mittelalterliche und architektonisch seltene Michaelskapelle ("Arme-Seelen-Kapelle") mit Beinhaus. Beton meets Gothic? Na Mahlzeit. Das ganze sieht nach arger Geldverbrennerei aus.
Über die geistliche bzw. liturgische Notwendigkeit eines solchen Umbaus will ich mich hier nicht auslassen, das ist an anderer Stelle bereits ganz trefflich geschehen.

Donnerstag, 6. November 2014

"Katholiban" im Wallfahrtsort

Vor einigen Tagen war ich zu Gast in einem Marienwallfahrtsort irgendwo in Westfalen. Seit Jahrhunderten wird die "Helferin vom großen Tale" nun schon dort verehrt. Neben der schönen Wallfahrtskirche gibt es auch ein "Muttergottesbrünneken" mit Lourdesgrotte und einer kleinen Kapelle. 
Schon immer haben die Gläubigen dort das Wasser aus der Quelle getrunken, bei Augenleiden soll es des öfteren geholfen haben. Niemals in der Geschichte wurde es von irgendwelchen Ämtern untersucht und nie ist jemand nach seinem Genusse krank geworden oder gar verblichen. Das Gegenteil ist der Fall. Bis in unsere Zeit wenden sich immer wieder genesene Pilger mit Dank an die Gnadenmutter. 
Wo solcher Friede sich breitet, können EUdSSR -Bürokratie und preußischer Amtsschimmel nicht weit sein, um selbst den Betern mit ihren Vorschriften das Leben zu vermiesen.
Die für den Ort zuständige politische Gemeindeverwaltung bemerkte unlängst, daß das Wasser dieser Quelle nicht lebensmittelrechtlich untersucht sei und stellte inmitten neugotischer Gartengestaltung, unmittelbar neben dem besagten Brünneken, eines jener scheußlichen, großen und blechernen Hinweisschilder auf, welches in 10 cm großen Lettern den Betern kundtut:
KEIN TRINKWASSER!
Man komme mir jetzt nicht mit Nitratgehalt und ähnlichem Gedöns. Es handelt sich um eine Wallfahrtsstätte, an der mehr Leute geheilt als krank geworden sind. Basta. Gerechte Empörung unter den Gläubigen machte sich breit. Am liebsten hätte man das Schild ja abgesägt. Das aber wäre Sachbeschädigung und eine Straftat gewesen. Zwar war man der Meinung, das Absägen eines solchen Schildes sei nur eine kleine Läßlichkeit, die "sogar noch der Küster vergeben" könne. So ganz verlassen mochte man sich aber doch nicht auf die selbstgeschneiderte Moraltheologie. Da stand nun also immer noch das Ärgernis in Form des von der ohnehin ungeliebten Stadtverwaltung hingestellten Schildes. 
Nun sind ja bekanntlich Westfalen und Bayern jene Volksgruppen, die bei der Wahrung ihrer altüberlieferten Rechte auch einmal zu unkonventionellen Mitteln greifen. Seit einiger Zeit nun kann man das Schild nicht mehr lesen. Was ist geschehen? Ein mutiger Westfälischer Katholiban hat das städtische Machwerk bei Nacht und Nebel (da bekommt das Wort "Dunkelkatholik" eine ganz neue Bedeutung!) schwarz überstrichen. Mit Ölfarbe? Nein, das wäre ja wieder Sachbeschädigung, s. o.  Eine dicke Schicht triefendschwarzen Altöls überdeckt dick und klebrig den lästerlichen Schriftzug. In diesem dezenten Schwarz paßt das Schild auch sehr viel besser zur gärtnerischen Gestaltung der Anlage und ihrer neugotischen Architektur. 
Den städtischen Amtseseln möge es zur Warnung dienen. Falls sie das Schild wieder blankputzen, könnte ich nicht dafür garantieren, daß die Einwohner Großentals ihrer himmlischen Gnadenmutter nicht doch mit der Eisensäge zu ihrem Recht verhelfen... 
Meinen Segen hätten sie.

Dienstag, 4. November 2014

Sedletz

Zum Arme-Seelen-Monat mal ein Blick hinaus aus dem Hochstift. Hier geht es zu einem der schönsten Beinhäuser Europas im Kloster Sedletz bei Kuttenberg.

Sonntag, 2. November 2014

Allerseelen



Leider ist es heute keine "Mode" mehr, der Armen Seelen im Fegefeuer zu gedenken. Wir wollen es hier einmal mit einem Lied aus dem alten Paderborner Diözesangesangbuch "Sursum Corda" (Ausgabe 1874-1948) tun:

1. O Vater der Barmherzigkeit; sieh an die armen Seelen.
Gedenk an Deine Gütigkeit, laß sie nicht länger quälen!
Sie leiden zwar für ihre Schuld, doch sind sie treu geblieben;
O Vater, zeig bald Deine Huld, daß selig sie Dich lieben!

2. O Jesu mild, Du höchstes Gut, Dich über sie erbarme;
Für sie floß ja Dein Schweiß und Blut, nimm sie in Deine Arme.
Sie büßen ab mit großem Schmerz, was sie zuvor verschuldet.
Zeig ihnen Dein versöhntes Herz, leg ein, was Du erduldet!

3. O Gottes Lieb’, o Heil’ger Geist, o Tröster der Betrübten:
Du ihre Not und alles weißt, was sie allhier verübten.
In ihrer Not, in ihrer Qual, sie gnädig woll erquicken,
damit sie bald im Himmelssaal Dein Angesicht erblicken!

4. Maria, Meer der Gütigkeit, schau, wie die Seelen büßen.
Versöhne die Gerechtigkeit, fall Deinem Sohn zu Füßen.
Kühl ihre Flammen, ihre Pein, der Drangsal mach ein Ende;
Die Finsternis in Sonnenschein, das Leid in Freuden wende!

5. Ihr Engel hoch, das Elend schaut, darin die Seelen sitzen;
Die Euch von Gott sind anvertraut, sie treulich zu beschützen.
Ach, eilet, helft, die Not ist groß, klopft an bei frommen Herzen.
Macht sie der schweren Bürde los und ledig ihrer Schmerzen!

6. Ihr Gottesfreunde allzugleich, schaut eurer Brüder Trauern!
Ihr triumphiert im Himmelreich, in Qualen sie noch dauern.
Ihr habet auch die Pilgerschaft vollbracht auf dieser Erden;
Helft, daß sie bald durch Gottes Kraft, Euch zugesellet werden.

7. O Gott, du Quell der Gütigkeit, nimm an die heißen Tränen;
Von deiner lieben Christenheit und lasse Dich versöhnen!
Barmherzigkeit in ihrem Leid den Seelen woll’st erweisen,
daß sie bald in der Seligkeit all Deine Liebe preisen!

(Sursum Corda, Paderborn 1874, nach Heinrich Bone)