Freitag, 31. Oktober 2014

Pädagogisch wertvoll


Da sage mal einer, man könne heute kein pädagogisch wertvolles Spielzeug mehr kaufen:



31. Oktober: Fest des Hl Wolfgang von Regensburg, Vigiltag von Allerheiligen*

Heute mal was barockes!

 


*Der Häresiarch des Abendlandes aus Wittenberg wird in diesem Blog natürlich nicht gefeiert.


Dienstag, 28. Oktober 2014

Tumba

Der Arme-Seelen-Monat naht. Die meisten Gläubigen wissen heutzutage mit dem Begriff der "Tumba" nicht mehr viel anzufangen. Im novus ordo wird sie fast überhaupt nicht mehr aufgebaut, wenn überhaupt, bekommt man sie bei Requiemsmessen im außerordentlichen Ritus noch zu sehen. In Mariazell (Österreich) hat man nun die lange nicht mehr aufgestellte Tumba wieder restauriert und stellt sie zu Allerseelen auch auf. Es lohnt sich, dieses äußerst prächtige Barockkunstwerk einmal zu betrachten! Hier gibt es umfassende Informationen dazu.

Montag, 27. Oktober 2014

Wilhelm Anton macht sich Gedanken:

so manches Mal, meine lieben Diözesankinder, wenn wir von hier oben auf unser liebes kleines Vaterland hinunterschauen, müssen wir uns doch gar sehr verwunderen ob der neuen Zeiten und Zustände, so dort unbändig wüthen. Da hat nun unser jüngster Nachfolger für seine geistig totaliter darniederliegende Diöcese ein "Zukunftsbild" erstellt. Sicher, auch wir haben in unserer Amtszeit recht viele Verordnungen produzieret, aber zumeist zwang uns die politische Verwaltung unseres Fürstbisthumes dazu. Wenn wir uns aber nun dieses "Zukunftspapier" einmal genau anschauen, dann dürfen wir wohl mit vollem Rechte behaupten, daß wir immer in einer unserem Volke verständlichen Sprache geredet haben, damit sich die gemeinen Subjects auch nach unseren gnädigen Anordnungen sogleich richten konnten. 
Nun muß unser Nachfolger sein großes Bisthum trotz ungemeinen Priestermangels regieren, wie wir hörten. Und was thuen er und seine Cabinettssekretaire im sogenannten "Generalvicariat" (wie groß doch diese Behörde seit unserer Zeit geworden...)? Sie geben ein über 300 Seiten langes "Zukunftsbild" heraus, daß so langweilig und für das gemeine Volk unverständlich geschrieben ist, daß  niemand es freiwillig lesen resp. sich darnach achten werde. 
Wir wollen uns gewißlich nicht in die Angelegenheiten unseres Nachfolgers auf dem Stuhle des Hl. Hathumar einmischen, da dies nicht ziemlich sei, aber es wäre gewißlich besser gewesen, Ew. Gnaden Johannes Josephus hätten diese Unzahl Secretarii entlassen, daß ersparete Geld denen Armen zukommen lassen und hätten angeordnet, daß ein jedes getreues Diöcesankind ab sofort jeden Tag ein Pater noster, ein Ave Maria und ein Gloria patri zwecks Bestürmung des Himmels um würdigen Priesternachwuchs andächtig zu bethen sich bemühen solle. Denn wie man seit unvordencklichen Zeiten sicher weiß, hat solches Gebet schon oft Wunder gewirkt. Auch sollte man den Clerus wohl anweisen, in denen Minderstädten und Landgemeinden, so sie eine Pfarrkirche haben, gar oft daß Allerheiligste denen Gläubigen, seien es auch nur wenige, auszusetzen und eine Segens-Andacht in vorgedachtem Anliegen abzuhalten. Denn da der Himmel seinen Christenkindern schon alle Mittel gegeben, die sie zu ihrem Heile brauchen, so muß man nicht viele Seiten schreiben, die niemand versteht, und die nur denen Canzlei-Secretarii, so viel nützlicher arbeiten könnten, die Taschen füllen mit jenen Kirch-Zehnten, welche die Gläubigen dafür haben sauer aufbringen müssen. 
So verbleiben wir für heute in großer Sorge, aber doch in der Zuversicht, daß der Allmechtige Gott und unser treuer Schutzherr, St. Liborius, unsere Diöcese auch fürderhin nicht verlassen möge, auch wenn solche Schreiberlinge, wie vor genannt, sich mühen, auch noch denen letzten unserer lieben treuen Unterthanen den Hl. Glauben mit solchen Papieren auszutreiben.

Gott befohlen, Euer

+ Wilhelm Anton, durch Gottes Gnade Fürstbischof von Paderborn

P.S. Auch wir haben uns Gedancken über ein Zukunftsbild gemacht. Hier ist es:


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Papstmesse im alten Ritus

Vor einigen Tagen war der fünfzigste Jahrestag der Heiligsprechung der ungandischen Märyrer.
Die Papstmesse an diesem Tage (18.10.1964) war die letzte feierliche Papstmesse im alten Ritus.
Wunderschöne Bilder von dieser Messe gibt es hier zu sehen.
Ich gebe es gerne zu: diese Bilder kann ich nur mit Wehmut betrachten...

Dienstag, 21. Oktober 2014

Würdige Liturgie


 Es geht doch nichts über ein ehrfürchtig und würdig dargebrachtes Hl. Meßopfer!

Wenn ich so einen dahingelümmelten Hülfsordinarius sehe, wie er auf den verlinkten Photos da herumliegt, fällt mir nur der Spruch meiner Großmutter ein: "Wenn ich so liege, Herr Doktor, geht es mir gut, verschreiben Sie mir doch ein Sofa!"
Seien wir ehrlich, mit Liturgie haben diese Spaßveranstaltungen, die leider überall Realität geworden sind, wenig bis nichts zu tun. Solcher Mißbrauch muß nicht sein, denn Feldmessen kann man nämlich auch ordentlich lesen:






Mittwoch, 8. Oktober 2014

Unbequeme Kirchenmöbel

"Sams­tagnach­mit­tags be­steht die Ge­le­gen­heit zum Emp­fang des Buß­sa­kra­men­tes im Wall­fahrts­ort Klei­nen­berg. Lei­der ist die­ser zur­zeit nur in der Pfarr­kir­che möglich, da die Wall­fahrts­ka­pel­le nicht über ein zeit­gemäßes Beicht­zim­mer verfügt…"
(Aus der Pastoralvereinbarung für den Pastoralverbund Lichtenau i.W.)

Das finde ich aber jetzt komisch...
In der Kleinenberger Wallfahrtskirche steht ein einwandfrei funktionierender Barockbeichtstuhl. Er ist zwar auf der Pönitentenseite nicht sooo bequem, aber man beichtet schließlich auch nicht, um es sich bequem zu machen. Oder stößt sich die Geistlichkeit vielleicht an den beiden Engeln, die auf dem Beichtstuhle mahnend zwei Schilder halten mit den Worten "Bekennen!" und "oder Brennen!" ? Oder hat man diese modernen "Beichtkammern" so gern, weil man sie als praktischen Abstellraum gebrauchen kann? Fragen über Fragen...

Auch Jürgen hatte sich bereits vor einiger Zeit mit dieser Problematik befaßt. Wer sich selbst ein Bild von der "Möblierung" machen möchte kann dies hier tun.
Besagte Pastoralverinbarung beklagt recht intensiv die Möblierung der Wallfahrtskirche, vor allem auch die sehr unbequemen, ja dem modernen Menschen kaum zumutbaren Barockbänke. Derartige Unbquemlichkeit trage entscheidend zum Wallfahrerschwund bei, so wird in dem Dokument eifrig vermutet. Also bitte: Wenn man denn schon in der "Steuerungsgruppe" des "Pastoralverbundes" nichts besseres zu tun hat, als sich über die angeblich unbequemeMöblierung der Gotteshäuser auszulassen, dann beklage man die wirklich unmöglichen Küchenstühle, die seit Jahrzehnten den hinteren Bereich der Kleinenberger Wallfahrtskirche mehr als verunzieren!

Rosenkranzmonat



O Königin voll Herrlichkeit, Maria! Du Helferin der Christenheit, Maria!
Sieh, wir sind Dir untertan, mächt'ge Jungfrau, führ uns an!
O Hilf uns streiten zu allen Zeiten, durch alle Not bis in den Tod, Maria!

O Jungfrau, aller Jungfrau'n Kron, dein Gott und Schöpfer ward Dein Sohn,
bitt das Kind auf Deinem Arm, daß es unser sich erbarm!
O Hilf uns streiten zu allen Zeiten, durch alle Not bis in den Tod, Maria!

O lieb, o heilig Mutterherz, Du trugst für uns so bittern Schmerz, 
laß doch all die viele Pein nicht an uns verloren sein!
O Hilf uns streiten zu allen Zeiten, durch alle Not bis in den Tod, Maria!

O Morgenstern nach dunkler Nacht, leucht uns mit Deiner klaren Pracht;
wenn wir sinken in der Flut, Meeresstern, gib neuen Mut!
O Hilf uns streiten zu allen Zeiten, durch alle Not bis in den Tod, Maria!

O Himmelspforte lilienrein, mögest Du uns aufgeschlossen sein;
laß barmherzig es geschehen, daß durch Dich zum Sohn wir geh'n!
O Hilf uns streiten zu allen Zeiten, durch alle Not bis in den Tod, Maria!


Quelle: "Sursum corda" Gesang und Gebetbuch für das Erzbistum Paderborn
Junfermansche Verlagsbuchhandlung, Paderborn 1948.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Blick nach England

Heute wagen wir mal den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus auf unsere Nachbarinsel. 
Es gibt nämlich auch gute Nachrichten: In Preston in Großbrittannien hat das Institut Christus König die Kirche St. Walburga übertragen bekommen. Einen Bericht dazu gibt es hier, etliche Bilder kann man hier anschauen.