Freitag, 12. September 2014

Mariä Namen

Der heutige Festtag wurde ab 1513 zuerst in der neukastilischen Diözese Cuenca (Spanien) gefeiert.
Als 1683 die Türken über 2 Monate lang Wien belagerten, organisierte P. Marco d'Aviano in seiner Eigenschaft als päpstlicher Legat das christliche Befreiungsheer. Für den Tag der Entscheidungsschlacht gab er als Kampfruf die Devise aus: "Maria Hilf!" Freilich war der mitstreitende protestantische Kurfürst von Sachsen damit nicht ganz einverstanden, so daß die Tagesdevise schließlich in "Jesus und Maria Hilf!" erweitert wurde. Am 12. September 1683, dem Feste Mariä-Namen, errangen die kaiserlichen Truppen unter dem Oberbefehl des polnischen Königs Johann III. Sobieski, die mit 65000 Mann über den Kahlenberg hinuntergezogen waren, einen glänzenden Sieg über die zahlenmäßig dreifach überlegenen türkischen Belagerer. Wien war nach monatelanger Belagerung wieder frei, eine große Gefahr für das Abendland und seine christliche Kultur gebannt.
Papst Innozenz XI. (1676–1689) setzte den Festtag für die ganze Kirche verbindlich fest, nachdem am 12. September 1683 die vereinigten christlichen Heere mit 65000 Mann  die Zweite Wiener Türkenbelagerung mit der siegreichen Schlacht am Kahlenberge vor Wien gegen ein dreimal stärkeres türkisches Heer beendet hatten. Dem christlichen Heere wurde das Banner mit der Schutzmantelmadonna vorangetragen. 
Papst Pius X. verlegte das zunächst für den Sonntag nach Mariä Geburt (8.9.) vorgeschriebene Fest Mariä Namen (Rangstufe:Duplex-majus, Messfeier mit Gloria und Credo) auf den 12. September, den eigentlichen Siegestag.
Der sogenannten Liturgiereform und ihren Schöpfern konnte gerade dieses Fest nur ein Dorn im Auge sein. Sogleich ging man an seine Beseitigung. Im "Generalkalender" von 1970 wurde das Fest gestrichen, da es angeblich Doppelung des Festes Mariä Geburt am 8. September darstellen würde. Man traute sich also nicht einmal, die wahren Beweggründe für die Streichung anzugeben. Wie feige! Im "Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet" blieb das Fest wegen "seines historischen Bezuges zum Sprachgebiet und der Verwurzelung im Volke" als "nichtgebotener Gedenktag" erhalten. Damit hatte man die ewiggestrigen, nörgelnden Traditionskatholiken das gläubige Volk zufriedengestellt, konnte man doch immer sagen, daß dieses Fest ja noch gefeiert werden dürfe. Da nicht geboten, wurde es allerdings nurmehr in einem Bruchteil der Kirchen noch begangen.
Seit 2002 ist das Fest Mariä Namen auch wieder als "nichtgebotener Gedenktag" im Generalkalender enthalten. Alles in allem: beschämend. 
Seien wir ehrlich: Man wollte diesen Festtag im Zeitalter der konzilsverkündeten "Religionsfreiheit" und des Ökumenismus auf keinen Fall mehr haben. Er war einem peinlich geworden und ist es Theologen, Oberhirten und großen Teilen des Klerus noch heute. Die Christenverfolgung im Nahen Osten und vielerorts auf der Welt sollte uns ganz eindringlich vor Augen führen, welche große Gefahr der Islam für die christliche Welt seit jeher dargestellt hat und heute, vielleicht mehr denn je, darstellt.

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