Freitag, 29. August 2014

Kirchenrenovierung einmal anders

Ein guter Bekannter, der sich vor einigen Tagen den frisch gewittelten* renovierten Hildesheimer Dom ansah, meinte anschließend, dieser Dom sei nunmehr nach der Renovierung wohl mehr eine Ausstellungshalle für Welterbekunst, die man auch kirchlich nutzen könne, denn eine Domkirche.
Ein anderer Fall:
Einige Gläubige waren vor einigen Wochen zur Wallfahrt in Altötting. Dort hatte man nach der sog. Liturgiereform in der Basilika St. Anna einen wirklich geschmackvollen und nicht billigen "Volksaltar" aufgestellt, der eine ordentliche Größe hatte und sehr gut zur Kirche paßte. Zudem war er, passend zum Hochaltar und sich an dessen Schmuck anlehnend, am Stipes mit Mosaiken geschmückt. Bei der jüngsten Renovierung nun hat man ihn entfernt. Er wird durch einen potthäßlichen "zeitgemäßen" Klotz ersetzt. Das Ambo ereilt das gleiche Schicksal. Die beiden neuen Ausstattungsstücke sind sündhaft teuer und die Kapuziner sammeln nun eifrig Spenden, um sie bezahlen zu können. Ich will jetzt hier keine Parallelen ziehen, aber es gab da in Deutschland einen Bischof, den man in die Wüste schickte... Es ist offensichtlich wieder einmal nicht egal, wer was wann tut!
Es geht auch einfacher.
Sicherlich kann man eine Kathedrale nicht mit einer Dorfkapelle vergleichen, wenngleich manche Dorfkirche mehr Charme hat, als manche kaputtrenovierte Basilika. Die Franzosen machen es so:
Für eine ordentliche Kirchenrenovierung braucht man:
-einen Trupp beherzte Pfadfinder
-Sand, Kalk, Wasser, diverse Maurerkellen
-lange Gewölbebesen
-einen Topf weiße Ölfarbe
-einen Topf goldene Ölfarbe
-diverse Pinsel
-Leitern

Ich finde, das Resultat kann sich sehr gut sehen lassen!

*witteln: Plattdeutsch für Anstrich mit gelöschtem und in Wasser gelöstem Brandkalk ("Wittelkalk"). Bei Zugabe von Magerquark wird der Anstrich wischfester.

Montag, 25. August 2014

Das sind mal Bischöfe...

...findet Ihr nicht?

Der Herr Alipius bringt visuell erlebbares, katholisches Selbstbewußtsein!
Danke für die schönen Bilder, da geht einem das Herz auf.

Freitag, 22. August 2014

Buntes Allerlei

Die Welt steht Kopf, aber lest es selbst beim Kreuzknappen!
Hoffentlich bleiben die Franzosen tapfer und verteidigen den jahrhundertealten Namen ihres kleinen Weilers. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum sollte sich in diesen unsicheren Zeiten besser um die aktuellen großen Probleme, die die Verfolgung von Christen und Juden mit sich bringen, kümmern. Uralte Ortsbezeichnungen zählen sicher nicht zu den herausragenden Problemen der Welt.

Dienstag, 19. August 2014

Christenverfolgung

Ich habe mich hier bislang nicht zu der schrecklichen Christenverfolgung in den arabischen Ländern geäußert. Zahlreiche katholische Blogs und Internetseiten haben bislang engagiert dafür gesorgt, daß uns Christen im satten Westen das Schicksal der Mitbrüder nicht verborgen blieb, während die Presse sich mit Zurückhaltung und Schönrederei zufrieden gab.
Etwas mehr Einsatz, eventuell durch ein Hirtenwort oder zumindest mutige Kanzelrede, hätte ich mir von unseren Bischöfen gewünscht. Ihre bisherige Reaktion muß man leider, von wenigen Ausnahmen abgesehen, als Feigheit bezeichnen.
Eine, wie ich meine, sehr sachliche und zugleich realistische Analyse des grauenhaften Geschehens und seiner Folgen für das Abendland liefert Katholon.

Montag, 4. August 2014

Muslimischer Schützenkönig?

Ein Moslem darf in einem Dorf in Westfalen in den Schützenverein eintreten, er darf dort auch den Vogel abschießen und noch vieles mehr. Darf er das?
Nicht immer. Natürlich kann er das tun, wenn er einem normalen Bürgerschützenverein beitritt, der eine rein zivilrechtliche Vereinigung ist. 
Die meisten Schützenvereine aber sind in unserer Heimat entweder seit Jahrhunderten bestehende, katholische Schützenbruderschaften und /oder sie sind Mitglied im sogenannten "Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften". 
Diese Vereine haben in jedem Falle eine Satzung, aus der klipp und klar hervorgeht, daß man überhaupt nur eintreten kann, wenn man Katholik ist oder zumindest einer anderen christlichen Religionsgemeinschaft angehört. Zumeist können nur Männer aufgenommen werden, oft gibt es verschiedene Vereine für Junggesellen und Verheiratete.
Die Schützenvereine sorgen nun selbst für das große Unheil: Wahllos nimmt man Moslems, Heiden und alle möglichen anderen Menschen in die Vereine oder Bruderschaften auf, obwohl man das aufgrund seiner eigenen Satzung und/oder der Satzung des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften gar nicht dürfte. Der "Bund" bemängelt daß dann spätestens, wenn solche "Subjects" Schützenkönig werden und damit zu weiteren Schießwettbewerben auf Verbandsebene antreten wollen /sollen. 
Dann geht das übliche Theater los: Was der Verband denn wolle, der xy sei ein lieber Kerl, alle im Dorf mögen ihn doch, er habe sogar katholische Religion im Abitur belegt, man sei doch nicht mehr im Mittelalter, das gehöre schließlich zur Integration ausländischer Mitbürger, bla, bla, bla, bla.
Als Krönung kommt dann noch der Integrationsminister unseres Bindestrich-Landes daher und echauffiert sich auch noch über die mittelalterlichen Ansichten der Schützenverbände.
Liebe Schützen: schuld an dem ganzen Theater seid Ihr selbst, und sonst keiner!
Hört endlich auf, euch christkatholische Satzungen zu geben, wenn  Ihr Euch nicht daran halten wollt! Macht aus Euren Vereinen rein bürgerliche Organisationen ohne christliche Bindung, dann könnt Ihr vom Hottentotten bis zum Ho-Chi-Minh-Aktivisten alles und jeden in Euren Reihen aufnehmen und niemand in unserem demokratischen Land wird dagegen die Stimme erheben (können) und auch ich werde es nicht tun. Aber lauft nicht heuchlerisch hinter Fahnen mit der Aufschrift "Glaube Sitte Heimat" und katholischen Patronen darauf her und handelt nicht danach! Dieses ganze religiöse Zierwerk, daß sich die allermeisten Schützenvereine noch geben, ist das Papier nicht mehr wert, auf dem es steht.
Eines noch vorweg: Ich bin selbst Schützenbruder, und bin es immer gern gewesen und mache seit Jahren auch Vorstandsarbeit.
Wohlgemerkt: Ich bin ein großer Verteidiger uralter Satzungen, bin gegen Andersgläubige und Frauen im Schützenverein und halte eine katholische Satzung und eine Verankerung des Vereins in der Heiligen Römischen Kirche für absolut erstrebenswert. Aber wenn man das alles nicht so halten will, dann soll man bitte konsequent sein und sich nicht einen christlichen Anstrich geben, der nach fauler Ökumene stinkt!