Mittwoch, 25. Juni 2014

Fronleichnamsnachlese

Jeder von uns hat ja für gewisse Dinge ein festes Bild im Kopf. Das gilt auch für Fronleichnam. Theophorische Prozessionen sehen für mich und viele andere idealerweise so ausOder so. Oder auch so.
Durch Zufall stieß ich auf eine Bilderserie, die von einer Fronleichnamsprozession mitten in New York, in Manhatten, berichtet.
Welch ganz anderes Bild! Keine Feuerwehr, die den Verkehr schon um 5 Uhr morgens absperrt, damit man dem Herrgott einen schönen Blumenteppich legen kann. Kein Polizist, der den Vekehr anhält, damit die Prozession ungestört über die Hauptstraße ziehen kann. Niemand steckt Fähnchen an die Straßen, keiner legt Blumenteppiche. Der Schöpfer Himmels und der Erde und ein verloren wirkendes Häuflein Christen muß sich mit Passanten und Einkäufern, mit Heiden und Gottlosen den Bürgersteig teilen. Auf den ersten Blick schockierend, nicht wahr? Nicht aber auf den zweiten Blick. Gerade diese Prozession unter diesen Umständen ist eine eindrückliche Bekundung des Glaubens an die reale Gegenwart Christi im Allerheiligsten Altarsakrament. Diese Menschen sind zu bewundern. Würden wir unter den gleichen Umständen in Prozession durch die Stadt ziehen, oder wäre es uns gar peinlich, zu solch einer "kuriosen Minderheit" zu gehören? Wie vieles von unserem alten Fronleichnamsbrauchtum haben wir in den letzten 40 Jahren aus Bequemlichkeit und Anbiederung an den Zeitgeist aufgegeben. Schade. Andernorts scheint der Bekennermut größer zu sein...

Kommentare:

  1. Auch bei uns kann es passieren, daß Helfen mal auf die Füße getreten wird — oder gar darüber gefahren wird
    --> http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/55625/2767980/pol-pb-feuerwehrfrau-bei-prozession-angefahren-polizei-sucht-zeugen/rss

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  2. Und dazu hier http://www.youtube.com/watch?v=abdoeqsniSk ein angloamerikanisches Sakramentslied (mit Melodie-Wiedererkennungseffekt!!)

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  3. Therese Neubarth6. August 2014 um 14:51

    Noch abscheulicher: 1200 Jahre lang gab es überhaupt kein Fronleichnamsfest und die Menschen waren trotzdem katholisch. Würden wir uns DAS trauen? Gregor der Große würde sich kaputtlachen darüber, dass man die Hostie herumträgt, anstatt sie zu konsumieren oder für die Kranken aufzubewahren.

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