Mittwoch, 25. Juni 2014

Fronleichnamsnachlese

Jeder von uns hat ja für gewisse Dinge ein festes Bild im Kopf. Das gilt auch für Fronleichnam. Theophorische Prozessionen sehen für mich und viele andere idealerweise so ausOder so. Oder auch so.
Durch Zufall stieß ich auf eine Bilderserie, die von einer Fronleichnamsprozession mitten in New York, in Manhatten, berichtet.
Welch ganz anderes Bild! Keine Feuerwehr, die den Verkehr schon um 5 Uhr morgens absperrt, damit man dem Herrgott einen schönen Blumenteppich legen kann. Kein Polizist, der den Vekehr anhält, damit die Prozession ungestört über die Hauptstraße ziehen kann. Niemand steckt Fähnchen an die Straßen, keiner legt Blumenteppiche. Der Schöpfer Himmels und der Erde und ein verloren wirkendes Häuflein Christen muß sich mit Passanten und Einkäufern, mit Heiden und Gottlosen den Bürgersteig teilen. Auf den ersten Blick schockierend, nicht wahr? Nicht aber auf den zweiten Blick. Gerade diese Prozession unter diesen Umständen ist eine eindrückliche Bekundung des Glaubens an die reale Gegenwart Christi im Allerheiligsten Altarsakrament. Diese Menschen sind zu bewundern. Würden wir unter den gleichen Umständen in Prozession durch die Stadt ziehen, oder wäre es uns gar peinlich, zu solch einer "kuriosen Minderheit" zu gehören? Wie vieles von unserem alten Fronleichnamsbrauchtum haben wir in den letzten 40 Jahren aus Bequemlichkeit und Anbiederung an den Zeitgeist aufgegeben. Schade. Andernorts scheint der Bekennermut größer zu sein...

Donnerstag, 19. Juni 2014

Fronleichnam!



1.     O Christ, hie merk, den Glauben stärk und schau dies Werk! Das höchste Gut, Gott selbst, hier ruht mit Fleisch und Blut! Ave Jesu, wahres Manhu, Christe Jesu! Dich Jesum süß, ich herzlich grüß, o Jesu süß.
2.     In der Monstranz ist Christus ganz, kein Brotsubstanz: vom Brot allein Gestalt und Schein sieht’s Auge dein. Ave Jesu…
3.     Kein Brot ist da, nicht bei noch nah in Hostia; das was da ist, Herr Jesus Christ, du selber bist. Ave Jesu…
4.     Nun beugt die Knie, Gott selbst ist hie, weißt du nicht wie? Dem Sinn entflieht, wie das geschieht, der Glaub es sieht. Ave Jesu…
5.     Mit Cherubim und Seraphim erhebt die Stimm und preiset Gott, Gott Sabaoth, für dieses Brot! Ave Jesu…
6.     Vor meinem Tod, zur letzten Not, mein Herr und Gott, gib diese Speis mir auf die Reis zum Pardeis! Ave Jesu…

Freitag, 13. Juni 2014

Fest des Hl. Antonius von Padua

Liturgisch* hat der heutige Tagesheilige sozusagen Pech: sein Fest wird in diesem Jahre von der Pfingstoctav und deren Quatemberfreitag vollständig verdrängt. Macht nichts, wir wollen seiner hier wenigstens im Bilde gedenken. Sein altes und an vielen Orten noch immer gern gesungenes Festlied findet sich hier.



*Es gilt das Kalendarium für den alten Ritus!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Blick hinter verschlossene Türen

Neugierig? Aber nicht doch, das sind wir alle nicht. Höchstens wissenshungrig. Oder vielleicht doch...
Ich gebe es zu: In jeder Kirche gibt es Türen, die in Gelasse führen, die für den normalen Kirchenbesucher nicht gedacht sind und die er für seine Andacht auch überhaupt nicht braucht. Gerade diese Türen aber erwecken meine Neugier. Zumeist bleibt sie logischerweise ungestillt, jetzt aber gibt es Abhilfe.
Es gibt im Netz sogar einen Web-Blog für Sakristeien!
Auf zwei Posts will ich denn auch gleich gesondert hinweisen:

Bei diesem traumhaften Rauchfaßsortiment werde ich schon ein wenig neidisch.
Allerdings sollten solche Gerätschaften öfter ausgekocht und fachkundig bedient werden...

Viel Spaß beim gucken durch verbotene Schlüssellöcher!