Montag, 28. Oktober 2013

Hohle Worte

Unser Hochwürdigste Erzbischof Hans-Josef in seiner Predigt zum Feste der Rückführung der Reliquien des Hl. Liborius:
„Neben äußeren Bedrängnissen ist es die beklemmende Frage nach der Zukunft unserer Verkündigung angesichts der Entkirchlichung und Entchristlichung unserer Zeit.“
Dann warnte er davor, negative Antworten und Ablehnung als Zeichen einer „gottlosen“ Welt zu verstehen und sich so in der Richtigkeit des eigenen Glaubens bzw. Handelns bestätigt zu fühlen. Diese Art von „Selbstgerechtigkeit“ sei „geradezu eine kirchliche Krankheit“.

Ich habe mich noch nie erdreistet, etwas gegen die Predigten meiner Oberhirten zu schreiben. Aber so ein angepaßtes, seichtes Gew... möge er doch bitte einmal einem Hl. Paulus, einem Hl. Franz-Xaver, einem Hl. Petrus Canisius, einem Bischof Konrad Martin, einem Sel. Clemens August von Galen oder anderen Märtyrern politscher Regime aller Couleur erzählen.
Exzellenz, was Sie da als "Selbstgerechtigkeit" geißeln, nannte man früher "Bekennermut"!
Und solchen Bekennermut, solche klaren Aussagen vermisse ich allenthalben auf den Kanzeln Ambonen unserer Kirchen und Kathedralen.
Große Teile unseres Episkopates scheinen entweder an der Realität in unserem Vaterlande und ganz Europa vorbeizuleben oder vorbeileben zu wollen.
Meine Herren Bischöfe, allerorten werden mittlerweile auch in unserem Vaterlande Gotteshäuser von antichristlichen Vandalen verwüstet, schauen Sie einmal in die Zeitung, glauben sie aber nicht deren verharmlosender Darstellung, sondern sprechen Sie mit den betroffenen Menschen vor Ort!
-Die politischen Parteien diskutieren offen über den "Reichtum" der Kirche, über die Notwendigkeit der Kirchensteuer, des Reichskonkordates und des kirchlichen Besitzes schlechthin.
-Auch in Deutschland werden bereits wieder einmal die Kreuze in den öffentlichen Häusern und Schulen abgehängt.
-Auch in Deutschland kann man mittlerweile mit dem Gesetz in Konflikt kommen, wenn man eine völlig normale katholische Position vertritt.
Aber es ist natürlich einfacher, mit einem mittlerweile gottlosen Staat herumzukuscheln, damit er einem weiterhin brav die Kirchensteuer einzieht. Als kleines Dankeschön biedert man sich dann artig der neuen Gender-Mainstream-Gesellschaft an.
Exzellenzen, es werden auch in Deutschland recht bald wieder Zeiten kommen, in denen das Jahr 1803 erneut Realität wird. Dann wird man der Kirche nicht nur ihren materiellen Besitz nehmen, sondern auch ihre Verkündigungsfreiheit massiv einschränken. Was werden Sie dann jenen sagen, die mutig Christi Evangelium gegen die Gottlosen verkünden? Werden Sie denen dann auch sagen, sie sollten mal nicht so selbstgerecht sein und sich nicht im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit wähnen?

Ich wiederhole hier noch einmal den Satz eines Geistlichen, den ich vor einigen Wochen schon einmal erwähnte:

"Hätte Johannes der Täufer so gepredigt, wäre er im Bett gestorben!"







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