Donnerstag, 26. September 2013

Lehmann endgültig häretisch?!

Dieses Interview eines deutschen Kirchenfürsten läßt nun wirklich keine Fragen mehr offen:

http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/130925_interview_lehmann.php

Kardinal Lehmann kann sich durchaus Priesterinnen vorstellen und hält sie für möglich. Er weiß nur noch nicht, wie man dieses Ziel auch erreichen kann, da ja das Lehrmat der Hl. Kirche etwas anderes aussagt. Man komme mir jetzt nicht mit "sentire cum ecclesia" und versuche, in derartige Aussagen kernkatholische Glaubenswahrheiten hineinzuinterpretieren. Genau jenes sentire fordert nämlich geradezu eine ganz kurze und eindeutige Aussage zu solchen "Hirten" und ihren Äußerungen:

ANATHEMA SIT!

Dienstag, 24. September 2013

Schutzengelmonat

So langsam muß ich hier auch einmal an den Schutzengelmonat denken:

Du mein Schutzgeist, Gottes Engel,
weiche, weiche nicht von mir!
leite mich durch's Tal der Mängel
bis hinauf, hinauf zu Dir!

Laß mich stets auf dieser Erde
Deiner Führung würdig sein,
daß ich stündlich besser werde,
nie mich darf ein Tag gereu'n.

Sei zum Kampf an meiner Seite,
wenn mir die Versuchung winkt;
steh' mir bei im letzten Streite,
wenn mein müdes Leben sinkt!

Sei in dieser Welt voll Mängel
stets mein Freund, mein Führer hier.
Du mein Schutzgeist, Gottes Engel,
weiche, weiche nicht von mir!


 

Freitag, 6. September 2013

Im Kampf um die Bekenntnisschule

Schon zweimal in der Geschichte wollte man der katholischen (bzw. evangelischen) Bekenntnisschule "an den Kragen": Nach dem 1. Weltkrieg konnte das Drama ihrer Abschaffung dank massiver Proteste von Episkopat und Volk abgewandt werden; unter Hitler gelang das nicht mehr. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bekenntnisschule in NRW wieder eingeführt. Seit der Schulreform gibt es den Status nur mehr für die Grundschulen (außer bei Privatschulen).

Zum Paderborner Vorfall:
Ich begrüße die Entscheidung des Schulleiters und der Gerichte ausdrücklich. Die katholische Bekenntnisschule ist ein nicht hoch genug einzuschätzendes Gut.
Aber:
In besagter Grundschule sind über 40 Prozent der Kinder nicht katholisch. Warum wird dieses eine dann nicht auch aufgenommen?
Ganz einfach: Die Eltern müssen nach dem Gesetz unterschreiben, daß ihr Kind in der Bekenntnisschule zwingend am katholischen Religionsunterricht und an den Gottesdiensten teilnimmt. Das tun die Eltern auch. Die Kinder werden anschließend durch die Schule natürlich nicht in den kath. Religionsunterricht bzw. die Hl. Messe gezwungen. Die meisten Schulgottesdienste sind heute sowieso nur interreligiöses BlaBla. Und genau diese beschriebene Praxis an den katholischen Schulen gehört an den Pranger und ist keinesfalls tolerierbar. Das muß sich auch der besagte Schulleiter vorwerfen lassen. Er erntet nun die Früchte jahrelanger religiöser Indifferenz und falscher Toleranz.
Der muslimische Vater wollte die oben genannte Unterschrift nicht leisten, sondern eine Grundsatzentscheidung erzwingen. Das ist ebenfalls nicht tolerierbar.
Wer ist unnötigerweise der Leidtragende bei diesem Gezänk? Das Kind. 

Hätten die katholischen Bekenntnisschulen in den letzten Jahrzehnten wirklich treu zu ihrem Bekenntnis gestanden und konsequent katholisch gehandelt, könnte es heute nicht zu diesen Protestationen kommen. Ich frage mich übrigens, warum in Paderborn Geistlichkeit und Erzbischof wieder einmal schweigen. Ich wünschte mir für Geistlichkeit und katholisches Volk den Kampfesmut, den die Katholiken einstmals gegen bolschewistische und nationalsozialistische Feinde der Bekenntnisschule aufgebracht haben. Der heutige Feind ist nämlich nur zu oft nicht weniger harmlos, zumal mittlerweile die Gesellschaft von liberalen Vorstellungen durchseucht ist und eine katholische Schule, die nicht nur diesen Namen trägt garnicht mehr will.
Die Begründung des Vaters, sein Junge habe alle Freunde aus dem Kindergarten an eben dieser Schule, ist Quatsch: Wir alle mußten uns bei der Einschulung an neue Leute gewöhnen. Die nächste konfessionsfreie Grundschule liegt drei Kilometer entfernt, was der Vater für unzumutbar hält.
Wie bitte? Seit den frühen siebziger Jahren schließt die SPD-Regierung in NRW sämtliche Dorfschulen und kutschiert die Kinder unter teils menschenunwürdigen Bedingungen kilometerweit in zentrale Schulen. Wenn die Dorfkinder das aushalten, werden die Stadtkinder wohl nicht daran sterben. Wenn schon sozialistische Gleichschaltung, dann bitte für alle. Das nur so nebenbei.