Montag, 19. August 2013

Mohrenköpfe, Granatsplitter und Zigeunersauce

Wenn man keine richtigen Probleme hat, beschäftigt man sich gern mit Nebensächlichkeiten. Zur Zeit stürzen sich einige Bevölkerungsgruppen und in deren Gefolge natürlich wieder etliche "Gutmenschen" auf die Zigeunersauce. "Die Welt" hat dazu einen lesenswerten Beitrag gebracht.
Aus dunkelster Zeit ist den Deutschen das wirklich üble Wort "Rassenhygiene" in unseliger Erinnerung. An dieses schlimme Wort muß ich komischerweise immer denken, wenn ich heute den Begriff "Sprachhygiene" höre.
Statt Saucen und Schnitzel umzubenennen, sollten sich die Besserwisser unserer Gesellschaft lieber um wirkliche Hilfe für die oft in bitterer Armut lebenden Sinti und Roma bemühen. Und auch deren eigene Interessenverbände haben doch eigentlich wichtigere Probleme als Fertigsaucen, nehme ich an.
Nein, ich werde mich von keiner Ideologie vereinnahmen lassen. Ich werde weiterhin "Zigeunerschnitzel" im Lokal bestellen, werde mit Vergnügen "Mohrenköpfe" verspeisen, als Schnellimbiss ein paar "Wiener" und "Frankfurter" essen und zum Nachtisch erst einen "Berliner",  danach einen "Amerikaner" und zuletzt einen "Kameruner" durch massiven Oralbeschuß mit "Granatsplittern" vernichten. Ein paar "Nonnenfürzchen" dürfen es danach auch noch gern sein.

Mahlzeit!

Kommentare:

  1. Die ganzen Sachen, die Du ißt betreffen Dich ja nicht.

    Aber denk mal an den bösen Krautsalat!

    "Krauts" ist ja bekanntlich ein abwertendes, von amerikanischen Soldaten nach dem WW II gebrauchtes Wort für die Deutschen.
    Da fühlt man sich als Deutscher doch von dem genannten Salat gleich beleidigt.

    Nieder mit dem Krautsalat!
    Es lebe der Weißkohlsalat!

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  2. Neulich stand ich in der Schlange an der Kasse im Supermarkt.
    Hinter mir der Mann redete in einer, mir unbekannten Sprache, mit seinen Kindern, ich habe ihn dann gefragt was das für eine Sprache sei, er sagte "Zigeunersprache!".
    Will heißen er fühlte sich offenbar durch das Wort Zigeuner nicht diskriminiert, sondern definiert und war stolz drauf.

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