Freitag, 14. Juni 2013

Regierung verbietet Hilfe aus Erwitte

Unsere zeitige NRW-Landesregierung kümmert sich ja bekanntlich gern um das Wohlergehen jedes Menschen, der heimatlos oder hilfesuchend bei uns Zuflucht sucht. Daß dieses "Kümmern" und "Bemühen" zuweilen auch über das wünschenswerte Maß christlicher Nächstenliebe hinausgeht und böse Folgen zeitigt, wissen wir alle, das sei nur am Rande erwähnt.

Wehe aber, der gemeine Bürger macht sich, mit seinem Bürgermeister an der Spitze, auf, um notleidenden Menschen im Hochwassergebiet zu helfen, die sich in ihrer Not an die Patengemeinde in Westfalen gewandt hatten. Schon eilt die Bezirksregierung herbei und verbietet den Helfern, auszurücken. Natürlich vergißt man auch nicht, dem Verbot mit der Androhung strafrechtlicher Konsequenzen Nachdruck zu verleihen. Die Begründung der Regierung ist mehr als nur blamabel: Man habe den richtigen Verwaltungsweg nicht eingehalten. Nur die Regierung dürfe Hilfsmaßnahmen koordinieren.
Also, liebe Bürger, wenn demnächst ein Verletzter am Straßenrande liegt, ruft bitte zuerst bei der Bezirksregierung an, ob und wie Ihr ihm helfen dürft. Oder hab ich das jetzt nicht richtig verstanden? Bislang dachte ich immer´, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter würde auch für Christenmenschen gelten. Nun aber weiß ich daß man nur barmherzig sein darf, wenn man vorher einen Antrag stellt.

Wer mehr über den Skandal erfahren will, kann es hier nachlesen bzw. ansehen:

http://www.derpatriot.de/Innenminister-verbietet----Feuerwehr-zu-helfen-e0c16a10-cbaa-40db-94ec-a2350b806f87-ds

http://www.mdr.de/mediathek/suche/mediatheksuche102.html?q=erwitte

Mir bleibt da in Richtung Regierungspräsidium und Landesregierung nur eines zu sagen:

Pfui, meine Herren, schämen Sie sich in Grund und Boden!

Kommentare:

  1. Das gab´s in "Don Camillo und die Rothaarige" schonmal litterarisch!

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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