Dienstag, 22. Januar 2013

Karbidschießen

Kommen wir heute einmal auf ein schönes, altes dörfliches Jugendvergnügen zurück: das Karbidschießen.
Hier die Anleitung.
Am besten gehts mit den großen Milchkannen vom Bauern und einem Stück Stoff in Deckelgrösse. Eine heraussuchen die einen möglichst dicht sitzenden Deckel hat, 5mm-Loch in den Boden bohren, und los gehts:
Deckel mit 20 Metern  Seil an die Kanne binden, Kanne waagerecht hinlegen,4-5 Stücke Karbid rein, dazu eine Tasse Wasser. Stoff auf die Kannenöffnung legen, Deckel ansetzen und mit Hammer festschlagen (klemmt durch den Stoff). Warten bis es richtig schön brodelt, Milchkanne gut festlegen und eine Fackel an das Loch halten- wenn die Mischung stimmt kracht es mächtig.
Statt des Deckels kann auch ein Fußball verwendet werden.
Eine genaue Anleitung gibt es bei den Niederländern.
Karbid bekommt man im Fachhandel. 

Für Leute, die Übertreibungen mögen:
Es geht auch mit Güllefässern!

Einen Wermutstropfen muß ich allerdings beifügen:
Mir ist nicht bekannt, ob solches Tun ordnungsbehördlich noch zulässig ist. Unsere gutmenschliche Gesellschaft versteht schließlich auch auf dem Lande keinen Spaß mehr...




Freitag, 18. Januar 2013

Die Pille und die Oekumene

Die unselige Debatte um die "Pille danach" für mutmaßliche Vergewaltigungsopfer hat, wie nicht anders zu erwarten, auch unser Hochstift Paderborn erreicht. Da der Karneval noch nicht über die Region hereingebrochen ist, bietet das Thema mittelmäßigen Lokalreportern aller Couleuer die willkommene Möglichkeit, ein wenig über die Heilige Kirche herzuziehen und mit ihrer mehr oder weniger unmaßgeblichen, als Nachricht getarnten und vorgefaßten Meinung die leeren Seiten der Lokalblättchen und das Provinzradio zu füllen.
Die katholischen Krankenhäuser des Hochstiftes erklärten auf Nachfrage, daß sie in jedem Fall, wie es sich gehört, Vergewaltigungsopfer behandeln, ihnen aber natürlich nicht die "Pille danach" verschreiben.
Wie nun die Lokalzeitung vermeldete, macht das evangelische St. Johannisstift in Paderborn darin eine Ausnahme. In diesem Krankenhause wird  die "Pille danach" verschrieben.
Ich würde mir von einem christlichen Krankenhaus, gleichgültig ob evangelisch oder katholisch, etwas mehr Sensibilität in sittlich-moralischen Dingen und vor allem die Ausrichtung an der kirchlichen Lehre wünschen.
Der beschriebene Fall wirft auch ein Zeichen auf die Qualität der doch ach so oft beschworenen "Ökumene": Offensichtlich will sich hier eine lutherische Einrichtung einmal mehr gegenüber der römischen Kirche als aufgeklärt, modern und "menschenfreundlich" darstellen.
Daß man für eine derartige "Profilierung" allerdings den Tod unschuldiger Kinder in Kauf nimmt, stimmt mehr als nachdenklich!

Mittwoch, 16. Januar 2013

Was ist eigentlich Liturgie?

Gute Frage. Das hier bestimmt nicht:


Da brauchen wohl alle Anwesenden etwas Nachhilfeunterricht!

Donnerstag, 10. Januar 2013

Nickeministrant

Meine Vorliebe für artig sich bedankende Spendensammeldosen ist ja hinlänglich bekannt. Ich hätte selbst nicht gedacht, daß es auf diesem Sektor noch viel Neues zu entdecken gäbe. Weit gefehlt...
Dieser Tage bekam ich neben einigen Bildern nickender Afrikaner, Europäer, Chinesen, Engel etc. das Bild eines ganz eifrigen Spendensammlers zugesandt: Der nickende Ministrant!



Eine kurze Recherche ergab: er steht in Kochendorf bei Neckarsulm und das Bild ist von der Homepage der FSSPX geklaut. Die Kirche ist wirklich hübsch, wie ich finde, und um den nickenden Ministranten beneide ich sie geradezu.