Montag, 23. Dezember 2013

Gesegnete Weihnachten!


An dieser Stelle möchte ich schon einmal allen stillen Mitlesern auf dieser Seite ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen!

Dienstag, 3. Dezember 2013

Hl. Franz Xaver

Wenigstens hier wollen wir heute den Apostel Indiens und Japans gebührend feiern. 
Seine heimatliche Burg hat übrigens eine interessante Internetseite.



Genug der hübschen Bildchen. Nach dem Konzil war eine gewisse Ästhetik aus vergangener Zeit nicht mehr gefragt. Die hübsche kleine Dorfkirche des Tagesheiligen aus dem vorigen Post hat man 1966 durch einen Neubau ersetzt:


Montag, 2. Dezember 2013

Patronatsfest? Aber nicht doch!

Morgen ist das Fest unseres Kirchenpatrons, des Hl. Franziskus Xaverius. Nun ist das mit den Patronatsfesten in unserem schönen, neuen, pastoralen Raum so eine Sache für sich. Drei Priester sind für 15 Dörfer zuständig, davon sind aber nur 8 Pfarreien bzw. Pfarrvikarien, der Rest Fillialkapellen. An welchem Wochentage welches Dorf eine Hl. Messe hat, ist genau geregelt. Von diesem Prinzip wird nicht abgewichen, basta. Morgen nun hätten wir unser Patronatsfest. Aber Dienstags sind nun einmal im Wechsel die Filialkapellen zu Ha, Bla, Eb etc. pp. mit der Hl. Messe "dran". Also fällt das Patronatsfest in Ho schlichtweg aus.
Die Hl. Messe ist in der Marienkapelle des Nachbardörfchens Bla. Man verstehe mich nicht falsch: Ich bin durchaus der Meinung, daß unser Pfarrklerus sich an den Werktagen mal hüsch auf die Socken machen soll, damit auch in den Kapellen die Hl.  Messe gefeiert wird. In Zeiten des Automobiles ist der Aufwand wohl zumutbar, wenngleich manche geistliche Herren darob derart stöhnen und wehklagen, als müßten sie die Kilometer mit Erbsen in den Schuhen fußläufig zurücklegen.
Aber es wird doch wohl anläßlich eines Patronatsfestes (!) möglich sein, die Werktagsmessen zweier Dörfer zu tauschen! Pustekuchen. Genau das ist nicht möglich. 
Unser Patronatsfest wird nun am kommenden Sonntag mit "äußerer Feier" bedacht. Das sah dann im letzten Jahre so aus, daß man (wohlgemerkt im novus ordo!) nach den Gebeten des Adventssonntages den Hl. Franz kommemorierte, derartige liturgische Basteleien brauche ich nicht. Das Patronatslied singt man, da ja katholischen Inhaltes, auch nicht mehr. Ich werde unseren Patron nun wohl in unserer Bischofsstadt feiern müssen, wo ihm ja eine respektable Kirche geweiht ist. Liturgischen Minimalismus in der Fillialkapelle mit "Zur dir schick ich mein Gebet" ohne Orgel und 7 anwesenden Gläubigen muß ich zumindest an diesem Tag nämlich auch nicht haben.
Wenn der Apostel Indiens und Japans schon nicht gefeiert wird, soll "sein" Festlied wenigstens hier folgen:

Zum Hl. Franziscus Xaverius
1. Wir fallen Dir zu Füßen, Xaveri, Wundermann!
Demütig wir Dich grüßen, um Hilf‘ dich rufen an.
Dein Herz woll‘ zu uns lenken in diesem Jammertal,
und unser jetzt gedenken im hohen Himmelssaal.

2. Gott hat Dich vorbereitet, zu mehren seine Ehr‘;
Nach Indien Dich geleitet, zu künden Christi Lehr‘:
Die Kreuzfah’n vorzutragen der blinden Heidenschaft,
der neuen Welt zu sagen des Namens Jesu Kraft.

3. So wardst Du auserkoren zu vieler Seelen Heil,
auf daß sie, sonst verloren, am Himmel nehmen teil.
Wie viele Du getaufet mit Deiner Wunderhand
und von der Höll erkaufet, ist Gott allein bekannt.

4. O starker Held im Glauben, in Lehr‘ und Wundertat,
hilf, daß kein Feind mög rauben uns Jesu Christi Gnad.
Auf daß wir Christum ehren in aller Pein und Not
und seinen Ruhm vermehren im Leben und im Tod.

5. Hilf, daß sich auch bekehre, was noch im Irrtum ist,
all Ketzerei aufhöre, samt falscher Schlangenlist.
Daß alle, aufgenommen zum wahren Glaubenslicht,
mit uns in Frieden kommen vor Gottes Angesicht!

Textfassung: Sursum Corda, Ausgabe 1874, Nr. 304
Mel: GL 706, „Wir beten an und loben…“

Für alle, die nicht aus der Erzdiözese Paderborn kommen: Die Melodie des Liedes "Wir weih'n der Erde Gaben..." (Gl 187) paßt ebenfalls!

Was vom Hl. Franz Xaver sterblich ist, ruht in der Basilika "Bom Jesus" in Goa in Indien. In jedem Jahrzehnt werden seine Reliquien einmal öffentlich ausgestellt. Bilder von den letzten öffentlichen Ausstellungen seines Leibes kann man hier sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=g_egxtjza9o

http://www.youtube.com/watch?v=6x_eLTcJr8k

Dienstag, 26. November 2013

Blick nach Wien

Ich gebe es offen zu: Dieses trübe Novemberwetter macht einen irgendwie Harmoniesüchtig. Mich jedenfalls. Machen wir also weiter mit "schöne Bilder gucken", und zwar diesmal etwas weiter weg, nämlich in Wien. Dort war jüngst der Bischof von Chur zu Gast und feierte ein Pontifikalamt.


Ich wünschte mir, unsere Bischöfe würden sich da ein wenig abgucken, wie man es ordentlich macht. Aber die Vorstellungen von "ordentlich" sind heute bekannterweise ja oft sehr unterschiedlich...
Trotzdem: Viel Freude beim Bilder-gucken!

Montag, 18. November 2013

Amt vor ausgesetztem Allerheiligsten

Hochamt vor ausgesetztem Allerheiligsten:
nur die älteren Gläubigen wissen überhaupt noch, um was es sich dabei handelt. Den liturgischen Reformen war diese Meßform ein ganz besonderer Dorn im Auge und sie fiel damit schon vor Jahrzehnten dem schrecklichen Zeitgeist zum Opfer.
Nun allerdings scheint ein kleines Wunder geschehen zu sein:
Mehr theoretisieren will ich nicht, auf diesem Blog gibt es wunderschöne und vor allem aktuelle (!) Bilder aus den USA.

Freitag, 15. November 2013

Papstmord

Jetzt wissen wir es endlich:
Die bösen Traditionalisten wollen den Hl. Vater umbringen. Mehr zu dem ganzen Theater kann man beim Kreuzknappen lesen.
Ich frage mich bzw. den Herrn Zulehner, wieviel Alkohol man trinken bzw. wieviele "Tüten" man rauchen muß, um als Vollakademiker derartigen Blödsinn zu reden.
Dem Hl. Vater sei bei einer derartigen Gefährlichkeit der "pöbelnden Dunkelkatholiken" aus dem Traditionalistenlager vielleicht anempfohlen, den "Geheimen Speisenvorkoster", den Paul VI leichtsinnig abschaffte, doch wieder einzuführen...
In diesem Sinne: Guten Appetit!

Mittwoch, 13. November 2013

Meßbuben für 2,50 Euro

Nun haben die städtischen Gebührenordnungen auch unsere Landpfarreien Pastoralverbünde erreicht. Die Kassen sind leer, und so erhebt man für "Sondergottesdienste" Gebühren. Prinzipiell ist das nicht falsch, "Extrawürste" mußten auch früher schon bezahlt werden, und ein Organist kann nicht von Notensuppe leben.
Die Bequemlichkeit einiger heutiger Geistlicher  Pastoralteams führte allerdings zu der Unsitte, Taufen in den Sonntagsmessen Eucharistiefeiern zu spenden und so einen Gottesdienst einzusparen. Auch Massentaufen sind sehr beliebt. Und bitte: Versuchen Sie heutzutage bloß nicht, mit einem wenige Tage alten Kinde bei Ihrem Seelsorger Gemeindeleiter zur Taufe zu erscheinen. Es könnte sein, daß Sie eine derbe Abfuhr erhalten und auf die nächste Sonntagsmessenmassentaufe verwiesen werden.  Alles schon erlebt, und das auf dem Dorf, wo doch angeblich die Welt noch heil ist...
Da nun die Gläubigen partout nicht von alter katholischer Gewohnheit lassen wollen, macht man es ganz einfach und versucht die Umerziehung über den Geldbeutel:
Massentaufe in der Sonntagseucharistie (Hochamt kann man's wohl zumeist nicht mehr nennen) "kost nix",  ganz normale Taufe schlägt mit 25 Euro zu Buche. Hoffentlich gibt es in 20 Jahren noch Getaufte, um unsere schönen  neuen pastoralen Räume zu bevölkern.
Noch vor 40 Jahren antwortete unsere Hebamme bei den Taufen auf die Frage nach den Kosten für alle laut hörbar:
"Paschtauer ne Mark, Köster fuffzig Pannige!"  Heute kriegt man dafür nicht mal mehr einen Meßknaben, wie man sieht:


Also, wenn ich ein Kind zu taufen hätte, würde ich das Sorglos-Paket wählen:
Küster, zwei Ministranten, Taufe in der forma extraordinaria in ungeheizter Kirche und bitte, bitte keinen Organisten, der die Feier mit Sentimentalitäten verschönt.
Verweigern kann es das Pastoralteam nicht, ich habe schließlich ein Recht auf Sakramentenspendung im außerordentlichen Ritus. Collectio rituum würde ich dem Pfarrer Gemeindevorsteher mitbringen, "man ist ja nicht so..."


Dienstag, 5. November 2013

Judaskerzen

Ehrlich gesagt: Bis gestern kannte ich auch keine Judaskerzen. Zumindest wußte ich nicht, daß man sie so nennt. In England scheint die Bezeichnung bekannter zu sein als bei uns. Was aber nun sind "Judaskerzen"?
An diesen Gerätschaften scheiden sich seit jeher die Geister. Altarkerzen haben naturgemäß die Eigenschaft, immer kürzer zu werden. Auf hohen Leuchtern aber sehen Kerzenstummel nicht gerade gut aus. Die Sparsamkeit erheischt es aber nun einmal, Kerzen ganz abzubrennen. 
Das Dilemma rief schon vor langer Zeit katholische Ingenieure auf den Plan. Es entstand die "Zeiger-Immergrad-Kerze". In einer künstlichen Kerze aus Blech oder Kunststoff befindet sich ein Metallrohr, in dem eine Feder eine handelsübliche Haushaltskerze emporschiebt. Wird sie zu kurz, kommt oben aus der Kunstkerze ein Metallstift, der Zeiger, hervor und mahnt den Kerzenwechsel an. 
Seit Jahren schon gibt es auch Einsätze, in die Flüssigwachs eingefüllt wird. Da muß man dauernd den Docht weiter emporziehen, was, wenn der Küster es vergaß, schon so manches Chorhemd experimentierfreudiger Ministranten "versaut" hat. 
Es scheint aber auch noch eine angelsächsische Variante dieser Kerzen zu geben. Dort wird auf eine künstliche Kerze die kurze echte Kerze aufgesteckt. Die "Kerze" kann somit immer nur bis zur Hälfte oder bis zu zwei Dritteln abbrennen. Vorteil: Hier brennt tatsächlich eine echte Kerze, die nur künstlich verlängert ist, während bei den erstgenannten Versionen Aus Blech und Plaste Vollblut-Liturgiker regelmäßig in Schnappatmung verfallen und  nach der Ritenkongregation rufen. 
Nachteil: der Übergang von künstlicher zu echter Kerze muß durch ein Zierschild verdeckt werden, daß nun geschmacklich auch wieder nicht jedermanns Fall ist.


Kleiner Tip für Romreisende: 
In dieser Kirche habe ich die wohl längsten Judaskerzen in Funktion erlebt!

Viel Spaß beim Basteln, ich geh' jetzt Besenstiele und dicke Muttern kaufen!

Montag, 28. Oktober 2013

Hohle Worte

Unser Hochwürdigste Erzbischof Hans-Josef in seiner Predigt zum Feste der Rückführung der Reliquien des Hl. Liborius:
„Neben äußeren Bedrängnissen ist es die beklemmende Frage nach der Zukunft unserer Verkündigung angesichts der Entkirchlichung und Entchristlichung unserer Zeit.“
Dann warnte er davor, negative Antworten und Ablehnung als Zeichen einer „gottlosen“ Welt zu verstehen und sich so in der Richtigkeit des eigenen Glaubens bzw. Handelns bestätigt zu fühlen. Diese Art von „Selbstgerechtigkeit“ sei „geradezu eine kirchliche Krankheit“.

Ich habe mich noch nie erdreistet, etwas gegen die Predigten meiner Oberhirten zu schreiben. Aber so ein angepaßtes, seichtes Gew... möge er doch bitte einmal einem Hl. Paulus, einem Hl. Franz-Xaver, einem Hl. Petrus Canisius, einem Bischof Konrad Martin, einem Sel. Clemens August von Galen oder anderen Märtyrern politscher Regime aller Couleur erzählen.
Exzellenz, was Sie da als "Selbstgerechtigkeit" geißeln, nannte man früher "Bekennermut"!
Und solchen Bekennermut, solche klaren Aussagen vermisse ich allenthalben auf den Kanzeln Ambonen unserer Kirchen und Kathedralen.
Große Teile unseres Episkopates scheinen entweder an der Realität in unserem Vaterlande und ganz Europa vorbeizuleben oder vorbeileben zu wollen.
Meine Herren Bischöfe, allerorten werden mittlerweile auch in unserem Vaterlande Gotteshäuser von antichristlichen Vandalen verwüstet, schauen Sie einmal in die Zeitung, glauben sie aber nicht deren verharmlosender Darstellung, sondern sprechen Sie mit den betroffenen Menschen vor Ort!
-Die politischen Parteien diskutieren offen über den "Reichtum" der Kirche, über die Notwendigkeit der Kirchensteuer, des Reichskonkordates und des kirchlichen Besitzes schlechthin.
-Auch in Deutschland werden bereits wieder einmal die Kreuze in den öffentlichen Häusern und Schulen abgehängt.
-Auch in Deutschland kann man mittlerweile mit dem Gesetz in Konflikt kommen, wenn man eine völlig normale katholische Position vertritt.
Aber es ist natürlich einfacher, mit einem mittlerweile gottlosen Staat herumzukuscheln, damit er einem weiterhin brav die Kirchensteuer einzieht. Als kleines Dankeschön biedert man sich dann artig der neuen Gender-Mainstream-Gesellschaft an.
Exzellenzen, es werden auch in Deutschland recht bald wieder Zeiten kommen, in denen das Jahr 1803 erneut Realität wird. Dann wird man der Kirche nicht nur ihren materiellen Besitz nehmen, sondern auch ihre Verkündigungsfreiheit massiv einschränken. Was werden Sie dann jenen sagen, die mutig Christi Evangelium gegen die Gottlosen verkünden? Werden Sie denen dann auch sagen, sie sollten mal nicht so selbstgerecht sein und sich nicht im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit wähnen?

Ich wiederhole hier noch einmal den Satz eines Geistlichen, den ich vor einigen Wochen schon einmal erwähnte:

"Hätte Johannes der Täufer so gepredigt, wäre er im Bett gestorben!"







Mittwoch, 23. Oktober 2013

Christkönigsfest


Am kommenden Sonntage feiert die Kirche nach dem alten Kalender das Christkönigsfest. 
Früher war vorgeschrieben, nach dem Hochamte vor ausgesetztem Allerheiligsten das unten folgende Weihegebet zu verrrichten. Wurden schon 1960 wichtige Passagen aus dem Gebet als Kniefall vor dem Zeitgeist entfernt, so wird es heute nur noch in einem Bruchteil der Gemeinden überhaupt verrichtet. Sieht man sich den Zustand von Kirche und Welt genauer an, wäre es um so nötiger, die von Pius XI vorgeschriebene Weihe zu vollziehen.




Weihe des Menschengeschlechtes an das heiligste Herz Jesu
Diese Weihe wird am Christkönigsfeste nach dem Hochamte vorgenommen.
Vorher wird die Litanei vom heiligsten Herzen Jesu gebetet.

V.: O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke gnädig auf uns herab, die wir in Demut vor Deinem Altare knien.
A.: Dein sind wir, Dein wollen wir bleiben.
V.: Damit wir aber noch inniger mit Dir verbunden werden, so weiht sich heute jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen. Viele haben Dich leider niemals erkannt, viele haben Deine Gebote verachtet und Dich von sich gestoßen.
A.: Erbarme Dich ihrer, o gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz.
V.: Sei Du, o Herr, König nicht nur der Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sondern auch der verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben.
A.: Gib, daß sie bald ins Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen.

V.: Sei Du auch König über die, welche durch Irrtum getäuscht oder durch Spaltung von Dir getrennt sind; rufe sie zum sicheren Hort der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück,
A.: auf daß bald eine Herde und ein Hirt werde.

V.: Sei Du der König aller, die im Dunkel des Heidentums oder des Islams befangen sind.
A.: Entreiße sie der Finsternis und führe sie zum Lichte Deines Reiches.
V.: Blicke endlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das so lange das auserwählte war.
A.: Das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, möge jetzt als Quell der Erlösung und des Lebens auch sie überströmen.
V.: Verleihe, o Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit. Schenke allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende bis zum anderen der gleiche Ruf erschalle:
A.: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil gekommen ist.
Ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.
 

Dienstag, 15. Oktober 2013

Theresia

Zum heutigen Fest der Hl. Theresia von Avila mal wieder ein hübsches Bild:


Montag, 7. Oktober 2013

Rosenkranzfest

Zum heutigen Fest unserer lieben Frau vom Rosenkranz beschränke ich mich einmal auf den Hinweis auf einen älteren Beitrag.


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Marzipankartoffeln mal anders

Nachdem ich gestern ja nun schon an die nächste Karwoche gedacht habe, kann ich heute schon einmal ein weihnachtliches Rezept anbieten, daß mir gestern zufällig in die Hände fiel:

Kriegsmarzipan, Rezept aus dem Feldzug 1914-18

1 Tasse Grießmehl
1 Tasse Zucker
1/4 Tasse Milch
etwas Mandelessenz (Bittermandelaroma)

Alle Zutaten zu einem festen Teige verarbeiten. Kleine Kugeln rollen und diese dann in ungesüßtem Kakao wälzen. Anstatt des Kakaos kann auch eine Mischung aus Zimt und Zucker genommen werden.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Heiliges Grab

Eigentlich scheint dieser Beitrag nicht so recht in die Jahreszeit zu passen. Schließlich ist es bis zur nächsten Karwoche noch lange hin. Aber man braucht ja für Projekte etwas Vorlaufzeit...
Genug des Rätselratens.
Vor einigen Tagen war ich mit anderen bei einem guten Freund zum Kaffeetrinken eingeladen. Nach der "Kalorienschlacht" widmeten wir unsere Neugier seiner mit allerhand landwirtschaftlichem Gerät  vergangener Zeiten angefüllten Scheune. In der hintersten Ecke standen etliche sehr große Kulissenteile mit Löchern. Einige Inschriften wurden sichtbar und auch ein Gemälde gab es noch.
Eindeutig ein Heiliges Grab! Verwundertes Nachfragen ergab, daß die Kirchengemeinde irgendwann in den für Brauchtum so gefährlichen Jahren um das letzte Konzil das Grab hier abgestellt und seither schlichtweg "vergessen" hatte. Immerhin, es ist noch da und teilte nicht das Schicksal tausender anderer Heiliger Gräber, die man kurzerhand in Flammen aufgehen ließ.
Der jüngeren Generation ist so ein Heiliges Grab überhaupt kein Begriff mehr, also will ich einmal einen Erklärungsversuch starten.

Ausgangspunkt sind die kirchlichen Rubriken:
Am Gründonnerstag wird nach dem Hochamt das Allerheiligste "auf einem Seitenaltare verwahrt". Das in der Karfreitagsliturgie verehrte Kreuz soll auf der Evangelienseite des Hochaltares bzw. an anderer geeigneter Stelle den Gläubigen zur Verehrung dargeboten werden.
Das läßt sich nun ausschmücken:
Heilige Gräber sind zumeist hölzerne Kulissenaufbauten, die vor einem Seiten- oder aber direkt vor dem Hochaltar aufgebaut werden. Sie haben einen Aussetzungsthron, auf dem ab Gründonnerstag das Allerheiligste in der mit einem weißen Schleier verhüllten Monstranz ausgesetzt ist. Es gibt auch Ausführungen mit Tabernakel für das Ziborium. Im unteren Bereich (oft in eine Altarmensa bzw. deren Stipes integriert) befindet sich eine Nische, in der ab Karfreitag ein Grabeschristus gezeigt werden kann. In der Osternacht wechselt das Bild: Der Grabeschristus verschwindet oder wird durch Kulissen verdeckt, anstelle der Monstranz erscheint eine Figur oder ein Bild des Auferstandenen.
Außer dem Aussetzungsthron für das Allerheiligste und der Figur des im Grabe ruhenden Christus ist fast nichts "zwingend" vorgegeben, es gab unzählige Variationen bei den Aufbauten. In die Löcher der Aufbauten stellte man Glaskugeln mit buntem Wasser, hinter die man Öllämpchen oder Kerzen stellte, die das Licht reflektierten. Zu beschreiben ist das alles nur sehr schwer.
Das hier beschriebene Heilige Grab kommt unserem "Fundobjekt" schon recht nahe:

Lauffen bei Bad Ischl:
http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=42695

Etwas ganz besonderes ist dieses Heilige Grab:
Iffeldorf:
http://www.stvitus.de/html/bilder.html

Man gebe einmal in einer Suchmaschine "Heiliges Grab" ein: Eine verblüffende Vielfalt schönster Volkskunst tut sich da auf. In vielen Gemeinden wurden in den letzten Jahren die Gräber wieder hervorgeholt. Oft bedarf es nur eines kleinen Anstoßes. Vielleicht wird ja auch unsere "Fundsache" einmal aus ihrem traurigen Scheunendasein erlöst, wer weiß? 


Donnerstag, 26. September 2013

Lehmann endgültig häretisch?!

Dieses Interview eines deutschen Kirchenfürsten läßt nun wirklich keine Fragen mehr offen:

http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/130925_interview_lehmann.php

Kardinal Lehmann kann sich durchaus Priesterinnen vorstellen und hält sie für möglich. Er weiß nur noch nicht, wie man dieses Ziel auch erreichen kann, da ja das Lehrmat der Hl. Kirche etwas anderes aussagt. Man komme mir jetzt nicht mit "sentire cum ecclesia" und versuche, in derartige Aussagen kernkatholische Glaubenswahrheiten hineinzuinterpretieren. Genau jenes sentire fordert nämlich geradezu eine ganz kurze und eindeutige Aussage zu solchen "Hirten" und ihren Äußerungen:

ANATHEMA SIT!

Dienstag, 24. September 2013

Schutzengelmonat

So langsam muß ich hier auch einmal an den Schutzengelmonat denken:

Du mein Schutzgeist, Gottes Engel,
weiche, weiche nicht von mir!
leite mich durch's Tal der Mängel
bis hinauf, hinauf zu Dir!

Laß mich stets auf dieser Erde
Deiner Führung würdig sein,
daß ich stündlich besser werde,
nie mich darf ein Tag gereu'n.

Sei zum Kampf an meiner Seite,
wenn mir die Versuchung winkt;
steh' mir bei im letzten Streite,
wenn mein müdes Leben sinkt!

Sei in dieser Welt voll Mängel
stets mein Freund, mein Führer hier.
Du mein Schutzgeist, Gottes Engel,
weiche, weiche nicht von mir!


 

Freitag, 6. September 2013

Im Kampf um die Bekenntnisschule

Schon zweimal in der Geschichte wollte man der katholischen (bzw. evangelischen) Bekenntnisschule "an den Kragen": Nach dem 1. Weltkrieg konnte das Drama ihrer Abschaffung dank massiver Proteste von Episkopat und Volk abgewandt werden; unter Hitler gelang das nicht mehr. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bekenntnisschule in NRW wieder eingeführt. Seit der Schulreform gibt es den Status nur mehr für die Grundschulen (außer bei Privatschulen).

Zum Paderborner Vorfall:
Ich begrüße die Entscheidung des Schulleiters und der Gerichte ausdrücklich. Die katholische Bekenntnisschule ist ein nicht hoch genug einzuschätzendes Gut.
Aber:
In besagter Grundschule sind über 40 Prozent der Kinder nicht katholisch. Warum wird dieses eine dann nicht auch aufgenommen?
Ganz einfach: Die Eltern müssen nach dem Gesetz unterschreiben, daß ihr Kind in der Bekenntnisschule zwingend am katholischen Religionsunterricht und an den Gottesdiensten teilnimmt. Das tun die Eltern auch. Die Kinder werden anschließend durch die Schule natürlich nicht in den kath. Religionsunterricht bzw. die Hl. Messe gezwungen. Die meisten Schulgottesdienste sind heute sowieso nur interreligiöses BlaBla. Und genau diese beschriebene Praxis an den katholischen Schulen gehört an den Pranger und ist keinesfalls tolerierbar. Das muß sich auch der besagte Schulleiter vorwerfen lassen. Er erntet nun die Früchte jahrelanger religiöser Indifferenz und falscher Toleranz.
Der muslimische Vater wollte die oben genannte Unterschrift nicht leisten, sondern eine Grundsatzentscheidung erzwingen. Das ist ebenfalls nicht tolerierbar.
Wer ist unnötigerweise der Leidtragende bei diesem Gezänk? Das Kind. 

Hätten die katholischen Bekenntnisschulen in den letzten Jahrzehnten wirklich treu zu ihrem Bekenntnis gestanden und konsequent katholisch gehandelt, könnte es heute nicht zu diesen Protestationen kommen. Ich frage mich übrigens, warum in Paderborn Geistlichkeit und Erzbischof wieder einmal schweigen. Ich wünschte mir für Geistlichkeit und katholisches Volk den Kampfesmut, den die Katholiken einstmals gegen bolschewistische und nationalsozialistische Feinde der Bekenntnisschule aufgebracht haben. Der heutige Feind ist nämlich nur zu oft nicht weniger harmlos, zumal mittlerweile die Gesellschaft von liberalen Vorstellungen durchseucht ist und eine katholische Schule, die nicht nur diesen Namen trägt garnicht mehr will.
Die Begründung des Vaters, sein Junge habe alle Freunde aus dem Kindergarten an eben dieser Schule, ist Quatsch: Wir alle mußten uns bei der Einschulung an neue Leute gewöhnen. Die nächste konfessionsfreie Grundschule liegt drei Kilometer entfernt, was der Vater für unzumutbar hält.
Wie bitte? Seit den frühen siebziger Jahren schließt die SPD-Regierung in NRW sämtliche Dorfschulen und kutschiert die Kinder unter teils menschenunwürdigen Bedingungen kilometerweit in zentrale Schulen. Wenn die Dorfkinder das aushalten, werden die Stadtkinder wohl nicht daran sterben. Wenn schon sozialistische Gleichschaltung, dann bitte für alle. Das nur so nebenbei.

Freitag, 30. August 2013

Kreisschützenfest in Lichtenau

Die preußische Verwaltungsreform nach der Säkularisation nahm wenigstens bei den Grenzen noch Rücksicht auf die gewachsenen Strukturen und teilte das Hochstift in die Kreise Paderborn, Büren (unterwaldischer Distrikt), Höxter und Warburg (oberwaldischer Distrikt) ein.
Die sogenannte Kommunalreform von 1975 fuhr dagegen mit der Dampfwalze über Strukturen, die teilweise 1000 Jahre alt waren und vernichtete alles historisch gewachsene endgültig.
Was hat das nun mit den Schützen zu tun? Ganz einfach:
Einmal im Jahr steht unser alte Kreis Büren noch einmal für drei Tage auf, dann feiert der Kreisschützenbund Büren sein alljährliches Kreisschützenfest. Die Struktureinteilung des Kreisschützenbundes folgt dabei genau den alten Ämtern. Dieses Jahr findet das Fest in der alten Titularstadt Lichtenau statt. Am Sonntag wird beim Vogelschießen dann ermittelt, wer das Fest im nächsten Jahr ausrichtet. Wer mehr dazu erfahren will, kann das hier:

http://www.ksb-bueren.de/

Ich ziehe jetzt die grüne Jacke an und verabschiede mich für ein paar Tage in gelebte Traditionspflege...


Donnerstag, 22. August 2013

Herz Mariä

Zum heutigen Feste des unbefleckten Herzens Mariä soll es, damit es nicht ganz in unverdiente Vergessenheit gerät, wenigstens ein Bild geben:


Montag, 19. August 2013

Mohrenköpfe, Granatsplitter und Zigeunersauce

Wenn man keine richtigen Probleme hat, beschäftigt man sich gern mit Nebensächlichkeiten. Zur Zeit stürzen sich einige Bevölkerungsgruppen und in deren Gefolge natürlich wieder etliche "Gutmenschen" auf die Zigeunersauce. "Die Welt" hat dazu einen lesenswerten Beitrag gebracht.
Aus dunkelster Zeit ist den Deutschen das wirklich üble Wort "Rassenhygiene" in unseliger Erinnerung. An dieses schlimme Wort muß ich komischerweise immer denken, wenn ich heute den Begriff "Sprachhygiene" höre.
Statt Saucen und Schnitzel umzubenennen, sollten sich die Besserwisser unserer Gesellschaft lieber um wirkliche Hilfe für die oft in bitterer Armut lebenden Sinti und Roma bemühen. Und auch deren eigene Interessenverbände haben doch eigentlich wichtigere Probleme als Fertigsaucen, nehme ich an.
Nein, ich werde mich von keiner Ideologie vereinnahmen lassen. Ich werde weiterhin "Zigeunerschnitzel" im Lokal bestellen, werde mit Vergnügen "Mohrenköpfe" verspeisen, als Schnellimbiss ein paar "Wiener" und "Frankfurter" essen und zum Nachtisch erst einen "Berliner",  danach einen "Amerikaner" und zuletzt einen "Kameruner" durch massiven Oralbeschuß mit "Granatsplittern" vernichten. Ein paar "Nonnenfürzchen" dürfen es danach auch noch gern sein.

Mahlzeit!

Freitag, 9. August 2013

Sursum Corda online!

Bei seinem Erscheinen 1874 wurde das neue Diözesangesangbuch "Sursum Corda" geradezu begeistert vom Volke aufgenommen. Es löste seinerzeit die aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts stammenden Bücher von Joseph Tillmann und Melchior Ludof Herold ab, die parallel in der Diözese gebräuchlich waren. Deren moralinsaure Texte im Geiste der Aufkärung waren nie ins Volk gedrungen, die Bücher wurden regelrecht gehaßt. Schon das Vorwort zum "Herold", geschrieben von dem berüchtigten Konstanzer Generalvikar Ignaz Freiherrn von Wessenberg unseligen Andenkens, spricht Bände über die zweifelhafte Qualität dieser Gesangbücher.
Erst das Sursum Corda griff die barocke Paderborner Liedtration wieder auf, vermehrte sie um diverse Singmessen und wurde zum "geistlichen Bestseller", wie es einmal jemand genannt hat. 
Schon das Gotteslob von 1975 hat die Paderborner Liedtradition quasi vernichtet. Die Neuausgabe ab November diesen Jahres verändert diesen Zustand nicht bzw. nur sehr wenig.
Gerade in den Landgemeinden haben sich viele der alten Texte und Melodien oft noch lange Jahre gehalten bzw. tun dies noch jetzt. Mit dem Versterben der alten Organisten drohen nun unsere alten Lieder endgültig für immer zu verschwinden. Oft hört man auch "da habe ich keine Noten dazu" oder ähnliches. Orgelbücher, wenn überhaupt noch vorhanden, sind nach reichlich hundert Jahren in kaum mehr benutzbarem Zustand.
Die Universitätsbibliotheken Paderborn und Münster haben nun die Text- und Melodieausgaben des Sursum Corda (Ausgabe 1874 - 1948) und das dazugehörige Orgelbuch digitalisiert und ins Netz gestellt. Reinschauen lohnt sich, man wird manches schöne alte Lied wiederfinden.
Zumindest für unsere Diözese kann mit dieser Hilfe unser altes Liedgut mit etwas gutem Willen bewahrt werden.
Hier die Links:

Melodienbuch zum SURSUM CORDA, Ausgabe 1874-1948:
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... fo/1474161

oder die Ausgabe in Noten:
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/content/titleinfo/3091871

Textausgaben:
Diözesangesangbuch SURSUM CORDA, Ausgabe 1874-1948:
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/u ... :6:1-64149
oder
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... nfo/202667

Liedsätze zum SURSUM CORDA für vierstimmigen Männerchor:
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... fo/1280923

Orgelbuch zum SURSUM CORDA, Ausgabe 1874 bis 1948:
http://digital.ub.uni-paderborn.de/retr ... 66:1-11778