Freitag, 30. November 2012

Junge Kirche Paderborn

Zu dieser Nachricht aus Paderborn fällt mir spontan nur eines ein:

Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen.
Der große Dinge tut an uns und allen Enden,
Der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
Unzählig viel zu gut und noch jetzund getan.

Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben
Ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben
Und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
Und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne
Und Gott, dem Heilgen Geist im höchsten Himmelsthrone,
Ihm, dem dreieinen Gott, wie es im Anfang war
Und ist und bleiben wird jetzund und immerdar!

Nachsatz: Obiges Lied habe ich bewußt gewählt, da der Choral von Leuthen eines der seltenen guten  Beispiele für eine gelungene und den Normen der Hl. Kirche entsprechende Ökume ist. 

Kloster Gehrden

Schaut man sich einmal an, was aus den unzähligen Stiften, Klöstern etc. wurde, die sich geld- und besitzhungrige deutsche Fürsten 1803/10 mit einem mehr als fadenscheinigen Gesetz "unter den Nagel gerissen" haben, so fällt eines auf: eine alte Volksweisheit hat sich in den meisten Fällen bewahrheitet:
"Unrecht Gut gedeihet nicht, kommt an den dritten Erben nicht!"
Das zu Unrecht konfiszierte Kirchengut brachte landauf, landab niemand so rechtes Glück. 
So ging auch das ehrwürdige Benediktinerinnenkloster Gehrden im Hochstift Paderborn durch die Hände vieler Besitzer.
Nunmehr ist es wieder zwangsversteigert worden:
http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2012-11-16-schloss-gehrden-ist-kein-schnaeppchen/705/
Nach dem Konkurs einer katholischen Familienbildungsstätte vor einigen Jahren beherbergt das Kloster nunmehr ein Hotel:
http://www.schloss-gehrden.de/willkommen.html?&L=0
Nur nebenbei bemerkt:
Wenn man sich über die Jahre so angeschaut hat, was für ein Bildungsprogramm die Bildungsstätte hatte, ist die gastronomische Nutzung vielleicht sogar die bessere...
Zum Kloster gehört eine sehr schöne romanische Kirche, die heute der Pfarrgemeinde gehört und auch als Pfarrkirche der Minderstadt Gehrden dient.
Einige Bilder finden sich hier:
http://klosterlandschaft-owl.de/klosterinformationen/gehrden

Dienstag, 27. November 2012

Kinderkatechese und co

Ein wirklich sehr guter Text zur derzeitigen religiösen "Erziehung" unserer Jugend findet sich auf dieser Seite!

Mittwoch, 21. November 2012

21. November: Marä Opferung

Das heutige Fest ist nicht zuletzt durch die "Liturgiereform" fast gänzlich aus dem Bewußtsein der Gläubigen verschwunden. Das Protoevangelium des Hl. Jakobus geht näher auf den Tag ein:
8 Das Kind (Anm.: d.i. Maria) aber wurde älter (wörtl. "Ihre Monate fügten sich hinzu dem Kind"). Das Kind aber wurde zwei Jahre alt und es sprach Joachim: "Wir wollen es bringen in den Tempel des Herrn und erfüllen das Versprechen, das wir gegeben haben. Dass nicht etwa sende der Herr nach uns und es werde unerwünscht unsere Gabe." Und Anna sprach: "Wir wollen das 3. Jahr abwarten, daß sie nicht suche (vermisse) Vater oder Mutter." Und es sprach Joachim: "Wir wollen warten."
8,2 Es wurde aber das Kind drei Jahre alt und es sprach Joachim: "Wir wollen rufen die reinen Töchter der Hebräer, und sie sollen je eine Fackel nehmen und sie (die Fackeln) sollen sein brennend, damit das Kind nicht umkehre zurück (wörtl. in das Hintere) und ihr Herz gefangen wird (weggelockt wird) aus dem Tempel des Herrn." Und sie machten es so, bis sie hinaufkamen in den Tempel des Herrn. Und der Priester des Herrn nahm sie auf, küsste sie, segnete sie und sprach: "Gott der Herr hat großgemacht Deinen Namen in allen Generationen. An Dir wird der Herr offenbaren das Lösegeld (die Erlösung) den Söhnen Israels."
8,3 Und er setzte sie auf die dritte Stufe des Opferaltars und Gott der Herr warf Gnade auf sie und sie tanzte mit ihren Füßen. Und es liebte sie das ganze Haus Israel. 

(Textzitat nach dieser Quelle.) 

 Einen überaus lesenswerten Text zum heutigen Tage und besonders zu dem erwähnten Protoevangelium des Hl. Jakobus findet man bei "Mater amata".

Freitag, 2. November 2012

Zum Allerseelentage



1. Was plagt mich Angst und Not, bin ich nicht, o mein Gott,
ein Pilger hier auf Erden? Verlohnt sich's wohl der Müh, daß ich mich kränke hie,
wie lang wird‘s mit mir werden? Bald bin ich Staub, des Todes Raub, vermodert und verweset.

2. O große Eitelkeit um diese kurze Zeit, um eine Handvoll Jahre.
Nachdem du Sorg und Last und Qual getragen hast, dann liegst du auf der Bahre.
Sklav oder Fürst gilt gleich, du wirst im Grab der Würmer Speise.

3. Was kann die ganze Welt mit allem Gut und Geld, was kann sie, Mensch, dir nutzen?
Sei wie der Prasser reich und herrsche Fürsten gleich, wer kann dem Tode trutzen?
Der Tod verlacht die eitle Macht der Sterblichen auf Erden.

4. Wann wir im Todesschweiß uns auf die letzte Reis zu Ewigkeit anschicken:
Was kann das matte Herz im Jammer, Weh und Schmerz, was kann es dann erquicken?
Nur Gott allein kann Trost verleihn in diesem bittren Kampfe.

5. Dein Kreuz, o Jesu Christ, dran Du gestorben bist, in Todesqual erblassend,
an ihm hängt mein Vertrau'n, nach ihm nur will ich schaun, in Leid es fest umfassend.
Mit Dir, o Gott, will ich den Tod einst standhaft überwinden.

Text: Mainzer Gesangbuch 1824
Weise: Sursum Corda 1874