Freitag, 31. August 2012

Eßt mehr katholische Tomaten!

Die katholischen Blogs brauchen kein Sommerloch zu fürchten. Sollte eines entstehen, füllen es die Salafisten und ähnliche Gruppierungen rasch auf.
Eigentlich bin ich kein großer Tomatenesser. Aber nachdem ich diese Nachricht gelesen habe und auch andere Blogs dieselben Nachrichten brachten, muß ich meine kleinlichen Befindlichkeiten hintanstellen, und jeder gute Katholik sollte das auch tun. Daher mein Aufruf:
KATHOLIKEN, ESST MEHR TOMATEN!
Von einem gut katholischen Gastwirt kann natürlich verlangt werden, daß er auf seinen Salattellern künftig nur noch ganze Scheiben von quer durchgeschnittenen Tomaten serviert.
Spaß beiseite:
Derartige Aufrufe wie der oben verlinkte zeigen mehr als deutlich, was man von einigen "religiösen" Gruppierungen zu halten hat...

Donnerstag, 30. August 2012

Angst und Schrecken

Nun habe ich es mit meinem westfälischen Großmaul geschafft: auch ich bin nun endgültig ein "pöbelnder Dunkelkatholik". Geistbraus war so freundlich, darauf hinzuweisen, daß die katholische "Blogozese" intensiv beobachtet wird.Im Kommentarbereich dieses Artikels findet sich folgendes:

"Zum Thema “Pussy Riot” empfehle ich Ihnen mal einen ganz kurzen Abstecher in die stramm rechts-katholische sogenannte Blogozese. Angefangen bei deo-et-patria.blogspot.de, über den
Meinungsführer und Medallienverleiher blog.derherralipius.com, über kathermometer.blogspot.de
bis hin zu http://www.geistbraus.de (da schreibt ein eigentümlich frei Beitäger)."


Wir verbreiten Angst und Schrecken, denn wie heißt es dort auch:
"Danke für die Hinweise.
Die rechtskatholische Bloggerszene in Deutschland beobachte ich schon seit längerem mit großer Skepsis."

Nun denn, da man mir zutraut, Angst und Schrecken zu verbreiten, will ich damit dann mal gleich weitermachen. Den freundlichen Herren der "Frankfurter Gemeinen Zeitung" sei hiermit eines meiner Lieblingslieder kundgetan:

1. Ein Haus voll Glorie schauet / weit über alle Land, / aus ew'gem Stein erbauet / von Gottes Meisterhand. /  Gott! Wir loben dich. /Gott! Wir preisen dich. /O laß im Hause dein / uns all geborgen sein!
2. Gar herrlich ist's bekränzet / mit starker Türme Wehr, / und oben hoch erglänzet / des Kreuzes Zeichen hehr. / Gott! Wir loben dich ...
3. Wohl tobet um die Mauern / der Sturm in wilder Wut; / das Haus wird's überdauern, / auf festem Grund es ruht. / Gott! Wir loben dich ...
4. Ob auch der Feind ihm dräue, / anstürmt der Hölle Macht: / Des Heilands Lieb und Treue / auf seinen Zinnen wacht. / Gott! Wir loben dich ...
5. Dem Sohne steht zu Seite / die reinste der Jungfraun; / um sie drängt sich zum Streite / die Kriegsschar voll Vertraun. / Gott! Wir loben dich ...

6. Viel tausend schon vergossen / mit heil'ger Lust ihr Blut; / die Reihn stehn fest geschlossen / in hohem Glaubensmut. / Gott! Wir loben dich ...
7. Auf eilen liebentzündet / auch wir zum heil'gen Streit; / der Herr, der's Haus gegründet, / uns ew'gen Sieg verleiht. / Gott! Wir loben dich ...




All jenen, die mich nun plötzlich fürchten sollten, sei an dieser Stelle kundgetan, daß all diejenigen, die ich in meinem Leben mutmaßlich schon ge- bzw. erschlagen habe, immer noch vor dem Krankenhause stehen und auf Schmerzen warten... 

Freitag, 24. August 2012

Christus in Borja

Die Dame tut mir leid. Ganz ehrlich. Da kümmert sich jahrelang, aus welchen Gründen auch immer, niemand so recht um die immer mehr abbröckelnden Wandbilder einer spanischen Kleinstadtkirche. Das geht so lange, bis es die über achtzigjährige Nachbarin nicht mehr mit ansehen kann, wie der Heiland abbröckelt und -zugegeben in maßloser Überschätzung der eigenen künstlerischen Fähigkeit- selbst zum Pinsel greift.
Das Ergebnis ihrer Restauration ist gelinde gesagt katastrophal, denn Kunst kommt von Können, nicht von Wollen, wie die Altvorderen sagen. Das Gemälde ist nun, banal gesprochen, hinüber.
Kaum stand die Geschichte in der Zeitung, stürzte sich die internationale Internetwelt in ihrer vorgeblichen Klugheit auf die alte Dame. Und nun lacht sich die ganze Welt über Sie und ihr "Restaurierungswerk" kaputt. Das Internet kann sehr gemein sein. Am sachlichsten fand ich noch diesen Bericht. In der Süddeutschen Zeitung kann man Vor- und Nachzustand vergleichen.
Der unrestaurierte Vorzustand, der offensichtlich keinen der Verantwortlichen interessierte, war allerdings auch eines Gotteshauses unwürdig. Es bleibt dabei, die Oma hat mein volles Mitgefühl. Sie hat es nur gut gemeint, und jetzt lachen sie die Leute aus und die Fachwelt empört sich. Man hätte sich besser vorher über den schlechten Zustand empört, als jetzt über die alte Frau. Eines scheint mir aber sicher: Wenn diese Frau einmal vor ihrem ewigen Richter erscheinen muß, wird er ihr ihren guten Willen gewiß anrechnen. Ob der Rest der Welt dann für sein schmutziges Lachen ein Fleißkärtchen bekommt, wage ich allerdings zu bezweifeln...
Jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter:
In den letzten hundert Jahren wurden in vielen Kirchen mittelalterliche Wandmalereien wiederentdeckt. Da der Zustand zumeist grauenhaft schlecht war, wurden sie historistisch restauriert. Für einen Kultraum m. E. nach die einzig akzeptable Lösung. Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wird nun allerorten die Historismusmalerei wieder abgenommen und den Augen der Gläubigen das Original, bzw. das oft sehr wenige, was davon nach Jahrhunderten übrigblieb, zugemutet. Diese Überreste mögen oft wertvoll sein, eines Kultraumes würdig sind sie nach wie vor nicht. Ich möchte nicht in einer Kirche beten müssen, die aussieht, als hätten gerade die Schweden unter Gustav Adolph in ihr gehaust. Und ein Heiliger ohne Kopf, wenn es nicht gerade St. Dionysius ist, gehört nicht mehr in die Kirche, sondern ins Museum. Eine ordentliche, historistische Gipsfigur ist mir für meine Andacht allemal lieber als mittelalterliche Kultbilder, die der Holzwurm mehr oder weniger zerlegt hat. Man wird mich nun auch einen Kunstbanausen schelten. Damit kann ich aber leben.

Mittwoch, 22. August 2012

Meinolphustag in Böddeken

Am letzten Sonntag im August wird in Böddeken das Weihefest der Meinolphuskapelle begangen. Sie steht unweit des säkularisierten Augustiner-Chorherrenklosters Böddeken, ursprünglich als Frauenkloster eine Stiftung des Heiligen. Vor der Kapelle stand bis vor Jahren jene mächtige Linde, unter der nach der Überlieferung der Hl. Meinolphus das Licht der Welt erblickte. Alter und Sturm ließen sie zusammenbrechen. Der Stumpf allerdings schlug wieder aus und schon wölbt sich wieder eine stattliche Linde vor der kleinen Kapelle mit ihrer nun schon seit Jahrzehnten unbewohnten Einsiedelei.
Der heute zu Unrecht fast vergessene "Dichterpfarrer" Ferdinand Heitemeyer, Ende des 19. Jahrhunderts lange Jahre verdienter Pfarrer von Oesdorf, hat uns dieses Gedicht über die Meinolphuslinde hinterlassen:






Die Meinolphuslinde bei Böddeken
von Pfarrer Ferdinand Heitemeyer

Fest in Bergesgrund gewurzelt prangt im engen Talgewinde
Schon seit mehr denn tausend Jahren St. Meinolphus heil'ge Linde,
Und aus ihren Riesenästen, die das morsche Haupt umragen,
Flüstert sie dem stillen Wandrer von den einst durchlebten Tagen:
Als mit meines Frühlings Zweigen freundlich noch die Lüfte kosten,
Floh aus ihren reichen Burgen, wo des Feindes Waffen tosten,
Wichtrud, eine schöne Perle von Westfalens edlen Frauen,
Und in meinem dichten Schatten schaut sie in die sanften, blauen
Augen ihres Herzenskindes, das der güt'ge Gott soeben
Ihr zum Troste und zur Wonne und der Welt zum Heil gegeben.
Unter meinem Laubdach sproßte, betete der fromme Knabe,
Den der große Kaiser Karol grüßt als hohe Himmelsgabe,
Den er in dem Bad des Lebens "Meinolph" - meine Hülfe - nannte,
Da er mit Prophetengeiste ihn als Kirchenlicht erkannte.
Rings die Haine sah ich fallen, wo die Opfer Wodans rauchten,
Wo zum Preis der falschen Götzen Menschen selbst ihr Blut verhauchten,
Sah Meinolphus in Verzückung, sah ihn einen Tempel bauen
An dem Ort, den Gott erkoren in den grünen Wiesenauen.
Bald mit gottgeweihten Jungfrau'n füllten sich die Klosterzellen,
Die zum Preis des Allerhöchsten von den zarten, silberhellen
Chorgesängen widerhallten. - Fehden brausten wild und mächtig,
Auch in Meinolphs stillem Tale. Ach, das Kloster, einst so prächtig,
Stand, ein stummes Bild der Klage, trauernd, öde, halb zerfallen,
Wild Gesträuch und Schlinggewächse rankten in den Bogenhallen.
Doch mit frischem Mute zogen, wie's gemahnet Gottes Finger,
In die kaum verwaisten Mauern fromme Augustinusjünger,
Flehten zu dem heilgen Werke, kniend unter meinen Ästen,
Mut und Kraft und Gottvertrauen bei Sankt Meinolph's Überresten.
Viermalhundert Blütenjahre drangen aus des Tempels Chore
Heil'ge Sänge, Orgelklänge geisternd her zu meinem Ohre. -
Leer stand wieder Kirch' und Zelle, weil die Mönche fortgetrieben,
Von Meinolphus Waldkapelle waren Trümmer nur geblieben.
Doch nach andern fünf Jahrzehnten ward, was Frevlerhand zertrümmert,
Schöner wieder aufgebauet, fest gegründet, fein gezimmert.
In des Altars Weihegrüften ruhn im kunstverzierten Schreine,
von den Wallern hoch verehret, Meinolphs heilige Gebeine.
Und ein Siedler greisen Bartes kniet in Andacht ganz versunken,
von den frommen Lippen sprühen seiner Gottesliebe Funken:
"Allerbarmer! Laß den Samen, den Meinolphus ausgestreuet,
Frisch erblühn und Früchte tragen! Laß verschönet, laß erneuet
Deutschlands Ruhm und Glanz ersteh'n! Steter Eintracht starke Ketten
Mögen unsers Vaterlandes Gaue vor Verderben retten!
Und der wahre Christenglaube - mög er alle fest umschlingen,
Nach dem einen Sternenziele mögen aller Herzen ringen!"
Sprach's. - Noch lange tönt es wieder. Sanft der Linde Blätter rauschten,
Als ob Engel niederstiegen und dem stillen Beter lauschten.
Lange Schatten schwebten leise. Doch der Abendsonne Gluten
Noch verklärend auf dem Siedler, wie auf Meinolphs Linde ruhten.

Montag, 20. August 2012

Die Pussys und die Gutmenschen

Da stören in Moskau drei kommunistisch-feministische angehauchte Damen auf übelste Weise den Gottesfrieden, werden nach Recht und Gesetz verurteilt (nach meiner Meinung mit angemessenem Strafmaß), und gewisse hochrangige Politiker haben weltweit nichts anderes zu tun, als in gutmenschliche Schnappatmung zu verfallen. Allen voran schreitet natürlich jene lutherische Predigertochter, die zur Zeit unser Vaterland als Kanzlerin regiert...
Wovon ich hier die ganze Zeit schwadroniere?
Lest selbst, andere haben sich ausführlich und sehr gut zum Thema "Pussy Riot" ausgelassen:

http://blog.derherralipius.com/2012/08/ich-ich-ich.html

http://kathermometer.blogspot.de/2012/08/das-urteil-gegen-pussy-riot-europaische.html

http://kathermometer.blogspot.de/2012/08/pussy-riot-nutzliche-idioten.html

Freitag, 10. August 2012

Hübsche Kirche

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon einmal von einer Kirchenrenovierung berichtet, die wohl immer noch dem überholten Stil der siebziger Jahre verhaftet ist. Überall im Lande kann man die Resultate dieser "Renovierungen" bewundern. Aber heute soll einmal nicht gemeckert werden.

Es geht nämlich auch besser, das hat man jüngst in der Gemeinde Ostenland (Kreis Paderborn) bewiesen.
Wie der Kirchenraum vor der Renovierung aussah, läßt sich HIER noch feststellen.
Liebhabern von Kunst der sechziger Jahre sei zur Beruhigung gesagt: Das riesige Mosaikbild existiert noch, es verschwand nur hinter einer vorgesetzten Leichtbauwand.
Den Ostenländern  jedenfalls kann man zu Ihrer Kirchenrenovierung nur gratulieren!