Dienstag, 31. Juli 2012

Hindenburglichter

Was hat der greise Feldmarschall mitten in der Liborioctav hier zu suchen? Ganz einfach:
Endlich hat sich einmal jemand getraut, gegen die fürchterliche "Pöttkeswirtschaft" in unseren Kirchen anzugehen. In fast allen Kirchen hat man zwischenzeitlich die Opferkerzen durch Hindenburglichter in allen möglichen Ausformungen ersetzt. Angeblich, so die "Fachwelt", rußen sie weniger. Man kann allerdings auch Opferkerzen aus vernünftigen Materialien herstellen, die rußen dann auch weniger. Im übrigen werden unsere Kirchen mehr durch die staubschleudernden Warmluftheizungen verdreckt, denn durch die Opferkerzen. Renovierungsintervalle von 20 Jahren waren noch vor hundert Jahren weder bezahlbar noch nötig, da keine dreckschleudernden Heizungen eingebaut waren. Man schiebe also die Verrußung unserer Kirchen nicht allein auf die Opferkerzen, sondern nenne das Kind auch beim richtigen Namen. 
Aber lest selbst, was Superpellizeum dazu zu sagen hat. Ich schließe mich ihm vorbehaltlos an. Ach ja: man beachte auch die dortigen Links: ich hätte nicht gedacht, daß ich einmal einer Meinung mit dem Deutschen liturgischen Institut sein könnte!
Eines muß ich allerdings auch bekennen: Den Namen "Hindenburglicht" werde ich gegen alle seine banalen Nachfolger mit Zähnen und Klauen verteidigen!

Montag, 30. Juli 2012

Kirchenhygiene!

Als ich vor einiger Zeit dieses Schild  in einem Trödelladen sah, kam die Erinnerung an einen lange verstorbenen Herrn aus unserer Gemeinde hoch, der eben dieses Hinweises in jedem Hochamt kurz vor der Opferung bedurft hätte... Gottlob war sein Platz auf der "Mannsbühne", so daß er nicht unbedingt von zartbeseiteten Charakteren umgeben war. Lang ist's her...

Donnerstag, 26. Juli 2012

26. Juli: Fest der Hl. Mutter Anna

Heute feiert die Kirche das Fest der Hl. Mutter Anna, der Großmutter Christi dem Fleische nach.



1. Mutter Anna, Dir sei Preis, Davids Sprosse, edles Reis, Heilge Mutter Anna!
Du bist aller Frauen Zier, alle schauen auf zu Dir, Heilge Mutter Anna!
2. Wer ist doch die Tochter Dein? Oh, es ist Maria rein, Heilge Mutter Anna!
Die uns schenkt den Gottessohn, Jesum Christ vom Himmelsthron, Heilge Mutter Anna!
3. O Du Mutter, treu und gut, halt uns all in Deiner Hut, Heilge Mutter Anna!
Deine Tochter hilft so gern bitten ihren Sohn, den Herrn, Heilge Mutter Anna!










4. Bitte, daß auf unser Haus, Gottes Gnad’ 
sich gieße aus, Heilge Mutter Anna!
Daß der Liebe treues Band sei des Segens Unterpfand, Heilge Mutter Anna!
5. Bitte, daß uns Gottes gnad’ leite auf der Tugend Pfad, Heilge Mutter Anna!
Bringe Trost in Traurigkeit, hilf uns tragen Kreuz und Leid, Heilge Mutter Anna!
6. Steh uns bei im letzten Streit auf dem Weg zur Ewigkeit, Heilge Mutter Anna!
Bitte, daß Mariens Sohn dann uns schenkt die Siegeskron, Heilge Mutter Anna!

Textfassung:
Sursum Corda, Gesang- u. Gebetbuch für die Erzdiözese Paderborn, Ausgabe 1948.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Beschneidungsurteil

Eigentlich wollte ich mich ja aus dem ganzen Streit um das "Beschneidungs-Urteil" heraushalten. Inzwischen sehe ich das anders. Nun soll man die Menschheit nicht mit eigenem, eventuell auch noch unbeholfenem, Geschreibsel nerven, wenn andere den Sachverhalt bereits besser abgehandelt haben.

"Thermometer"  hat  hier  und  hier  zwei sehr lesenswerte Beiträge zum Thema geschrieben.

Freitag, 6. Juli 2012

Primiz in Paderborn

Näheres zur morgigen Primiz siehe hier!

Dienstag, 3. Juli 2012

Prämonstratenser

Der Prämonstratenserorden gehört heute nicht unbedingt mehr zu den bekanntesten der Kirche. Dieser Blog beschäftigt sich intensiver mit ihm.
Eine gut gemachte Literaturliste von online verfügbaren Büchern gibt es dort ebenfalls.

Moslems an katholischen Schulen


Am 19. Juni begab sich Bischof Dominique Lebrun (54) von Saint Etienne bei  Lyon zur Eröffnung einer neuen Moschee. Das schrieb die Webseite "riposte-catholique.fr". In seiner Ansprache erwähnte der Bischof, daß an mehreren katholischen Schulen bereits bis zu achtzig Prozent der Kinder Moslems seien. Wie seine Exzellenz weiter ausführte, trage das zum Frieden und zum gegenseitigen Verständnis bei... Diese 80% Moslems beten bestimmt täglich das Vater unser, das Ave Maria und studieren die Hl Schrift. Mittags essen bestimmt alle Schweinefleisch. Es wird wohl auch nicht lange dauern, bis seine Exzellenz einen Imam als Geheimsekretär beschäftigen wird. 
Noch eine Facette:
70% der 1167 Inhaftierten in der Berliner Jugendarrestanstalt Lichtenrade sind Moslems… aus diesem Grunde wird dort kein Schweinefleisch mehr serviert. Man serviert dort doch nicht etwa das teure Rindfleisch? Ich sage jetzt lieber nicht, was ich denke, aber wird nicht immer von Ernährungswissenschaftlern fleischlose Kost propagiert?
Genug der Polemik, vielleicht sehe ich einmal wieder viel zu schwarz.
Die Folgen der staatlichen Religionsfreiheit, die ja auf dem letzten Konzil auch von der Hl. Kirche zur Doktrin erhoben wurde, bekommt das ehemals christliche Abendland allerdings schon jetzt mehr als deutlich zu spüren.
 
 

Montag, 2. Juli 2012

Mariae Heimsuchung

Es gleicht einem Wunder, daß das Fest Mariä Heimsuchung in den deutschen Diözesen an seinem alten Termin, dem 2 Juli, verbleiben durfte, während ja die Restkirche gezwungen ist, es nunmehr schon am 31. Mai zu feiern.
1. Maria ging hinaus zu Zachariä Haus, durch Berge rauh und steil, ging sie in aller Eil', zur alten Priesterstadt, nach heil'gen Geistes Rat.

2. Nicht wandelte allein die Jungfrau zart und rein, sie trug den Gottessohn in ihres Herzens Thron, der Engel heil'ge Schar unsichtbar bei ihr war.

3. Als sie vom Hause ging, sie das Gebet anfing, hat gott betrachtet viel bis an der Reise Ziel, wo sie voll demut steht und grüßt Elisabeth.
4. Elisabeth sogleich verneigt sich freudenreich; erkennt die Gottesbraut, preist ihre Würde laut: "Gott teilt dem ganzen Haus des Segens Fülle aus.
6. O Haus, so hoch geehrt, welch Heil ward dir beschert! Der Quell der Heiligkeit, der Born der Seligkeit, Gott, der im Himmel thront, hat auch in dir gewohnt!

7. Ach komm, o Jungfrau rein, auch in mein Herz hinein bring mir das höchste Gut, Gott Sohn in Fleisch und Blut, und segne Seel und Leib und ewig bei mir bleib!
Dieses Lied verfasste Friedrich von Spee, der große Jesuit und Kämpfer gegen den Hexenwahn seiner Zeit, im Jahr 1623. Die Textfassung hier stammt aus dem Paderborner Diözesangesangbuch "Sursum Corda", Ausgabe 1874. Unzählige, mehr oder weniger glückliche, Textfassungen des Originalliedes sind in Deutschland verbreitet und man darf wohl mit Recht von einem der beliebtesten Wallfahrtslieder überhaupt sprechen.

Es sagte... Johannes Dyba

Da hat man mir doch am Samstag eine kleine Liste mit Zitaten aus dem Redeschatz des verstorbenen Erzbischofes Johannes Dyba zugeschickt. Dyba's Reden waren sowohl in Gänze als auch in Auszügen gut, darum will ich den Zitatenschatz nicht für mich behalten:

-Alles kommt und geht  -  die Kirche aber ist geblieben!
-Ein Staat ohne Gott ist im besten Falle eine gutorganisierte Räuberbande.
-Wenn man am Abgrund steht, ist jeder Rückschritt ein Fortschritt.
-Die Bedeutung Gottes hängt nicht davon ab, wie viele Menschen ihn bedeutend finden.

-Zweifel sind nicht dazu da, daß man sie mästet.
-Ich fordere nicht die Abschaffung der Kirchensteuer. Aber ohne sie überlebt die Kirche auch.
-Wir hatten jahrzehntelang zuviel Geld und zu wenig Mut.
-Das Rückgrat der Kirche ist für mich nicht die Kirchensteuer, sondern der Glaube der Gläubigen.
-Der Glaube verlangt vom Menschen die Entscheidung für Gott und für ein Leben mit Gott. Das ist absolut nicht nach dem Geschmack der modernen Welt.
-Wahrer Friede ist die Frucht der Bekehrung zu Gott. Erst die Umkehr, dann der Friede!  -  So lautet auch die Verheißung der Engel: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Huld.“
-Ich bin Priester geworden statt Jurist, um das Wort Gottes in der eigenen Sprache zu verkünden und nicht, um als Diplomat in verschiedenen Sprachen immer zu schweigen.

-Es gehört heute kein Mut dazu, innerhalb der katholischen Kirche den Papst zu kritisieren. Mut gehört dazu, zum Papst zu stehen.