Dienstag, 29. Mai 2012

Liborius in Saint Louis

Sie war einmal sehr schön, die St. Liborius-Kirche in Saint Louis. Schon 1992 wurde sie geschlossen. Was aus dem schönen Gotteshaus wurde, kann man hier sehen. Weitere Bilder gibt es hier. Da sie zudem unserem Diözesanpatron geweiht ist, tun solche Bilder einfach nur weh. Wie schön die Kirche einmal war, läßt sich wahrscheinlich auf den alten Bildern nur erahnen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Viel Deiner Schäflein...

Der Mai ist die Gelegenheit, einmal ein früher recht gern gesungenes Lied wieder aus der Versenkung zu holen:
  1. 1. Viel deiner Schäflein sind nun angekommen, Sünder und Büßer und auch viele Frommen. Gnade zu suchen beim göttlichen Sohn, hier vor Mariens hochheiligem Thron.
  2. Selbst die gefallenen reu´vollen Sünder rufen zur Mutter als weinende Kinder: Nimm dich, o Mittlerin, unser auch an, da uns dein Jesus noch gnädig sein kann.
  3. Noch will ich heut meine Sünden bereuen und meine büßende Seele dir weihen. Zuflucht der Sünder, nach Gott du allein sollst meine Mutter und Trösterin sein.
  4. Wir wollen endlich den Tag jetz beschließen und dich, Maria, vieltausendmal grüßen. Du wirst im Sterben uns Helferin sein: Dann kommen wir auch in den Himmel hinein.
Unnötig zu sagen, daß das Lied heute nur noch vor sehr wenigen Pfarrern und Organisten Gnade findet... Ich würde mir wünschen, es einmal wieder in der Maiandacht singen zu dürfen. Aber in einer richtigen Maiandacht, nicht in so einer aus der Not von Laienhelfern gestalteten. Nichts gegen solche Andachten, sie sind auch wertvoll. Aber manchmal frage ich mich, warum in unseren Gemeinden keine Segensandacht mehr ist. Trotz Priestermangel müßte es doch ab und an möglich sein, eine Andacht mit Aussetzung und Segen zu halten.

Montag, 14. Mai 2012

Erlebniswelten

Es mag vielleicht ein wenig respektlos klingen, aber einen katholischen Erlebnispark dürfte es nicht allzu oft geben! Über guten Geschmack mag man streiten, ich gebe meine Schwäche für Grotten jeder Art gerne zu. Meine Fazit: Schön und zugleich schade, daß es so weit weg ist...

Donnerstag, 10. Mai 2012

Maria Maienkönigin zum zweiten

Ich komme noch einmal auf das bekannte Lied Maria Maienkönigin zurück. "Caecilia" hat sich ebenfalls mit dem Lied auseinandergesetzt. Da er es mit größerer Akribie tat als ich, ist der Artikel sehr lesenswert. Dort ist auch der Link zum Originaltext von Guido Maria Görres abrufbar.

Freitag, 4. Mai 2012

Maria Maienkönigin!

Maria Maienkönigin!
Lange hat es gebraucht, bis die "Maiandacht", von Italien aus kommend, auch Deutschland erobert hatte. 1852, also vor 160 Jahren, fand im Bistum Paderborn erstmals eine Maiandacht statt. Sie wurde in den Folgejahren eine Lieblingsandacht des katholischen Volkes. Unzählige Mainadachtsbücher mit Texten für jeden Tag des Monats erschienen, und in vielen Kirchen war täglich Maiandacht, ein- bis zweimal in der Woche auch mit Aussetzung. Von all der Herrlichkeit ist nicht viel geblieben. Verschwunden sind die meisten Maialtäre in den Häusern, und auch in den Kirchen werden sie seltener. Die wenigen Orte (zumeist Wallfahrtsorte), an denen noch Maiandachten stattfinden, erfreuen sich regen Zulaufs. Dort trifft sich alles, was die überkommenen Frömmigkeitsformen noch nicht völlig "über Bord geworfen" hat; auch erfreulich viele junge Leute. Aber auch die wenigen Oasen in der volksliturgischen Wüste des 21. Jahrhunderts haben sich gewisse Kreise vorgeknöpft. Als Beispiel mag das Lied "Maria Maienkönigin" dienen. Die merkwürdigsten Texte wurden den bekannten Melodien dieses Liedes mittlerweile untergeschoben. Die Argumente sind die üblichen: keine zeitgemäße Sprache, zu süßlich, etc. pp. - Liebe Dauer-Neuerer: Laßt uns damit zufrieden! Wir wollen nicht umerzogen werden und auch keine sozialpädagogisch wertvollen Liedchen trällern. Wir wollen einfach jene Frömmigkeitsformen mit Andacht pflegen, die auch unsere Väter pflegten. Einige der alten Maiandachtslieder werde ich im Laufe des Monats an dieser Stelle "auferstehen" lassen. Kopieren und vor allem Singen ist ausdrücklich erwünscht! Hier nun also jener Text, den man mittlerweile in den Kirchen fast nicht mehr hört und den es mit leichten Varianten einst in ganz Deutschland gab:  
  1. Maria, Maienkönigin, Dich will der Mai begrüßen. O segne seinen Anbegin (ihn mit holdem Sinn) und uns zu deinen Füßen. 
  2. Maria, Dir befehlen wir, was grünt und blüht auf Erden: O lass es eine Himmelszier in Gottes Garten werden. 
  3. Behüte uns mit treuem Fleiß, o Königin der Frauen, die Herzensblüten lilienweiss auf grünen Maiesauen. 
  4.  Vor allem sind's der Blümlein drei, die laß kein Sturm entlauben: Die Hoffnung grün und sorgenfrei, die Liebe und den Glauben. 
  5. Laß Himmelsblumen um und um in aller Herzen sprießen, und mache sie zum Heiligtum, drin sich der Mai erschlossen. 
  6. Die Seelen kalt und glaubensarm, die mit Verzweiflung ringen, o mach sie hell und liebewarm, damit sie freudig singen. 
  7.  O lass sie gleich der Nachtigall im Liede sich erschwingen und mit der Freude hellstem Schall Dir Maienlieder singen. 
  8.  Zu dir sich wenden froh empor, wie Blumen zu der Sonne, und preisen mit dem Engelchor dich einst in ew'ger Wonne.