Mittwoch, 14. März 2012

Das Ende eines Hochaltares

Die Pfarrkirche des Dorfes xy wird seit 2 Jahren als "Jugendkirche" genutzt. Eine Gruppe in der Gemeinde, die der charismatischen Bewegung angehört, ist dabei federführend. Vor den Altären wurden Pflanzsteine aus Beton aufgestapelt und mit Teelichtern geschmückt. Lange, organgefarbene Tülltücher wurden überall im Gotteshause aufgehängt. Die Kommunionbank wurde ersatzlos entfernt. Das Resultat sieht so aus:

Nunmehr soll die Kirche komplett renoviert werden. Der Ausschreibungstext für die Bauunternehmer enthält unter anderem folgenden Arbeitsaufträge:
"Alten Hochaltar abbrechen und entsorgen."
"Volksaltar und Ambo abbrechen und entsorgen."
Auf so brutale Weise endet nun jene Stätte, um die sich hundert Jahre lang die Gemeinde scharte, um das eine Opfer Christi zu feiern.
Das Volk murrt, aber niemand hört auf alte Leute und die wenigen "Ewiggestrigen"...

Kommentare:

  1. Wie sieht denn der Altar aus? Am Institut St. Philipp Neri in Berlin könnte ein Hochaltar noch Asyl finden, um nicht zu sagen, hier wird noch ein schöner Hochaltar gesucht!

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  2. Es ist der Hochaltar auf dem Bild. Den neoromanischen Aufbau hat man bereits kurz vor 1960 entfernt. Stipes und Mensa sind 3 Meter lang und einen Meter tief. Das große Kruzifix soll, wie man hört, "weiterverwandt" werden.

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  3. Wer ist Sursum Corda? Wer gehört zum Volk? Wieso können Bauarbeiten brutal sein? Hoffentlich kommen auch zukünftig viele Menschen in die Kirche um Eucharistie zu feiern, vielleicht auch Sursum Corda.
    Herzliche Grüße
    Konrad Rasche

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  4. Wenn die Eucharistie in der renovierten Kirche buchstabengetreu nach den geltenden liturgischen Büchern der römischen Kirche gefeiert wird, komme ich auch mal!

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