Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachtliches

Bleiben wir ein wenig beim vorigen Thema. Hier einige Bilder von einer der wenigen komplett erhaltenen Nazarenerkrippen in unserem Hochstift:


Freitag, 23. Dezember 2011

Vom Nickneger


Die heutigen Kinder kennen sie schon nicht mehr, jene artig an der Krippe dasitzenden Bettelknaben, die sich mit einem freundlichen Kopfnicken bedankten, wenn man eine Münze in den Korb einwarf, den sie auf den Knien hielten. "Nickemännekes" nannte man sie in der hiesigen Gegend und es gab unter ihnen Europäer, Afrikaner und Asiaten, denn die Not ist überall auf der Welt vorhanden. Die weitaus größte Fraktion unter ihnen bildeten die Afrikaner. Zumeist sammelten sie für den "Kindheit-Jesu-Verein", das päpstliche Werk der Hl. Kindheit. Nach dem letzten Konzil freilich war ihre Abschiedsstunde gekommen. Im günstigsten Fall fand man sie nur unzeitgemäß. Zumeist aber wurde das Spendensammeln mit einer Nickfigur als diskriminierend für die so Beschenkten dargestellt. Ja, man verunglimpfte sie gar als rassistisch, obwohl doch auch bei Ihnen eigentlich alle Rassen vertreten waren. Daß sie der Liebling der Kinder waren und diese zum Teilen mit ärmeren Kindern in der Welt animierten, half da auch nicht. Zu Tausenden wurden sie zerschlagen und durch pädagogisch wertvolle und daher langweilige Sammelgebilde aus Blech oder Irdenware ersetzt. Und doch, in einigen Gemeinden, zumal auf dem Lande, blieben sie erhalten und durften weitersammeln. Die Figur in einem Nachbarort trägt sogar noch die originale Inschrift: "Ich war ein armer Heidensohn - nun kenn' ich meinen Heiland schon; und bitte darum jedermann: Nehmt Euch der armen Heiden an!" Auch in meiner Heimatkirche bedankt sich noch alljährlich zur Freude der Kinder ein Bub aus Afrika für die Gaben. Warum auch nicht? Ich kenne kein Kind, daß zum Rassisten geworden wäre, nur weil es seine Spargroschen einer artig nickenden Gipsfigur anvertraut hätte. Mittlerweile scheint die nickende Sammlerschar wieder eine Renaissance zu erleben. Ich kenne Kirchen, die sogar wieder eine neue Nickfigur angeschafft haben. Wo man sie bekommt? Ganz einfach, ihr Geburtsort ist hier.
oder auch hier direkt beim Hersteller. Dort habe ich auch das obige Bild "geklaut".
Einen weiteren Hersteller gibt es in Thüringen.

Freitag, 9. Dezember 2011

Schädelkapelle

Auch wenn der Arme-Seelen-Monat nun dem Advent gewichen ist, will ich doch noch auf ein sehr schönes Beinhaus hinweisen: die Schädelkapelle von Tscherbeney (ab 1937 Grenzeck, heute Czermna) in der Grafschaft Glatz in Schlesien.
Bilder gibt es hier:
http://de.poland.gov.pl/Sch%C3%A4delkapelle,,9789.html

Hier findet man unter anderem ein schönes Panorama ("Kaplica Czaszek" anklicken):
http://www.czermna.pl/

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Grastrocknung oder Gras geraucht?

Irgendjemand hat einmal folgendes gesagt: "Es laufen mehr "Dulle" in Freiheit herum, als in der Anstalt einsitzen!"
Gewiß, das ist sehr grob gesprochen. Wenn man allerdings offenen Auges die Hauptstadt unseres kleinen Ländchens durchstreift, sieht man zuweilen Dinge, die einen an die Wahrheit dieser Behauptung glauben lassen. Was sieht man auf diesem Bild? Auf den ersten Blick könnte man meinen, da sei so eine verkehrsberuhigende Grünfläche in die Fahrbahn eingebaut worden. Dem ist allerdings nicht so.
Einer der Anlieger mäht mit deutscher Akribie seinen Rasen, schüttet ihn dann auf die öffentliche(!) Straße, verteilt ihn schön säuberlich und belegt so den ohnehin knappen Parkraum einen ganzen Tag lang. Warum er dies tut? Er will den Grasschnitt trocken in die Mülltonne kippen, und bewerkstelligt diese Trocknung allwöchentlich mitten im öffentlichen Verkehrsraum. Noch vor nicht allzulangen Jahren wäre er wohl tatsächlich in gewisse Anstalten eingeliefert worden...
Also mir fehlen da einfach die Worte. Eines aber wird mir klar: Die Insassen jener besagten "Anstalt" scheinen mir immer öfter die normaleren Menschen zu sein!

Montag, 5. Dezember 2011

Xaverius im Liede

Wenn es denn schon nicht einmal mehr an seinem Festtage gesungen wird (stattdessen hatten wir Gitarrengeklampfe), soll "sein" Festlied wenigstens hier folgen:
Zum Hl. Franziscus Xaverius
1. Wir fallen Dir zu Füßen, Xaveri, Wundermann!
Demütig wir dich grüßen, um Hilf‘ dich rufen an.
Dein Herz woll‘ zu uns lenken in diesem Jammertal,
und unser jetzt gedenken im hohen Himmelssaal.

2. Gott hat dich vorbereitet, zu mehren seine Ehr‘;
Nach Indien dich geleitet, zu künden Christi Lehr‘:
Die Kreuzfah’n vorzutragen der blinden Heidenschaft,
der neuen Welt zu sagen des Namens Jesu Kraft.

3. So wardst du auserkoren zu vieler Seelen Heil,
auf daß sie, sonst verloren, am Himmel nehmen teil.
Wie viele du getaufet mit deiner Wunderhand
und von der Höll erkaufet, ist Gott allein bekannt.

4. O starker Held im Glauben, in Lehr‘ und Wundertat,
hilf, daß kein Feind mög rauben uns Jesu Christi Gnad.
Auf daß wir Christum ehren in aller pein und Not
und seinen Ruhm vermehren im Leben und im Tod.

5. Hilf, daß sich auch bekehre, was noch im Irrtum ist,
all Ketzerei aufhöre, samt falscher Schlangenlist.
Daß alle, aufgenommen zum wahren Glaubenslicht,
mit uns in Frieden kommen vor Gottes Angesicht!

Textfassung: Sursum Corda, Ausgabe 1874, Nr. 304
Mel: GL 812, „Wir beten an und loben…“

Für alle, die nicht aus der Erzdiözese Paderborn kommen: Die Melodie des Liedes "Wir weih'n der Erde Gaben..." (Gl 480) paßt ebenfalls!

Samstag, 3. Dezember 2011

Franziskus Xaverius

Heute ist das Fest unseres Kirchenpatrons, des Hl. Franziskus Xaverius. Liturgisch wird er wohl wieder einmal nicht gefeiert werden, und auch das alte Patronatslied wird wohl niemand mehr singen. Es ist schließlich Advent, und da duldet man keine Ausnahmen. Wenn man nur sonst immer so getreulich die Rubriken befolgen würde...