Donnerstag, 10. November 2011

Denkmal verunstaltet

Eigentlich war die Sache gut gemeint. Das Land NRW gibt seit einigen Jahren Plaketten heraus, mit denen Eigentümer von Baudenkmälern dieselben kennzeichnen können. Die Blechschilder (für Emaille fehlt natürlich wieder das Geld) sind etwa so groß wie eine Postkarte und eigentlich für die Anbringung an Gebäuden gedacht. Falsch verstandener Lokalpatriotismus oder was immer das sein soll verleitet nun vielerorts amtliche wie ehrenamtliche Kräfte dazu, diese Blechschilder mit Wappen des alliierten Bindestrichlandes auch an Kleindenkmale wie Heiligenhäuser, Kreuze, Meilensteine etc. zu schrauben. Wenn man "Glück" hat, geschieht das noch an der Rückseite, wie auf beigefügtem Bild. Oft aber wird auch die Vorderseite solchermaßen "verziert."
Es wäre einmal Zeit, daß die Landesdenkmalämter sich der von ihnen geschaffenen Problematik annehmen. Denn wenn schon die Leute keinen guten Geschmack haben, so muß er eben wieder einmal obrigkeitlich befohlen werden, seufz... Nebenbei bemerkt: Bei Neutrassierung von Landstraßen sollte die Baubehörde auch gleich darauf achten, daß sie zu versetzende Flurdenkmale nicht in den Straßengraben versetzt, wo sie dann bis zu einem halben Jahr im Wasser stehen. Das trägt nämlich auch nicht zu ihrer Erhaltung bei!

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