Dienstag, 19. April 2011

19. April: Hl. Werner von Oberwesel


Heute, am 19. April, feiert die Kirche das Fest des Hl. Werner von Oberwesel. Wenngleich als Vorname sehr verbreitet, kennen heute nur mehr wenige den Ursprung des Namens.
Werner stammte aus armem Elternhause in Womrath (Hunsrück) und war bei einer jüdischen Familie in Stellung. Am Gründonnerstag 1287 wurde die Leiche des 16-Jährigen in der Nähe von Bacharach aufgefunden. Nach der Legende soll er von Juden ermordet worden sein, die sein Blut rituell für das jüdische Pessach-Fest verwendet hätten. Neue Forschungen gehen indessen von einem Sittlichkeitsverbrechen aus.
Auf den Mord folgte eine Pogromwelle in einigen Orten am Mittelrhein. Die Juden wandten sich an König Rudolf I., der von der Grundlosigkeit der Beschuldigungen überzeugt war. Die noch vor 1338 entstandene Legende berichtet, die Mörder hätten Werner an den Füßen aufgehängt und langsam zu Tode gemartert. Anschließend hätten sie ihn in den Rhein geworfen. An der Stelle am Rheinufer von Bacharach, an der Werners Leichnam angeschwemmt wurde, erbaute man die gotische Wernerkapelle, deren imposante Ruine noch heute das Rheintal prägt. Der Heiligsprechungsprozeß des Knaben war 1429 abgeschlossen. Nach der sogenannten „Reformation“ in Bacharach ebbten die
Pilgerfahrten und Mirakelaufzeichnungen ab. Im Dreißigjährigen Kriege wurde 1620 sogar die Leiche des Volksheiligen (die inzwischen aus Sorge vor den Protestanten in der Kapelle eingemauert worden war) dort vom spanischen Heerführer Ambrosius Spinola entdeckt und an einen bis heute unbekannten Ort gebracht. 1689 stürzte die Wernerkapelle in Bacharach teilweise ein, als die Franzosen die nahe gelegene Burg Stahleck sprengten.
Eine zweite Verehrungsstätte befindet sich in der Kapelle des Heiliggeistspitals von Oberwesel, etwa 7 Kilometer rheinaufwärts gelegen. Hier befindet sich das abgebildete Gemälde des Hl. Werner im Hochaltar.
Nachdem 1548 ein Teil der Reliquien nach Besançon überführt worden war, verbreitete sich auch in Frankreich die Werner-Verehrung. Als Heiliger wird Werner mit den Attributen Winzermesser wie auch Schaufel und Wanne dargestellt und gilt unter anderem als Patron der Winzer.

Dienstag, 12. April 2011

Kirchenjahr berechnen

An sich ein guter Ansatz, dem Internetgewöhnten Neuzeitmenschen das Kirchenjahr näherzubringen:
http://www.festjahr.de/
Selbst für zurückliegende Jahre kann man sich ein komplettes Kirchenjahr ausrechnen lassen, wenngleich das ja nur die wenigsten brauchen werden. Offensichtlich gab es schon Kritik, denn die Seite schreibt vorbeugend: "Das katholische Festjahr wird nach den heute gültigen Regeln berechnet."
Da aber nunmal bis 1969 nur der "alte" liturgische Kalender mit dazugehöriger Einteilung des Kirchenjahres galt, der vom heutigen gravierend abweicht, macht es keinerlei Sinn, sich z.B. für das Jahr 1952 ausrechnen zu lassen, daß der 6. Sonntag im Jahreskreis, Farbe Grün, am 17. Februar war. Das war er ja nun einmal definitiv nicht. Jener 17.2. war 1952 eben der 2. Vorfastensonntag Sexagesima mit der Farbe violett.
Vorschlag meinerseits: Man setze das ganze Suchprogramm auch für den außerordentlichen Ritus auf die Seite oder aber beschränke sich auf die Jahre nach 1969.

Freitag, 8. April 2011

Indianer in der Kirche

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ ...

An wie vielen Autos klebte dieser Spruch, er war tatsächlich in den 1980iger Jahren allgegenwärtig. Fast hätte man ihn vergessen aber Credo ut "intelligam" hat ihn in geradezu grandioser Weise auf die Kirche des Jahres 2011 umgewandelt:

"Erst wenn der letzte Bischof abgewählt, die letzte Frau geweiht, der letzte Schwule getraut und das letzte NGL verklungen ist, werdet ihr feststellen, dass man an Reformen nicht glauben kann."

Absolut lesenswerte Quelle:
http://intelligam.blogspot.com/2011/04/so-sprach-der-alte-hauptling-der.html

Mittwoch, 6. April 2011

Geistliche Fluchtwege





Anbei eine hübsche Idee zur Ausschilderung von Fluchtwegen in geistlichen Häusern aller Art. Ob man nun allerdings dem rennenden Pater oder dem amtlichen Pfeil folgen soll, bleibt leider offen...
Hier kann man die originellen Schilder im Original sehen:
http://www.lwl.org/LWL/Kultur/kloster-dalheim/museum/landesmuseum-fuer-klosterkultur

Die zuständige Brandaufsichtsbehörde fand an den Schildern übrigens keinen Gefallen, da sie natürlich nicht der amtlichen Version der EU(dSSR) entsprechen. Fazit: Preußen ist tot, aber seine Beamten scheinen lebendiger denn je!