Dienstag, 1. März 2011

Ewige Anbetung...


...war gestern. Dank der Mühe des Küsters kann sich auch eine moderne Kirche an einem solchen Tage sehen lassen.
Es gab noch 3 (!) Betstunden: Kinder, Frauen, Arme Seelen (pardon, für die Verstorbenen heißt das natürlich heute). Ich ging mangels Männerstunde oder stiller Betstunde in letztere, da ich weder unter 16 noch Mitglied des Müttervereines bin.
3 Damen und Herren (die Herren Kommunionhelfer) aus dem Pfarrgemeinderate hielten die Betstunde. Der jeweils Vorlesende begab sich vor den Altar, wendete dem Herrn den Rücken zu und rezitierte. Die Dame bediente den CD-Spieler, der die etwa 15 (!) Anwesenden mit sanfter Meditationsmusik vergeblich in den (ewigen?) Schlaf zu dudeln versuchte.
Las man aus der Schrift vor, begab man sich pflichtschuldigst zum Ambo, ging allerdings dabei ohne jede Referenz in Richtung des Herrn vor dem Altare her. Von so etwas wie einer doppelten Kniebeuge wage ich erst garnicht zu träumen. Abschließend las uns die freundliche Dame noch, dabei vor dem Tabernakel stehend und selbigem den Rücken kehrend, die Geschichte von den beiden Blättern am Baum vor. Zwischendurch wurden zwar ganz nette Lieder gesungen, doch natürlich nicht eines der "Arme-Seelen-Lieder", die durchaus noch im Anhang des Gotteslobes zu finden sind.
Alles in allem: Thema verfehlt, setzen, 6!
Zum anschließenden Schlußhochamt mußte natürlich der ganze Altar abgeräumt werden, damit man auch zum Volke zelebrieren konnte. Um die Feierlichkeit zu erhöhen, mußten wir dann auch noch Sanctus und Agnus-Dei aus der Paulus-Messe singen, weil die so schöne langweilige Melodien haben. Selbige hätten eigentlich gut in die Arme-Seelen-Stunde gepaßt (Ironie aus). Abschließend wurde auf dem nunmehr nackten Altare noch einmal ausgesetzt. Das Te Deum reduzierte sich auf 2 Strophen, der Ecce-Panis-Segen entfiel auch. Wenigstens wurde das Tantum ergo noch in der eigentlichen Sprache unserer Hl. Kirche gesungen...

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